
Foto von Drift Words über Flickr
Ich wünsche allen Freunden, Familienmitgliedern und Lesern einen guten Rutsch ins und vor allem ein tolles neues Jahr 2007. Auch wenn’s die erste Zeit wieder schwer wird für uns beim Schreiben des Datums.
31.
Dezember
2006

Ich wünsche allen Freunden, Familienmitgliedern und Lesern einen guten Rutsch ins und vor allem ein tolles neues Jahr 2007. Auch wenn’s die erste Zeit wieder schwer wird für uns beim Schreiben des Datums.
30.
Dezember
2006
Ein alljährliches Ritual zu Silvester stellen die Einkäufe der alkoholischen Partyhilfsmittel dar. Auch in diesem Jahr führte der Weg für diese immens wichtige Vorbereitung zum Supermarkt um die Ecke.
Der Einkauf gestaltet sich recht einfach: hier ein Kästchen, da ein Fläschchen und von den Tüten da auch noch ein paar. Der überquellende Einkaufswagen rattert unter gemeinsamer Anstrengung zur Kasse. Doch wie erwartet, stellt die Wartezeit an derselbigen den größten Zeitfaktor beim Shoppen dar. Denn aus unerfindlichen Gründen decken sich die Leute derzeit mit allerlei seltsamen Gegenständen ein, die Fragezeichen auf meiner Stirn hinterlassen.
Zwei Wagen vor uns steht ein älteres, eindeutig augsburgerisches Ehepaar. Ihr Einkaufswagen ist randvoll mit Toilettenpapier. Wobei randvoll nicht nur einen vollgepackten Korb umfasst sondern auch die Getränkeablage unterhalb des Korbes. Ein anderes Paar legt ohne mit der Wimper zu Zucken ca. 20 großen Shampoo-Flaschen aufs Kassenband.
Höchst befremdlich dieses Verhalten, selbst mit dem Wissen um die Mehrwertsteuererhöhung am 1. Januar. Hier geht’s schließlich wirklich nur um Centbeträge. Gut, Kleinvieh macht auch Mist und wer den Cent nicht ehrt, ist den Euro nicht wert. Ich finde es insgesamt etwas übertrieben, aber ich kaufe auch nur das Billig-Toilettenpapier von Aldi…
29.
Dezember
2006
Das Jahr neigt sich verdächtig dem Ende entgegen, es wird also Zeit für einen verklärten Blick zurück auf die letzten 12 Monate. Zu diesem Zwecke fand ich es ganz charmant, wie das die E-Heldin gelöst bzw. kopiert hat. 27 Kurze Fragen und ebenso kurze Antworten zum Jahr 2006. Leichter zu schreiben für mich und leichter zu lesen für euch.
Also vorhang auf für meinen persönlichen Jahresrückblick 2006!
weiterlesen…
24.
Dezember
2006
Draußen ist es kalt, das sehe ich ohne Thermometer. Über den Dächern der Stadt steigen nämlich kleine weiße Rauchfahnen aus den Schornsteinen. Es soll ja auch wohlig warm sein, an diesem 24. Dezember. Und auch bei mir brennen die 4 Kerzen des Adventskranzes und verbreiten einen kleinen Hauch von Wärme.
Die Geschenke sind alle verpackt, der Hunger wird bis zum Festmahl am Abend unterdrückt und pflichtschuldig werden von der Couch aus einige Verwandtschafts-Anrufe getätigt. Im Fernsehen läuft natürlich ein Märchen, wann darf man die schon ohne dumme Kommentare von Brüdern und Freunden gucken? Nebenbei versuch ich verzweifelt herauszufinden, wann “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” kommt, ein Märchen das grundsätzlich in der Familie geguckt werden muss. Denn Weihnachten bedeutet nicht nur Geschenke und besinnliche Stunden mit der Familie, es bedeutet vor allen Dingen Tradition.
In einer Zeit in der Tradition keinen sonderlich hohen Stellenwert mehr besitzt, finde ich es doch schön, etwas Festes zu haben an so einen Tag. Nein, ich werde nicht in die Kirche gehen, ein Alibi-Christ bin ich nun wirklich nicht. Aber für die einen ist das Tradition und für die anderen “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel”. Die einen Essen Kartoffelsalat mit Würstchen, die anderen schon einen schönen fettigen Braten. Die einen beschenken sich selbst, die anderen die Familie. Hauptsache es gibt etwas, was sich nicht verändert, worauf man sich das über Jahr verlassen kann. Ein Anker am Ende eines Jahres, an dem man sich kurz festhalten kann, in diesen stürmischen Zeiten.
Wie dem auch sei: Ich wünsche meinen Lesern, meinen Freunden, meinen Brüdern und Verwandten und geliebten Menschen ein besinnliches und fröhliches Weihnachtsfest.

