November 2005


Hier gehts um Fußball, die Antwort auf die Frage Wo liegt Brasilien? gibts hier!

Also ich versteh es einfach nicht. Ronaldinho ist Europas Fußballer des Jahres. Ein Brasilianer also. Die Welt ist klein, Brasilien liegt aber soweit ich weiß nicht in Europa. Diese Veranstaltung sollte besser Preisverleihung für den besten in Europa spielenden Fußballer heißen. Gut klingt etwas sperrig aber bringt es besser auf den Punkt. Nicht das unsere Jugend noch auf die Idee kommt Brasilien liegt neben Spanien, weil Ronaldinho ja Europas Fußballer des Jahres ist.

EFdJ, wie ich es jetzt mal modisch abkürze, ist jedoch nicht die einzige Veranstaltung, die mit seiner Bezeichnung für Verwirrung sorgt.
Wem ist es noch nicht passiert, dass er bei den MTV Musik Awards durcheinander gekommen ist. Irgendwie denkt man, der Mist findet alle 3 Wochen statt. Dabei gibt’s ja die MTV Video Music Awards und die Europe Music Awards. Das “Europe” im Namen bedeutet nur das ein paar Preise an europäische Künstler gehen, die wichtigen Preise werden dann aber irgendwie doch immer an die amerikanischen Musiker verliehen. Also sollte das Ganze besser MTV Musik Awards with some stupid european acts heißen. Würde mich weniger verwirren.

Aber trotzdem begleckwünsche ich natürlich Ronaldinho zur Auszeichnung, der ist einfach klasse. Besser als ich in manchen Dingen, vor allem im Fußball.

Einem aufgescheuchten Hühnerhaufen gleicht der Europarat zurzeit, das Federvieh ist aufgescheucht vom CIA. Der hat ja bekannter- oder unbekanntermaßen ein paar Gefangene im noblen Kampf gegen den internationalen Kommunismus Terrorismus durch Europa geschleust. Vielleicht ist alles sogar noch schlimmer, vielleicht liegen da irgendwo im osteuropäischen Hinterland sogar illegale Gefängnisse des CIA, wo die “Terroristen” in ungezwungener Atmosphäre einige “Gespräche” mit netten Agenten führen dürfen.
Grund genug für die FDP-Fraktion des Bundestages eine kleine Frage an die Bundesregierung zu stellen. Als ich diese etwas seltsame Formulierung bei spiegel-online las, stellte sich mir die bedeutende Frage, was denn eine kleine Frage bzw. Anfrage sei?!
Wie sollte ich mir das vorstellen, ich ahnungsloser Politikanalphabet? Steht dann da in Berlin ein kleiner FDP-Politiker und meint: “Jenossin Merkel, ick hätt da mal ne Fraje! Können se mich vielleicht sajen, wat dat mit de Flugzeuge von de CIA auf deutschen Flughäfen so auf sich hat?�

Natürlich handelt es sich dabei nur um eine völlig unspektakuläre beamtendeutsche Formulierung. Ein kleine Anfrage (geistreich ich weiß) an das Bundestagsglossar verschaffte mir die Erleuchtung. Da stand, steht und wird immer stehen:

Anfragen

Fraktionen können die Regierung mittels Kleiner oder Großer Anfragen zu Stellungnahmen über bestimmte Sachverhalte bewegen. Kleine Anfragen werden schriftlich beantwortet und nicht beraten, sie können durch eine Veröffentlichung aber durchaus öffentliche Resonanz finden. Bei wichtigen politischen Fragen greifen Fraktionen zum Mittel der Großen Anfrage. Diese Anfragen werden schriftlich beantwortet und auf jeden Fall auch im Plenum debattiert, sofern dies von mindestens fünf Prozent der Abgeordneten verlangt wird.

Quelle: Blickpunkt Bundestag – November 2002

So ist das mit den Fragen, die Welten aus der Bahn werfen, Ozeane leer trinken und einfachen Parlamentariern einen Lebenszweck geben.
übrigens weiß ich jetzt auch, was Diäten eigentlich heißt und es sich dabei um eine Aufwandsentschädigung handelt, weil sich das Parlament mit so dummen Bürgern rumschlagen muss. Alles nachzulesen im Bundestagsglossar.

