Oktober 2006


Ich hasse die Tage vor den Feiertagen, vor allem wenn ich an solchen Tagen einkaufen muss. Es ist wirklich erstaunlich, wie die breite Masse der Bevölkerung auf einen freien Tag reagieren. Da werden Lebensmittel eingekauft, die für mehrere Wochen reichen könnten. Die Regale sind leergefegt und überall zerren und schubsen die Leute um die letzten Lebensmittel.

Gut das Ganze hab ich jetzt etwas dramatisiert, ist ja schließlich Halloween. Ich hatte aber wirklich Probleme meine 1,5%-Fett-Milch zu bekommen, die 3,5%-ige stand noch mannshoch gestapelt. Die Brot-Auswahl wahr auch sehr beschränkt, eigentlich konnte ich nur noch ein Paket Brot nehmen. Kürbiskernbrot war natürlich wieder reichlich da, aber wer bitte ist Kürbiskernbrot. Ja, es ist Halloween, aber ich hab trotzdem keine Ausnahme gemacht.

An der Kasse hatte ich dann genug Zeit mir diesen Blogeintrag im Geiste vorzuschreiben. Wir stapelten uns förmlich vor dem Laufband der Kasse und es wurde trotz überall vorhandenen Personal, keine weitere Kasse aufgemacht. Gruseliger Service, extra zu Halloween! Nur in ihrem EDEKA.

Nein es ist kein Spaß an solchen Vor-Feiertag-Tagen einkaufen zu gehen, vor allem wenn die geliebte Tunfischpizza plötzlich ein anderes Rezept hat und total widerlich schmeckt. Vielleicht gibt es Feiertage ja nur, damit man sich von dem Tag davor erholen kann. Denkt mal drüber nach!

So lang ihr darüber nachdenkt, überleg ich mir, warum dieses lahme Technorati seit einer Woche keine Pings mehr von mir annimmt.

Zeitumstellungen sind schon ziemlich bescheuert, irgendwie stimmt das vorne und hinten nicht und am Ende komm ich nicht ins Bett, weil ich nicht weiß, wie spät es ist.

Manchmal hat es aber auch sein Gutes. Als ich gerade bei Spiegel-Online vorbeisurfe, um mich auf den neusten Stand zu bringen, entdecke ich das hier:

SPAM auf Spiegel.de

WAS?! Nur für kurze Zeit?! Da muss ich doch draufklicken! Doch das verwirrt noch mehr. Putin und Kanzlerin Merkel sind auf einem für Spiegel-Online untypisch großem Bild zu sehen und fallen sofort ins Auge. Puntin wird per Sprechblase – Wir haben die Afghanen nicht ermordet, damit ihr die Gräber schändet – in den Mund gelegt. Merkel antwortet mit: Das ist mir klar!.

Wo bin ich hier bloß gelandet?!

Der Blick auf das schwarze Banner macht dann deutlich, worum’s geht: Satire@Spiegel-Online. Hier will uns der Spiegel anscheinend regelmäßig mit bitterbösen Texten, Fotos und sogar Videos versorgen. Beim Überfliegen der Seite kommt mir augenblicklich Satiremagazin Titanic in den Sinn und das ist kein Zufall. Hinter der Seite steht u.a. der ehemalige Chefredakteur und Partei-Parteivorsitzender Martin Sonneborn.

Die Seite wirkt noch etwas leer, aber eigentlich soll es ja auch erst morgen, am 1. November losgehen. Das sagt jedenfalls diese Pressemitteilung hier. “Komisch wie die ‚Zeit’, seriös wie Focus-TV, aktuell wie der Winterfahrplan der Deutschen Bahn – das ist unser Ziel.” Wenn die Seite nur halb so witzig wäre, wie dieser Satz von Sonneborn, dann hätten sie mit mir einen neuen Stammleser. Derzeit sind die Texte allerdings sehr Flach und fast schon zu gewollt politisch unkorrekt.