24.
Dezember
2006

Tja, schee war’s. Wie immer halt. Das letzte Augsburger Bloggertreffen verlief ähnlich amüsant, nur war es da noch etwas wärmer. So standen wir gestern bei der Augsburger Blogger Weihnacht in der wohlig-warmen Menschenmenge und schlurften behutsam unseren Glühwein und von der etwas eisigen Kälte war nicht viel zu spüren.
Als ich gegen 18 Uhr am Christikindlesmarkt eintraf, war natürlich der Erste, der mir über den Weg lief Chris – wird langsam zu einer Tradition. Kurze Zeit später schneiten dann auch die beiden Heldinnen und Rube ein und verbreiteten erstmal gute Laune, wie man das halt auch gewohnt ist.
Jetzt fehlten nur noch die drei Blogsburger. Alles Ausschauhalten nach der angekündigten Cordjacke half nichts, keiner war zu sehen oder wir wahren einfach von Blindheit geschlagen. Also deckten wir uns erstmal mit lecker Engelspunsch ein, der mir wirklich gut gemundet hat. Danke Chris für den Hinweis
Mit etwas Warmen in der Hand trafen wir dann auch endlich auf die lang gesuchten Blogsburger und endlich konnte geratscht (sagt man doch so?) werden. Es gab sehr interessante Geschichten und es war wirklich toll alle im Real Live und nicht nur in Second Life zu sehen.
Tatsächlich sah ich dann auch das erste Mal das Engelsspiel, des Augsburger Christkindlesmarkt. Etwas befremdlich das Ganze erinnerte das Ganze doch zurecht an Shaun of the Death, wie Jutta anmerkte.
Nach sensationellen Enthüllungen über Chris’ (noch-)Wohnung und einem weiteren alkoholischen Getränk war’s dann Zeit aufzubrechen. Zwei Stunden, die wie im Flug vergangen sind und wirklich sehr spaßig waren.
Ein paar Fotos findet ihr bei den Heldinnen, meine sind leider wie immer verwackelt
Ich freu mich auf jeden Fall auf das nächste Treffen, dann aber irgendwo, wo es warm ist.
Vielen Dank an alle Beteiligten, für den amüsanten Abend.
20.
Dezember
2006
Via Norman hab ich eine Seite entdeckt, die ich unbedingt weiterempfehlen muss. Auf ahoi polloi erscheint so ziemlich jeden Tag eine Karikatur zum Tagesgeschehen. Über etwas Philosophisches, Politisches, über Männer und Frauen oder einfach irgendetwas, was dem Zeichner gerade so durch den Kopf geht.
Zum Brüllen komisch und manchmal sogar extrem philosophisch. Wirklich ein geniales Konzept noch genialer umgesetzt und letztlich der Beweis, dass man nicht gut zeichnen muss, um zu überzeugen. Das soll jetzt keine Beleidigung sein, es hat seine Gründe warum ich hier z.B. keine Bilder von mir veröffentliche. Aber der Stil ist hier ein Teil der Kür und der ist schlicht, aber genial komisch.