Die Sonne scheint endlich mal wieder, doch der kalten Temperaturen wegen sitz ich nicht drau�en am Strand und schlürfe einen Cocktail, sondern sitze bei Tee in meinem warmen Stübchen. Bevor ich mich an meinen virtuellen Unikurs machen würde, dachte ich mir, bau ich noch die geliehene TV-Karte aus und ein paar unnötige Komponenten in meinen Rechner.
In gebückter Haltung geht’s also unter den Schreibtisch und siehe da, die erst kürzlich verlegten Kabel haben sich mal wieder ohne Zutun fremder Mächte total verheddert.

Eines der Weltwunder der Moderne, wie ich finde. Ich schaffe es einfach nicht, das Kabel geordnet irgendwo rumhängen. Der Kabelbaum wird so zum Kabelknoten, eine homogene Masse, vielleicht sogar eine Intelligente? Könnte ja sein. Kabel verbinden sich zu einem intelligenten Superkabel, um den PC-User in den Wahnsinn zu treiben. Das Ganze machen sie bei all den Millionen PC-Usern und siehe da die Kabel haben die Weltherrschaft übernommen. Ja, wir leben in einer zunehmend paranoiden Welt.
Aber es geht mir ja nicht nur beim Rechner so, nein, auch bei allen anderen Kabeln. Bei den Kopfhörern meines iPods geschieht es auch regelmäßig und das ist verdammt noch mal nur ein Kabel! Jedes Mal, wenn ich die Dinger auspacke, brauche ich erstmal 2 Minuten, um sie zu entwirren. Die Kabel haben sich gegen mich verschworen!
Tja, über so etwas sinniere ich, wenn ich nicht raus an den Strand kann, um Cocktails zu schlürfen, vielleicht liegst auch am Tee, wer weiß?

Zu früher Stunde erreichte mich eine Nachricht von meinem Bruder mit folgendem Inhalt:

http://www.angryalien.com/
voll lustig!

Und nach dem Besuch der Seit kann man nur sagen, ja es stimmt!
Die Seite beschäftigt sich mit so genannten re-enactings von Filmen, also das Nachstellen von Filmen. Gut, der Seiten gibt es viele im Internet, aber hier hat sich eine motivierte Gruppe von Hasen zusammengefunden um Blockbuster der Hollywoodgeschichte nachzustellen.
Was die da abliefern ist eine wunderbare und vorallem kurze Zusammenfassung der Filme, kurz deshalb weil jeder Film maximal 30 Sekunden Länge hat. Also die beste Möglichkeit sich über die Kulthits der letzten Jahrzehnte zu informieren, die man -Schande, Schande- vielleicht noch nicht gesehen hat.
Als Highlight gibt’s noch ein Interview mit dem Star-Hasen, er plaudert unter anderem über die Schwierigkeiten am Set und seine Freizeit.
Vorbeisurfen lohnt sich.
angryalien.com

Es kommen harte Zeiten auf die Brettspiel-Hersteller zu. Jedenfalls wenn es nach der neuen Bundesregierung geht. Die haben sich in ihrer, am 11.11. veröffentlichten, Büttenrede Regierungserklärung ja zum Verbot von “Killerspielen” geäu?ert (S.105. Zeile 5147).
Was “Killerspiele” sein sollen, haben sie nicht weiter erörtert, deswegen vielleicht die Gänsefüßchen.
Also meldete sich Maria Böhmer, eine Bildungsexpertin der CDU, zu Wort, Hauptziel in Killerspielen sei: “Zerstöre alles bis auf dich selbst”.
Was das ganze mit Brettspiel-Herstellern zu tun hat? Nun Schach ist auch ein ziemlich barbarisches Spiel, da werden Bauern geopfert und selbst Frauen geschlagen! Oder nehmen wir Mensch ärgere dich nicht! Auch hier wird eine sehr gewalttätige Botschaft vermittelt. Schmeiße deine Mitspieler raus und versuche dann in ein sicheres Haus zu flüchten.
Gut, jetzt könnte man sagen, es geht hier um Computerspiele. Aber was soll dann alles verboten werden? Das gute alte Civilization? Wo man ganze Zivilisationen von der Karte wischt, geht es nun mal um “Zerstöre alles bis auf dich selbst”. Und jetzt kommt bitte nicht mit, bei Civilization kann man auch friedlich spielen, ihr Pazifisten! Im übrigen kann ich mich beim viel zitierten Counter Strike ja auch die ganze Zeit verstecken.
Aber eigentlich glaube ich, dass hier etwas überreagiert wird. Im Koalitionsvertrag steht ja auch, dass erstmal evaluiert werden soll. Soll heißen: Arbeitsgruppen treffen sich, beraten und es wird Geld für wissenschaftliche Untersuchungen bewilligt. Irgendwann setzt man sich zusammen und merkt, das System ist ja ganz gut. Bessern wir hier und da etwas aus und der Punkt kann abgehackt werden.
Vielleicht sollte der Vorschlag von Thomas Jarzombeck Beauftragter für Neue Medien in der CDU-Fraktion umgesetzt werden: “Man sollte besser Eltern statt der Spiele verbieten.” (hier nachzulesen).
Und noch ein Wort zu den Medien: Bitte fragt doch lieber erstmal Leute, die sich auskennen mit den Thema. Ihr fragt ja bei Wirtschaftsfragen auch nicht die Bildungsexpertin Frau Böhmer.

