Dezember 2006


Über den Dächern von Augsburg strahlt es grün, wie Martin schon vor ein paar Wochen in seinem Blog verkündete. Damals hatte er sich der WiFi-Community Fon angeschlossen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, möglichst flächendeckend Hotspots für Internetzugänge anzubieten (weitere Infos hier).

Gestern bekam ich endlich nach 6 Wochen meinen bestellten, damals noch kostenlosen, Fon-Router. “Die Installation war total simpel” meinte Martin damals. Von wegen! Das einzig Einfache war bei mir das Auspacken.

Fon-Hotspot

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Departed – Unter Feinden (USA 2006)
Regie:
Martin Scorsese
Drehbuch:
William Monahan
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson
Länge: 151 Minuten< ?php votio_ballot_box(); ?>

Martin Scorsese ist ein unglaublich vielseitiger Filmemacher. Er drehte historische Liebesfilme, Musicals, Komödien, Bio-Pics über Howard Hughes und den Dalai Lama. Aber richtig zu Höchstform läuft er aber nur in Mafia-Filmen auf. So ist sein neuester Mafia-Film Departed wieder das, was seine letzten Filme nicht waren: hartes, schonungsloses Kino mit Tiefgang.

In dem Thriller geht es um zwei junge Polizisten, beide frisch von der Akademie, deren Schicksale miteinander verbunden sind. Billy Costigan (Leonardo DiCaprio) wird wegen seiner kriminellen Vergangenheit bei Gangsterboss Frank Costello (Jack Nicholson) eingeschleust, um ihn zu bespitzeln.
Der andere, Colin Sullivan (Matt Damon), steigt wegen seiner makellosen Akte schnell bei der Polizei auf. Doch ist er, von klein auf durch Costello gefördert, ein Spitzel des Gangsterbosses. Keiner scheint das zu sein, was in seiner Akte steht.
Als in beiden Parteien bekannt wird, dass es einen Spitzel in ihren Reihen gibt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, jeder möchte den anderen zuerst auffliegen lassen.
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Es schneit tatsächlich in Augsburg, sollte dies die Wende in den bis jetzt verkorksten Winter sein? Ich bleibe natürlich für sie dran und hoffe, dass der Schnee auch irgendwann mal liegen bleibt. Derzeit sieht es eher danach aus, das es bald wieder regnet.

to be continued…

Fast hätte es ja geklappt, als ich heut Mittag im Toys ‘R’ us war, gab es sie tatsächlich noch. Hätte ich zu dem Zeitpunkt zugeschlagen, wäre ich auf dieses Wochenende wohl um die 150-200 Euro reicher gewesen. Aber ich zögerte noch und später waren alle ausverkauft. Wovon ich rede? Von Nintendos neuer Spielkonsole Wii natürlich.

Die wurde heute in Deutschland veröffentlicht und war binnen kürzester Zeit in fast allen Läden ausverkauft. Kein Wunder, ist sie doch mit 249 Euro UVP nicht nur erschwinglich sondern durch ihre besondere Steuerung extrem innovativ. Gespielt wird nämlich mit einer Art Fernbedienung, welche Bewegungen, die mit ihr gemacht werden, direkt ins Spiel überträgt. So wird der Controller beim Tennis spielen wie ein Schläger gehalten und bewegt.

Dass der Rest der Konsole technisch eher veraltet ist, tut der Begeisterung für die Wii keinen Abbruch, ähnlich wie in Amerika und Japan, wird das Gerät wohl schon am Erscheinungstag allerorten ausverkauft sein.

Und da wo eine große Nachfrage besteht, steigen auch die Preise. Derzeit wechselt bei eBay ein Wii für etwa 400 Euro den Besitzer. Der Höchstpreis, den ich auch selbst gesehen habe, lag bei 488 Euro. Inzwischen sinken die Preise schon wieder. Trotzdem ist dieser Hype wenig nachvollziehbar, hatte Nintendo doch schon im Vorfeld angekündigt, schnell für Nachschub zu sorgen und bis Ende des Jahres weltweit 4 Millionen Geräte zu verkaufen.

Da bei mir Geld immer knapp ist, wäre das eine gute Möglichkeit gewesen, ohne viel Aufwand ein paar Euro einzustreichen. Gern hätt ich solche Fanatiker abgezogen, die es erst nicht für nötig halten eine Konsole vorzubestellen und dann für teuer Geld ihr Ego damit auffrischen wollen, als Erster ein Wii zu besitzen. Leider waren beim zweiten Besuch im Spielwarengeschäft schon alle Geräte ausverkauft.