Für mich ab sofort ein täglicher Pflichtbesuch!
19.
Dezember
2006

Fleißig, fleißig der kleine Wichtel. Heute lag mein Blog-Wichtel-Geschenk sauber verpackt im Briefkasten. Sehr sauber sogar. In großen Lettern strahlte mich nämlich amazon.de auf einen Brief an.
Zuerst dachte ich, ich hätte irgendeine Rechnung nicht bezahlt, aber ein kurzer Blick hinein genügte: Es ist ein Gutschein! Die Freude steigerte sich noch, als ich den Wert des Scheins erblickte: 30 (in Worten DREISSIG!) ganze Euro für mich zur freien Verfügung auf Amazon.
Viel zu viel lieber Mimo! Aber ich freu mich riesig, stand ich doch die letzten Tage immer wie vor einem vollgepackten Schaufenster auf der Amazon-Seite und dachte mir, wie schön es doch wäre mal ein bisschen Geld auszugeben. Mit dreißig Euro kann ich mir jetzt einen schönen Einkaufsbummel leisten.
Trotzdem ist das viel zu viel werter Herr! Freuen tu’ ich mich trotzdem wie ein Schneekönig, fehlt nur noch der Schnee…
18.
Dezember
2006
Ja, Frauen kennen das Problem, Männer eher weniger: Der Weg zu einem guten Friseur, der einen versteht und der die Haare auch so hinbekommt, wie man das gerne haben will, ist lang, steinig und von vielen Enttäuschungen geprägt.
Die Erkenntnis wird nie jemand machen, der die Standard-Kurzschnittfrisuren haben möchte, so viel ist klar. Sobald die Haare aber mal etwas länger sein sollen, wird es schon schwieriger. Am Ende kommt dann meist eine experimentelle Lösung zwischen Kurz- und Langhaarfrisur raus, welche eher nach „zu kurz“ tendiert und fast immer total scheiße aussehen.
Heut geriet ich an einen in würde ergrauten Friseur Ende 50. Er machte einen durchaus erfahrenen Eindruck und sah so aus, als hätte er die 70er Jahre, also DIE Zeit der Langhaarfrisuren auch schon dem Friseur-Handwerk gefrönt.
Nach genauen Instruktionen meinerseits ging er dann auch gleich sehr energisch zu Werke. Doch die kurze Pause nach dem ersten Schnitt zerstörte schon die Illusion der Kompetenz, die ihn umgab. Er hatte nämlich definitiv zu viel abgeschnitten. Eine Bemerkung meinerseits ward zwar nicht gern gehört, aber mit einem kaum merklichen Nicken zur Kenntnis genommen. Nach dem kurzen Zögern ging er dann aber gleich noch energischer an die Arbeit, um verlorenen Boden wieder gut zu machen. Zu kurz ist aber immer zu kurz.
Am Ende hatte sah ich meinem Peiniger irgendwie verdächtig ähnlich, außer die grauen Haare natürlich. Sein Lieblingsschnitt an mir verwirklicht – toller Abend für ihn. Ich fühl mich derzeit etwas unwohl und nackt auf dem Kopf.
Die Erkenntnis, dass ich mir vielleicht dann doch einen neuen Friseur-Salon suchen sollte, schwelt inzwischen sehr stark in mir. Für jemanden, der sich sonst eigentlich überhaupt nicht groß um seine Haare schert, ist das schon ein gewaltiger Schritt! Naja, jetzt lass ich sie erst mal wieder wachsen und bin froh, dass ich überhaupt noch Haare habe.
17.
Dezember
2006
Ich hab ja selten etwas gewonnen und schon gar keine Auszeichnungen. Selbst die Ehrenurkunde bei den Bundesjugendspielen blieb mir immer verwehrt. Dieses Jahr allerdings konnte ich mich endlich durchsetzen, sogar gegen klangvolle Namen wie Mahmud Ahmadinedschad, Papst Benedikt XVI, Sacha Baron Cohen oder George Bush.
Die Times kürte, völlig zurecht, mich zur Person des Jahres. Nun gut, ich muss zugeben sie haben unter anderem mich ausgezeichnet. Denn das Jahr 2006 stand ganz im Zeichen von user-generated content. Sei es das Hochladen von Videos auf YouTube, von Fotos auf Flickr oder das Pflegen eines kleinen Blogs. Wir die User haben das Gesicht des Internets völlig verändert. Dem trägt die Times Rechnung und ernennt uns „Web-Zwei-Nuller-Typen“ zur Person des Jahres 2006.
Recht haben sie: In diesem Jahr waren es häufig Blogs, die als Erstes über bestimmte Themen berichteten, denn Blogschreiber sind meist näher dran als Journalisten. YouTube hat einen wahren Boom von Clip-Shows im Fernsehn ausgelöst und wurde dieses Jahr wahrscheinlich häufiger im Fernsehn erwähnt als der Papst. Hinter den Inhalten stehen (fast immer) ganz normale Typen.
Dass die Blogsphäre inzwischen sehr selbstbewusst und sich ihrer Macht bewusst ist, wird für die Zukunft das spannendste Thema im Web sein. Denn wir alle wissen Macht korrumpiert und das „einkaufen“ von A-List-Bloggern ist ja schon im vollem Gange. So schreibt Lev Grossman auch folgerichtig im Times-Leitartikel:
Web 2.0 is a massive social experiment, and like any experiment worth trying, it could fail.
Das interessiert mich jetzt aber erst mal nicht, ich möchte wissen, wo ich meine Urkunde herbekomme…
15.
Dezember
2006

Mein Wichtelgeschenk geht heute noch auf die Reise zu seinem neuen Besitzer. Ich entschuldige mich gleich mal im Voraus für die dilettantische Verpackung – früher konnte ich das besser. Vielleicht liegt es aber auch an meiner eingestaubten Tesa-Rolle.
Ich hoffe mein Präsent gefällt dem Empfänger, mir würde es jedenfalls gefallen. Aber wir werden es ja sehen.