Das wäre also geschafft. Endlich große Koalition, endlich geht’s voran in Deutschland. So ist jedenfalls Grundtenor der Politikberichterstattung an diesem Abend. Hat ja etwas länger gedauert als sonst, was vielleicht auch am Applaus gelegen hat. Der Ex-Kanzler Schröder wurde nämlich mit über 10 Minuten Applaus verabschiedet.
Was mich daran immer verwundert, wer zum Teufel stellt sich auf einen Parteitag und stoppt die Zeit des Applauses? Besser noch, wer kommt auf so eine dämliche Idee, die Zeit zu stoppen? Was bedeutet es, wenn Schröder nun 12 Minuten Beifall erhält und Merkel nur 5 Minuten? Sollte Schröder lieber Kanzler bleiben? Ich nenne das Ganze das “ran-Datenbank-Phänomen”, den Zuschauer also immer mit nutzlosen Zahlen bombardieren. Nachrichten sind halt auch nur eine verkappte Version der Sportschau.
Die wichtigste Frage allerdings bleibt: Wie wird 10 Minuten Klatschen eigentlich in die Praxis umgesetzt?
Jeder der einmal im Zirkus, im Theater oder auf einem Konzert war, der wird wissen, dass dem Durchschnittsklatscher schon nach einer Minute die Handflächen auf Tellergröße anschwellen und schmerzen. Wie schwer ist es dann erst �ber 10 Minuten zu klatschen? Unsere Politiker haben entweder alle Hornhaut an den Händen oder sie haben ein System entwickelt, indem alle abwechselnd klatschen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich ihnen so etwas Cleveres zutrauen soll.
Nun gut, so lange sich endlich mal was bewegt in Deutschland, lass ich die Verantwortlichen auch gerne 2 Minuten länger klatschen, irgendjemand wird die Zeit schon stoppen… .

Die Unruhen in Frankreich nehmen ja langsam ab, wie man aus allen Quellen entnehmen kann. Jedenfalls wenn es nach der neuen Krawall-Skala der Medien geht. Früher war das alles viel komplizierter, da wurde zu den 1. Mai-Krawallen wahlweise mit Pflastersteinen oder brennenden Mülltonnen gemessen.
Seit dem Beginn der Unruhen am 27. Oktober ist die Einheit der Krawallskala das brennende Auto. Überall ist es in den Medien präsent. Über die Krawalle ist ja auf Dauer auch nichts Neues zu sagen, wie es aussieht. Also wird in jeder Meldung die Anzahl von verbrannten Autos eingefügt, was dem geneigten Zuschauer sagt, wie schlimm die Ausschreitungen wieder waren. Vielleicht kommt ja auch bald eine Krawallvorschau, wie beim Wetterbericht, wird dann ein Karte eingeblendet, wo erkennbar wird, ob das geliebte Auto sicher steht oder nicht und wie viele Fahrzeuge voraussichtlich brennen werden.
Wie wichtig die Autos bei diesem derzeitigen Ausnahmezustand für die Medien zu sein scheinen konnte ich heute sehen, als ein ProSieben-Moderator auf dem Schrottplatz stand, um zu Zeigen wo denn die ausgebrannten Wagen hingebracht werden. Das nenn ich investigativen Journalismus.
Nun gut, ich bin gespannt auf die nächste große Nachricht, auf die sich unsere Presse stürzen kann. Die Vogelgrippe ist ja auch plötzlich verschwunden als ob sie nie da gewesen wäre… war sie überhaupt da…unheimlich…