Der Clip “Hinterbänkler Heute” ist meiner Meinung nach der derzeitig einzige Höhepunkt auf der Seite. Wer Sonneborn hier in Augsburg verpasst hat, der kann ihn sich dort live und in Farbe im Videoclip ansehen.

Warum eine mehr oder weniger seriöse Nachrichtenquelle, wie Spiegel-Online unbedingt eine Satire-Rubrik braucht, die auf der gleichen Schiene wie Titanic fährt, kann ich zwar nicht nachvollziehen, Es ist aber auch schon fast 2 oder 3 Uhr…alles verwirrend.

Google fällt ja derzeit vor allem an den Börsen der Welt auf. Mal kaufen sie für nen Apple und n Ei die Video-Community YouTube oder verdoppeln einfach mal ihren Gewinn.

Bei solchen Geldsummen gehen natürlich kleinere Neuigkeiten, wie die jüngst vorgestellte Google Custom Search Engine etwas unter. Mit deren Hilfe ist es ohne großen Aufwand möglich eine eigene Websuche zu erstellen. Dazu trägt man einfach die Seiten ein, die bei der Suche durchforstet werden sollen oder welche Seiten auf keinen Fall in der Suche auftauchen dürfen.

AugsburgBlog Suche
Da ich gern mit Google-Tools spiele, habe ich gleich mal eine kleine Suche erstellt: Die AugsburgBlog Suche. Wie der Name schon sagt, tauchen hier die altbekannten Augsburger Blogs auf. Derzeit sind BlogCha, Car2, Augsblog, Buchstaben in Bewegung, Sistaweb, Blogsburg, YouBitch und mein Blog in der Suche vertreten. Das passende Suchplugin für Firefox habe ich auch schon gebastelt.

Das Firefoxplugin
Das Firefox-Plugin in Aktion

Ich finde diese spezielle „Augsburger Suche“ sehr praktisch, wenn ich mal schnell einen Beitrag in meinen Nachbarblogs suche. Wer das Plugin nutzen will, einfach hier klicken und die Suche wir automatisch in Firefox integrieren. Wer noch Blogs kennt, die da unbedingt mit rein müssen, immer her damit.

Ob die Welt diese Suche wirklich braucht, sei dahingestellt, ich finde sie eine nette und vor allem nützliche Idee, um mein Chaos beim Bloglesen zu minimieren.

Nachtrag: Basti von Bastie’s Blog erklärt übrigens hier, wie man die AugsburgBlog Suche in den feinen Browser Opera integriert. Damit gibt’s keine Ausrede mehr, die Suche nicht zu haben. Außer man nutzt den Internet Explorer, was allerdings nicht wirklich eine Ausrede ist :)

Es geht die Mär, dass Ernest Hemingway einst gebeten wurde eine Geschichte mit nur sechs Wörtern zu schreiben. Der alte Haudegen lies sich da natürlich nicht Lumpen und er schuf sein, nach eigenen Worten, bestes Werk:

For sale: baby shoes, never used.

Das sitzt, eine wirklich klasse Story, die sehr viel Raum für eine eigene Interpretation lässt. Vor meinem inneren Auge läuft eine ganze Geschichte ab, geprägt von Schmerz, Verlust und Trauer.

Das amerikanische Wired-Magazin rief verschiedene Autoren und andere Prominente auf solche SixWord-Storys zu schreiben. Herausgekommen sind teilweise recht amüsante, aber auch nachdenkliche Sätze. Einige sehr gute, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Failed SAT. Lost scholarship. Invented rocket.
- William Shatner

Three to Iraq. One came back.
- Graeme Gibson

Dinosaurs return. Want their oil back.
- David Brin

With bloody hands, I say good-bye.
- Frank Miller

Help! Trapped in a text adventure!
- Marc Laidlaw

Das Wired-Magazin hat sich dann auch mächtig ins Zeug gelegt und die Geschichten gleich von 5 Designern visualisieren lassen. Herausgekommen sind mehr oder weniger schöne Grafiken, die hier bewundert werden können.

