Februar 2006


Super! Tief unter mir im Schwabencenter wurden gestern Karnevaldekoration aufgehängt. Mit voller Wucht kommt mir der Karneval also wieder ins Bewusstsein oder besser der Fasching, wir sind ja in Bayern. Das Leben kennt keine Gnade.
Da fällt mir meine kleine Büttenrede, die ich genau vor einem Jahr schon einmal veröffentlicht habe. Das Ganze bitte in Kölner Mundart vortragen, zwischen den einzelnen Strophen ein dreifaches „TATAAAA“ denken.

Man hatts nisch leischt in diese Tage,
der Karneval, die alte Plage,
tritt mit bumms in unser Leben,
als wär er niemals weg jewesen.

Man sprischt in Reihmen Büttenreden
als hätts Jehirne nie gegeben.
Die dümmsten Witz, wer’n ausjegraben,
die Bonbons schmeißen se von’ne Wajen.

Doch am Ende siecht dat Jute,
verliert doch bitte nicht den Mute,
der Aschermittwoch kommt bestimmt,
ich sachs euch, dat Jute jewinnt!

Was vor einem Jahr galt, gilt heute natürlich auch noch.

Ein Rauschen sondergleichen geht durch den Blätterwald, der Untergang der Meinungs- und Pressefreiheit steht bevor!
Das alles nur wegen ein paar Karikaturen, die schon vor ein paar Monaten in der Jyllands-Posten, einer dänischen Zeitung erschienen. Das Echo aus der islamischen Welt ließ lange auf sich warten, ist jetzt aber gewaltig. Überall demonstrieren Tausende auf den Straßen, europäische Nationalflaggen und nicht zuletzt Botschaften brennen.
Die westliche Welt ist empört, das alles wegen ein paar Karikaturen?

Alles halb so wild, denkt man sich da, würden die Karikaturen nicht den Propheten Mohammed darstellen, mit einer Bombe als Turban auf dem Kopf. Das stellt gleich eine zweifache Provokation für Moslems dar, einerseits wird der Prophet verunglimpft und andererseits eine ganze Religion dem Terror gleichgesetzt. Lassen wir Deutsche uns gerne pauschal als Nazis beschimpfen?

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Provokation ist ja schon toll. Vor allem bei Plakatwerbung wird ja ganz gerne provoziert. Benetton macht das ja immer wieder Mal oder die Tierschutzorganisation PETA. Blickfänger für Passanten sind das dann, wo sich Priester und Nonne küssen oder Hühner in Legebatterien Insassen eines KZs gegenübergestellt werden.

Provozieren soll auch eine Plakataktion der Christoffel Blindenmission. Das Plakat an dem ich tagtäglich vorbeifahre hängt schon seit 2 oder 3 Monaten. Es zeigt einen Schwarzafrikaner, dessen Augen durch Geldschlitze ersetzt worden sind. Der Slogan Spenden sie Augenlicht unterstützt die Ambition der Macher hier die Wohltätigkeit der Menschen anzusprechen und gleichzeitig zu zeigen wofür hier Geld gespendet wird.

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Ja, ich hab alles richtig gemacht im Leben! Diese Erkenntnis drängte sich mir heute Abend mal wieder auf.In geselliger Runde ging es zum Bowlen – eine ruhige Kugel schieben sozusagen.

Obwohl ich sicherlich keine Sportskanone bin, hab ich trotzdem regelmäßig meine hellen Momente. Beim Fußball treffe ich dann so ziemlich aus jeder Situation, beim Billard loche ich alles ein und beim Bowling haue ich eben alles weg.

So ein heller Moment war dann heut mal wieder. Trotz widriger Umstände konnte ich nämlich mein Bowlingspiel entfalten und sogar 3 Strikes hintereinander erzielen. Mit 165 Punkten schob ich meine persönliche Bestmarke nach oben.
Das ganze hätte noch besser enden können, wenn da nicht die Umstände gewesen wären. Jedes Mal, wenn ich am kugeln (wie heißt das beim Bowling?) war, stand auf der Bahn neben mir ein aufgepumptes Anabolikamännchen und schmiss die Kugel über die Hälfte der Bahn den Pins entgegen. Das laute Bumm und die Vibration des Bodens brachten mich natürlich aus dem Konzept.


Hulk konnte mir aber durch sein – wie soll man es nennen? – “aggressives Spiel” den Abend nicht vermiesen, denn meine Freundin konnte selbst mein schon grandioses Ergebnis noch übertreffen. Sie schaffte ganze 4 Strikes hintereinander!

Und jetzt liebe Leser sagt mir mal, dass ich nicht alles richtig gemacht habe im Leben!
Bis ich morgen aufwache werde ich also ein selbstzufriedenenes Lächeln aufsetzen.

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