Juli 2006


Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ein treffendes Sprichwort für meine erste Berührung mit dem neuen Berliner Hauptbahnhof.

Schon die Einfahrt ist imposant. Ein gewaltiger Stahl-Glas-Koloss steht da mitten in der Pampa von Berlin. So wirklich passt er noch nicht ins Bild, aber da werden die Architekten und Stadtplaner schon noch ein bisschen drumherum stellen.

Oben mit der S-Bahn eingefahren, sieht der Hauptbahnhof aus, wie jeder andere: Gleise, Züge, Menschen und darüber ein Dach. Wandert der Blick allerdings nach unten, erschließt sich einem ein wirklich beeindruckendes Bild. Mehrere Etagen mit Geschäften und Gastronomie geht es hinab.

Und hinab musste ich. Genauer auf Gleis 2 Richtung Augsburg. Hört sich einfach an, gestaltete sich aber unter Zeitdruck schwieriger als erwartet. Den zahlreichen Schildern folgend gerieten meine Freundin und ich plötzlich in eine Sackgasse. Hatte uns ein riesiges Schild gerade noch den Weg zum Gleis 2 gewiesen, ging es nun nur noch zu den Tiefgaragen. Ich dackelte nochmal zurück und tatsächlich stand dort riesengroß: “Gleis 2″. Es wies auch in die besagte Richtung. Wohin denn nun?!

weiterlesen…

„Roneeeeeyyy“, ein Ruf der wach macht. Es braucht schon einen Moment, bis ich weiß, wo ich mich gerade befinde. Die Nacht war lang, der Schlaf ziemlich kurz. Was auffällt, ist die Hitze im Zelt, die Morgensonne kennt keine Gnade. Es wird Zeit aus der Sauna zu kommen. Während wir uns aus dem Vier-Mann-Zelt quälen, gibt es weitere „Rooooneeeyyy“-Rufe. Neben uns campen zwei Engländer, die haben es sich um 9 Uhr morgens schon gemütlich gemacht, mit Bier und anderen alkoholischen Getränken. Vielleicht etwas zu gemütlich. Der eine beginnt ohne Vorwarnung sein essen von Gestern auf sein Zelt zu verteilen. Er übergibt sich erstmal in mehreren Zügen. Willkommen auf dem Hurricane!

Drei meiner Kommilitonen und ich wagten in diesem Jahr das Abenteuer Hurricane, eines der größten Musikfestivals Deutschlands. Zum Glück hatten wir uns schon früh Karten sichern lassen, denn das Festival war schon 2 Monate vorher komplett ausverkauft. Dass hieß 50.000 Wahnsinnige verteilt auf zwei Zeltplätze und wir mittendrin.
weiterlesen…

Es tut mir leid, dass ich gleich mit drastischen Worten starten muss, aber heute hat sich die Stadt Augsburg wieder mal ein dicken Bock geschossen. Was dazu führte, dass meine Freunde und ich mehr als eine Stunde vom Bahnhof nach Hause zum Schwaben Center brauchten. Etwas wofür ich mit dem Auto normalerweise 10 Minuten benötige.

Auf der Freilichtbühne gaben sie Jesus Christ Superstar, ein schönes Stück übrigens. Die Aufführung führte jedenfalls zu einer Sperrung der Eserwallstraße, die in dieser Zeit immer zum Parkplatz umfunktioniert wird.

Unter normalen Umständen ist das nun kein Problem, es gibt dafür ja extra Umleitungen. Der Weg ist etwas länger, aber das wäre gar nicht ins Gewicht gefallen, wenn, ja wenn Deutschland nicht gegen Argentinien sensationell im Elfmeterschießen gewonnen hätte.
weiterlesen…

« Vorherige Seite