Ich finde das ist eine interessante Idee, leichter als Haikus und schwerer als SMS-Gedichte. Meinen großartiger und gesellschaftskritischer ersten Versuch ist gleichzeitig der Titel dieses Eintrags, viel Spaß beim Lesen :)

Es gibt Menschen an der Universität, die sind einfach dreist. Da gibt es doch Studierende, die Hausarbeiten unverändert bei unterschiedlichen Seminaren abgeben. Noch dreister sind sie, wenn sie die Arbeit dann noch zu großen Teilen aus dem Internet übernommen haben. Als gewissenhafter Student mach ich so etwas selbstverständlich nicht! Schließlich will ich was lernen und nicht nur Studenten-Partys feiern.

So ganz unfehlbar bin ich aber natürlich auch nicht. Es gibt sicherlich Leute, die behaupten werden es wäre dreist in der Mensa sein Tablett nicht ordnungsgemäß wegzuräumen. Das ist mir z.B. schon ein oder zweimal „aus Versehen“ passiert. Bei all der Hektik wird man mir das aber sicherlich nachsehen.

Dreist ist es Seminare oder Vorlesungen zu belegen, einfach nicht hinzugehen und trotzdem die Klausuren und Hausarbeiten zu schreiben. Darf man nicht, macht man aber. Wird ja beim europäischen Parlament auch so gehandhabt, nur bekommen die dafür Geld-Scheine.

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe das als Student so zu handhaben. Einerseits könnte man es aus Faulheit machen, das ist dann wirklich dreist oder aber man macht es, weil die Terminlage es nicht anders zulässt. Dennoch ist es immer die Schuld des Studierenden, faul und träge, wie sie nun mal sind.
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So ein Bürojob kann schon ziemlich langweilig werden, immer nur derselbe doofe Computer auf demselben doofen Tisch und ein vertrockneter Gummibaum in der Ecke. Vor Langeweile schickt man dann meistens irgendwelche dummen Ketten-E-Mails durch die Gegend oder postet dummes Zeug in sein Blog.

Was aber für kreative Potenziale in den Büros dieser Welt liegen zeigen die Büroausstatter Viking und M3 in wirklich witziger und eindrucksvoller Weise. Bei Viking’s Stationery Movies werden mit ganz normalen Büroutensilien wie Post-It, Tesafilm, Scheren, Lochern oder Stiften bekannte Filme hinter teilweise recht abgefahrenen Bilderrätseln versteckt. Mein Favorit ist übrigens das hier:

Viking Bilderrätsel

Inzwischen haben Stephan, der mir das Rätsel geschickt hat und ich 19 der 20 Bilderrätsel erraten, aber wir kommen einfach nicht auf den Film der mit dem Lautstärkenregler (8. Pärchen) gemeint ist. Wir sind für alle Vorschläge offen und nein wir wollen keine Schummeleien!

Im übrigen ist mir bekannt, dass ich gerade Werbung für Büroartikelhersteller gemacht habe, aber so ist das mit Viral Marketing

Für die Lösung einfach auf weiterlesen klicken.
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Da feiern ihn seine Fans bei jedem Rennen, halten zu ihm bis zum Ende und dann erzählt Schumacher so was:

“Vermissen werde ich sicher die vielen schönen und schlechten Momente in der Formel 1. Dazu gehören sicher auch die Fans, die mich immer unterstützt haben.”

gefunden bei sport1.de

So schlecht sind seine Fans ja nun auch wieder nicht oder? Aber gut, verzeihen wir ihm diesen kleinen grammatikalischen Fehler, ich mach ja hier im Blog auch genug :D

Ich wünsch dem Michael einen schöne Zeit als Rentner!

Ich weiß nicht, wie ich es immer mit schlafwandlerischer Sicherheit schaffe, die tollsten Sachen zu verpassen. Vor ein paar Monaten erfuhr ich erst im Nachhinein von dem kostenlosen Festival mit „The Thermals“ und „David & the Citizens“, worüber ich mich grün und blau ärgerte.

