März 2006


Unsere Schulen sind in den letzten Tagen ja sehr häufig von den Medien thematisiert worden. Natürlich geht’s um etwas negatives, denn Negativismus ist ein bedeutender Nachrichtenfaktor, wie schon in Einführungen zur Kommunikationswissenschaft gelehrt wird.

Vor ein paar Tagen war es noch das Handyverbot an bayerischen Schulen. Nach Funden von „Gewalt- und Pornovideos“ auf den Mobilfunkgeräten der Schüler wurde dieses Verbot als „logische“ Konsequenz durch die Landesregierung erlassen.
Seit vorgestern macht die Rütli-Schule in Berlin-Neukölln Schlagzeilen. Das Lehrerkollegium hat vor der Gewalt unter den Schülern kapituliert und will, dass die Schule geschlossen wird. Der Berliner Senat sieht das natürlich anders und sorgte jetzt für Waffenkontrollen vor der Schule durch die Polizei. Demnächst soll der vakante Schulleiterposten durch einen erfahrenen Mann besetzt, Sozialarbeiter und Schulpsychologen eingestellt werden.
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GoogleEarth ist eine wunderbare Spielerei, kann man mit der Software doch die Erde virtuell ausführlich erkunden. Die mehr oder weniger gut aufgelösten Satellitenfotos ermöglichen es dem User bis zu seinem Wohnhaus heranzuzoomen. Entdeckt wird dabei häufig auch relativ Belangloses, wie seltsame Wolkenformen, Flugzeuge oder auffällige Gesteinsformationen. Eine rege Community erstattet regelmäßig Bericht über ihre Entdeckungen.

Eine recht Witzige verkündete Rich vor kurzem in seinem Blog. Aus „sicherer Quelle“ will er erfahren haben, dass Apple für den 30. Geburtstag der Firma einiges in Vorbereitung haben. Unter anderem eine Werbung die vom Weltraum aus sichtbar sein soll. Apple ist ja bekannt für außergewöhnliche Produkte und vor allem für außergewöhnliche Werbung, um diese Produkte zu präsentieren. Also startete Rich GoogleEarth, suchte und wurde fündig. In der südwestlichen Ecke Australiens entdeckte er ein Gebilde das tatsächlich einem IPod ähnlich sieht.
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An diesem Wochenende sorgte RTL ja wieder für ganz große Unterhaltung bei der Liveshow „Typisch Frau – Typisch Mann“. Günther Jauch zeigte mit Unterstützung von Prominenten wie Mario Barth, Barbara Schöneberger und Schalke-Manager Rudi Assauer samt Anhang allerhand Beiträge aus dem ewigen Kampf der Geschlechter. Das war recht amüsant, was weniger an den nicht wirklich neuen Erkenntnissen, als viel mehr an Gästen und den gut aufgelegten Jauch lag.
Zu häufig wurden wieder alte Klischees bedient, wie „Männer sind die schlechteren Beifahrer“ oder „Frauen schleppen immer ihren ganzen Hausrat in ihrer Handtasche umher.“

Vorurteile über Vorurteile gibt’s da also, woher die eigentlich kommen, darauf wurde bei der Sendung natürlich weniger eingegangen, die unterschiede sollten ja herausgestellt werden.
Dabei ist das gar nicht so schwer herauszufinden. Allein bei der Betrachtung der Werbespots bei den privaten Fernsehsendern wird das schon ersichtlich. Frauen scheinen in Werbewelt nämlich nur 4 Probleme zu haben.

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In Zeiten in denen wir alle den Gürtel enger schnallen müssen, freut man sich natürlich über das ein oder andere Geschenk. Eines was ich in letzter Zeit recht häufig nutze, ist das Webangebot von Welt Kompakt.
Auf der Webseite kann nämlich kostenlos die aktuelle Ausgabe der Zeitung als PDF-Datei heruntergeladen werden. Ein hervorragender Service, da es die Zeitung derzeit nur in einigen Ballungsgebieten, wie Berlin, München, Hamburg oder den Ruhrpott zu kaufen gibt.