Ja, ja ein schlechtes Wortspiel, aber das beschreibt sehr gut, was mich heute beschäftigt.
Ich saß vor kurzem mit meiner Freundin in einem (standesgemäß) exquisiten Restaurant, hatte mir den Wanst vollgeschlagen und genoss den Kaffee danach.
Zum Kaffee wird ja öfter mal ein kleines Gebäck gereicht. Als ich mir das kleine Ding so ansah, fiel mir ein Satz auf der Rückseite auf:
Hergestellt in einem Betrieb, in dem auch Ei verwendet wird.
In Zeiten der Vogelgrippe, in der ja schon allein durch das Einschalten des Fernsehens Ansteckungsgefahr besteht, hab ich den Keks natürlich nicht geöffnet.
Ich frag mich jetzt nur, was das heißen soll. Ei ist in dem Keks ja nicht drin, laut Zutatenliste. Soll der Satz jetzt heißen, es könnte aus Versehen ein Ei in den Teig gefallen sein? Oder ein Kücken. Oder Schale?
Diese Frage beschäftigt mich jetzt, ich werde mal den Aiman von Galileo Fragen. Seit dem großartigen Event mit dem Eggsperiment, sollte der ja alles über Eier wissen.

Einen kleinen Besuch auf der Galileo-Seite später…

Aus dem Galileo-Forum:

Ich habe die Dokomentation angeschauen �ber den versuch mit dem Bandwurm und wollte es jetzt selbst ausprobieren und sehen ob es auch be mir geht.Wie komme ich an einen rann?

Chrisi4ever

Bin mir jetzt nicht sicher, ob ich da mit meiner Frage gut aufgehoben bin…

Inzwischen konnte die Frage beantwortet werden!

Langsam wird es für mich zur Gewissheit, Unternehmenswebseiten aus Augsburg zeichnen sich durch eine wirklich schlechte Usability (dt: Gebrauchstauglichkeit) aus.

Die Seiten, die ich so in den letzten Tagen angesurft bin:

stadtwerke-augsburg.de
An die Seite hab ich mich ja langsam gewöhnt. Wenn ich mal wieder wissen will, wann ich am besten zur Bushaltestelle laufe, um den Bus zu verpassen, verklick ich mich tausend Mal und ich komme so zu spät zur Haltestelle. Somit sehe ich iden Bus also nicht vor meiner Nase wegfahren, wie sonst immer, sondern gar nicht.
Ich weiß auch nicht, warum man erst 3-mal klicken muss, um zur elektronischen Fahrplanauskunft zu gelangen.
weiterlesen…

Sonntag morgens halb 10 in Augsburg. Ich genieße meinen frisch gebrühten Kaffee und eine leckere Laugenstange und natürlich den wunderbaren Morgen. Doch halt, ist wirklich alles so wunderbar und perfekt? Nein, da hatte ich die Rechnung ohne Radio Fantasy gemacht. Die spielen für einen Privatsender ziemlich oft wirklich gute Musik. Die gehört bekanntlich zu einem guten Frühstück dazu und das neuste aus der Region will man ja auch noch erfahren.

Problem 1: Dei Moderatoren, die sind einfach dermaßen unlustig, selbst für bayrische Verhältnisse, dass der Hörer nach 2 Minuten entweder genervt den Sender wechselt oder einfach Blumen gießen geht.

Problem 2: Am Sonntag von 9-12 Uhr läuft der Flohfantasymarkt.
Klar der Hörer-Flohmarkt ist bei vielen Radiosendern am Wochenende gang und gebe. Bei Radio Fantasy darf aber Problem 1 nicht vergessen werden: der Moderator!

Der ist im unseren Fall Grieche und die Radiomacher von Fantasy fanden Dimitri, den Griechen aus der Bullyparade, wahrscheinlich so witzig, dass der Moderator der Sendung die ganze Zeit so redet. Sprich: Er vertauscht Silben, bzw. ganze Wörter.
Aus dem Fantasy Flohmarkt wird also der Flohfantasymarkt.
War das Ganze in der Bullyparade und später in “Der Schuh des Manitu” noch witzig, ist es Sonntag morgens im Radio doch eher nur abgenudelt und nervig. Radio Fantasy findet’s toll, die Hörer anscheinend auch, sonst würde es ja nicht schon so lange laufe. Ich find es einfach nur befremdlich. Ethno-Comedy hin oder her, irgendwann ist es halt nicht mehr lustig, siehe Erkan und Stefan (wenn die überhaupt mal lustig waren).

Also mach ich das Radio aus, die Balkontür auf und höre den morgendlichen Straßenlärm, sehr entspannend.

Nächste Seite »