Kaum hab ich wieder meine normale Farbe angenommen kommt schon das nächste Unglück um die Ecke. Ich hab doch tatsächlich verpasst, mir Karten für The Killers zu sichern! Genauer: Karten für The Killers in Huxley´s Neue Welt am 4. November.

Da schaut man regelmäßig in die verschiedenen Veranstaltungskalender und trotzdem schafft man es nicht, sich Karten zu sichern. Ich bin schon wieder ganz grün und blau. Ich will dahin und zwar nach Berlin! Nur dort kann ich nämlich zusammen mit meiner Freundin hingehen und die ist ein weit größerer Killers-Fan als ich.

Die einzigen Karten, die es noch gibt, sind für das Konzert in München. Was leben da für Menschen, dass es noch Karten gibt?! Sei’s drum, nach München kann meine Freundin unter der Woche nicht fahren und ich will nicht mal daran denken dort allein hinzufahren. Was ich mir dann wieder anhören könnte! Tod und Verderben sag ich da nur!

Wenn jemand meiner Millionen Leser Karten hat für das Killerskonzert in Berlin, soll er mir die unverzüglich schicken, ich erwähne ihn auch namentlich an dieser Stelle und in meinen Memoiren. NAMENTLICH! Ihr wisst, was das heißt: Nie endender Ruhm!

Manchmal, wenn man wirklich brav war und immer fein seine Suppe ausgelöffelt hat, dann fällt Ostern und Weihnachten auf einen Tag. Bei uns im 34er Wohnblock des Schwaben Centers geschieht das sogar zwei Mal im Jahr, ohne das jemand brav sein musste – dann nämlich wenn der Sperrmüll abgeholt wird.

Da tummeln sich dann schon früh am Morgen des Tages vorm heiligen Sperrmüll Jung und Alt gemeinsam auf dem Parkplatz vorm Haus. Da wo von jeher der Wohlstandsmüll aus unserem Haus gelagert wird – eine Tradition die verbindet. Fein säuberlich wird zu dieser feierlichen Zeit einer unserer drei Aufzüge liebevoll verpackt – mit Schutzummantelung, damit er keinen Schaden nimmt. Bei den ganzen Möbeln und Kram, der in den Lift gezwängt wird, geht man bei der Hausverwaltung lieber auf Nummer sicher.

Wenn ich am Nachmittag nach Hause komme, steht dann schon eine kleine Menschentraube zwischen den Sperrmüll und durchsucht eifrig die alten Schränke, Polstermöbel und Tischchen nach Nützlichem. Meistens gibt es dann auch einen Sprecher, der die müllabladenden Anwohner einweist, wo sie denn ihre alten Küchenschränke hinzustellen haben. Ordnung muss sein, selbst wenn dieser Einweiser gar nicht im Haus wohnt und nur zufällig rumsteht, weil er eine Kommode sucht.
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Ich hab nun überhaupt nichts gegen Kücken, Frischlinge und die anderen kleinen Kerle. Ich find die ja ganz nett und ich war ja auch so einer, damals noch ganz frisch an der Uni. Aber irgendwie wird es doch jedes Semester schlimmer.

Kaum ist wieder ein Schwung Erstsemester auf die heiligen Wiesen der Augsburger Uni gelandet, steht ihnen die Verwirrung auf den Kopf geschrieben. Es ist als würden sie riesige Fahne mit der Aufschrift ich bin neu hier schwenken, man sieht ihnen die Planlosigkeit einfach an. So laufen dann manche schon mal mit dem aufgeschlagenen Vorlesungsverzeichnis umher, weil da so ein schöner Geländeplan drin ist. Rempeln dabei jedemenge Leute an und fliegen fast in den Ententeich. Dabei könnte man doch einfach mal fragen, wo was ist. Ich bin da ja nicht so und hab der jungen Dame mal gezeigt, wie der junge Hase läuft – wenn dieser sich auf dem Campus auskennen würde. Dabei ist die Zentralbibliothek (ihr Ziel) nicht zu übersehen, aber so geht’s jedem die ersten Tage.
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