Eigentlich schade, Welt Kompakt ist nämlich eine kleine feine Zeitung. Sie erscheint im Tabloid-Format, ist damit also nur etwa halb so groß, wie eine normale Zeitung und umfasst 32 Seiten. Trotz des geringen Umfangs, wird aus allen wichtigen Ressorts berichtet. Natürlich sind die Texte dementsprechend kurz und prägnant gehalten. Also wirklich gut für Menschen, die wenig Zeit haben sich durch einen Brocken, wie die Süddeutsche Zeitung zu quälen.

Kein Wunder also, dass die kleine Schwester der Welt vor allem bei jungen Leuten erfolgreich zu sein scheint. Der Axel-Springer-Verlag behauptet das als Herausgeber jedenfalls. Ganz nebenbei beweist er, dass er auch recht ordentliche Zeitungen produzieren kann.

Für mich gibt es nichts Schöneres als morgens beim Frühstück meine Welt-Kompakt zu lesen. Denn obwohl reine Online-Magazine, wie Spiegel Online oder FAZ.net rund um die Uhr aktuell sind, mag ich doch ab und an eine altmodische Zeitung lieber, vor allem wenn ich sie kostenlos bekomme.

Das kann doch wohl nicht wahr sein: Vogelgrippeverdacht in Berlin Hellersdorf/Marzahn! Und das, wenn ich meinen Urlaub hier verbringe! Jetzt wird es Zeit sich für die Pandemie vorzubereiten!

Bei pandemie.com deck ich mich schnell mit Atemmasken ein. 60 Stück pro Person sollen es laut Kalkulator schon sein, kostet knapp 300 Euro. Warum man so viele brauch? pandemie.com hat die Antworten:

…im Pandemiefall all jene, die keine Masken kauften, bei Ihnen “ausleihen” wollen.
…es wie bei vielen andern eingelagerten Gebrauchsgütern zu einem “natürlichen” Schwund kommt.
…die Pandemie länger dauern kann als erwartet und vorhergesagt.

Mh, aber dann brauch ich auch noch Schutzanzüge, Schutzbrillen, Handschuhe. Nein. Ich denke ich bleibe einfach zu Hause.

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Meine mir von Gott oder irgendjemanden gegebene Freizeit verbringe ich gerne mit Lesen. Da der Bücherkauf bei Amazon (oder auch bücher.de oder bol.de) zwar bequem ist aber dick macht, besuchte ich mal wieder eine Buchhandlung. Übrigens eine dieser großen seelenlosen Buchhandlungen.

Primär konzentrierte ich mich beim Stöbern auf leichte Unterhaltungsliteratur, die Nachwehen von Nietzsche sind nämlich noch zu spüren. Fantasy und Sci-Fi bieten da immer eine gute Entspannungsmöglichkeit. Beim Stöbern überkamen mich aber einige wirklich interessante Fragen.

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…an solchen unaufregenden Urlaubstagen, wie diesen heute, fragt ich mich, wie es eine Zeitungsredaktion eigentlich schafft, ihre Seiten mit sinnvollen Nachrichten zu füllen.
Vielleicht ist das ja auch eine Stärke von Blogs, wenn’s nichts Berichtenswertes gibt, gibt’s auch keine Berichte. Frei nach dem Motto: Wenn man nichts zu sagen hat, einfach mal die Fresse halten.
Sollten sich manche Journalisten mal durch den Kopf gehen lassen…

Es gibt wenig Filme, die einen so klar vor Augen führen, wie es um die Welt steht und wie wenig wir eigentlich daran ändern können. Es gibt Filme, die lassen einen völlig deprimiert und wütend im Kinosessel zurück. So etwas gelingt äußerst selten. Syriana gehört zu solch einer seltenen Erscheinung.

SYRIANA (USA 2005)
Regie und Buch: Steve Gaghan
Darsteller: George Clooney, Matt Damon, Jeffrey Wright, Amanda Peet, Chris Cooper, Max Minghella, William Hurt
Länge: 128 Minuten< ?php votio_ballot_box(); ?>

Es hat lange gedauert, bis ich mich an diesen Film machen konnte. Einerseits war da der ewige Termindruck (auch Studenten haben so was), andererseits muss man für so einen Film bereit sein, sonst lässt er einen entweder kalt oder haut einen um. Nun hab ich ihn also gesehen und eigentlich war ich seelisch und moralisch darauf vorbereitet, umgehauen hat er mich trotzdem.

In Syriana geht es um Öl. Wer tut was, um welche Vorteile zu erlangen? Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Da ist Prinz Nasir Al-Subaai (Alexander Siddig), der sein Land reformieren möchte, der alternde CIA-Agent Bob Barnes (oscarprämiert George Clooney) der versucht ihn daran zu hindern. Da sind zwei amerikanische Ölkonzerne, die gerne fusionieren würden und ein Anwalt, der alles beseitigen soll, was dieser Fusion im Wege steht. Und es gibt einen jungen Pakistani, der Schritt für Schritt zu einer schrecklichen Tat gedrängt wird. Jeder tragende Charakter im Film ist entweder korrupt oder ist williges Werkzeug einer korrupten Macht.

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Worum geht’s?
ntropie und spreeblick veröffentlichten Anfang März einen Videoclip, der eine grausame Karikatur einer Boyband zeigt. Drei Jungs, die weder singen noch texten können und in den typischen Boybandposen herumhüpfen. Die Blogsphäre sieht in dem Clip dann letztlich auch nur eine Karikatur eine Persiflage auf Boybands, aber die Unterhaltungsindustrie und Boulevardmedien sehen das etwas anders.

So langsam wird’s wirklich etwas belastet. Grup Tekkan erlebt derzeit einen riesigen Medienhype, den sie definitiv nicht verdient haben. Ich werde die Jungs nur noch einmal erwähnen und zwar jetzt in meiner allumfassenden Chronik des Grauens.

–hier Spiegel-TV Theme denken–

Grup Tekkan
Wie alles begann, ihr kometenhafter Aufstieg und ihr unweigerlicher Fall. Eine Geschichte über einen Spaß, der von der Unterhaltungsindustrie seltsamerweise ernst genommen wird.

Anno Domini 2005: 2 Jungs, Ismael und Selcuk, aus Germersheim in der schönen Pfalz machen, wie viele andere, ein bisschen Musik. Sie bilden eine Combo unter den Namen Grup Tekkan. Eines schönen Tages kommen sie auf die Idee, ein Musikvideo zu drehen. Sie holen ihren Freund Fatih Hira ins Boot und ein amateurhafter Musikclip entsteht.
Irgendwann in diesem Jahr gelangt der Clip dann auch ins Internet, wo er sich dann über E-Mail und in Foren verbreitet.

Fr, 3. März 2006 21:09 Uhr: Jetzt wird’s ernst. Mo von ntropie.de bekommt den Clip von einem Freund, der es in einem Forum entdeckte. Von diesem Moment an wusste Mo zu keinem Zeitpunkt, was sein weiteres Handeln für Konsequenzen haben würde.
Obwohl, etwas muss er doch geahnt haben, denn als er den Clip in einer stürmischen Märznacht (irgendwo war es stürmisch) bei YouTube online stellt, nannte er es in weiser Voraussicht „next big thing, really“ und verlinkt es in seinem überaus lesenswerten Blog. Die Saat war gelegt und sie würde bald aufgehen…

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Endlich ist es geklärt! Die Universität Augsburg ist rauchfrei. Ab 1. April 06 sollen die Stinker/innen draußen rauchen. Also gibt es keine Verwirrung mehr mit den Rauchen-Verboten-Schildern.

Der allseits geschätzten Pressesprecher der Uni Augsburg Klaus Prem schickte diese kolossale Neuigkeit in einer Rundmail an alle Universitätsangehörigen. Darin heißt es:

“Zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen wurde an der Universität Augsburg im Jahr 2005 eine Arbeitsgruppe ‘Rauchfreie Universität’ gegründet […].
Auf [deren] Empfehlung […] hat das Leitungsgremium beschlossen, dass ab Beginn des Sommersemesters 2006 (01.04.2006) das Rauchen in allen Räumlichkeiten der Universität, mit Ausnahme von Einzelbüros ohne Publikumsverkehr, untersagt werden wird.„

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