Aber vielleicht kauf ich mir stattdessen online ein paar Tchibo-Bahntickets, die gehen ja bei eBay auch schon weg wie warme Semmeln. Irgendwie muss ich ja das Geld für die Weihnachtsgeschenke zusammenbekommen…

Neulich beim Aufzugfahren: Drei Fahrgäste drängeln sich in die Kabine. Eine Frau Ende 50, ein stockbesoffener Mann und ich.

Der lallende Typ freut sich, dass wir ihn die Lifttür aufgehalten und auf ihn gewartet haben. „Wir sind ja da nicht so“, meint die Frau „wir sind ja höflich. Das gibt’s ja nicht mehr so oft.“ Der Angesprochene erwidert stockend: „Ja, vor allem in dem Haus hier.“ Mir ist natürlich klar, wen er damit meint: Ausländer. Hier im Schwaben Center wohnen so ziemlich alle Nationen: Araber, Türken, Russen, Polen und natürlich Deutsche.

Und mit den besten Deutschen scheine ich mir gerade den Aufzug zu teilen. Jedenfalls, wenn es nach ihnen geht: „Es grüßen ja nicht mal alle, unmöglich!“, greint die solariumgebräunte Dame. Dem dicklichen rotbackigen Mann fällt es dabei schwer gerade zu stehen, aber er nickt zustimmend. Wir halten im siebten Stock, ein Rollstuhlfahrer will mit in den Lift. Auch er sieht nicht gerade nüchtern aus, aber ist ein Deutscher, also wird er freundlich begrüßt – jedenfalls von der Frau. Der betrunkene Dickwanst versucht sich an die Wand zu pressen, anstatt den Weg frei zu machen. „Fahren sie mir ruhig über die Füße“, lallt er.
Irgendwie zwängt der Rollstuhlfahrer sich rein und wir können weiter fahren.

Eine Etage, um genau zu sein, da wohn ich nämlich. Ich zwänge mich an den Betrunkenen vorbei, die natürlich keine Anstalten machen mich irgendwie vorbeizulassen. Sie stehen einfach da, glotzen blöd und stinken vor sich hin. Höflich wie ich bin, verabschiede ich mich freundlich. Zurück grüßt natürlich nur die Frau, die anderen beiden scheinen nicht zu wissen, wo sie gerade sind und wer da gesprochen hat.

Erstaunlich wie asozial sich manche Deutschen aufführen und sich dann immer noch erdreisten zu meinen sie seinen besser als andere.

Der Nikolaus war da und er warf mir ein tolles Geschenk der Uni Augsburg in den Briefkasten: „Informationen zu den Studienbeiträgen ab dem Sommersemester 2007“.

Endlich die offizielle Bestätigung in schriftlicher Form! Ich bin begeistert, lässt mir die Uni doch Zeit bis Ende Februar meine 500 Euro Studiengebühren zu bezahlen. Die sonst üblichen 123 Euro für Studentenwerk, Semesterticket und „Verwaltungskosten“ müssen aber wie immer am 31. Januar überwiesen sein.

Da kann ich den Februar also noch richtig (An-)Schaffen gehen, um das Geld zusammenzuklauben. Oder ich werde zum Superstudenten, denn bei herausragenden Studienleistungen oder besonderem Engagement an der Uni Augsburg wird man von den Beiträgen befreit.

Ich glaub aber es ist sinnvoller Arbeiten zu gehen…

Schwitzen und erschöpft bin ich gerade nach Hause gekommen, aber immerhin in 10 Minuten von Murphys Law nach Hause. Warum eigentlich schwitzend?

Nach dem Trauerspiel Barca gegen Bremen machen wir uns auf den Heimweg. Beim hinausgehen will ich mich mit Schal und Handschuhen warm einpacken, schließlich ist es schon Dezember. Doch als ich aus dem Pub auf die Straße stolpere, werde ich fast erschlagen, nach zwei Schritten zum Fahrrad schwitze ich schon wie ein Spanferkel in meiner Winterjacke.

Was zum Teufel ist denn hier los? Ich will bei Eiseskälte durch die Nacht fahren, immer schneller und schneller in Vorfreude auf mein warmes Bettchen. Was gibt es stattdessen? 9 Grad und Windstille! N-E-U-N Grad Celsius!!

Ich liebe den Winter, aber nur wenn er kalt ist. Es muss ja nicht mal schneien, aber ich brauche Minusgrade!! Zum Wochenende soll es tatsächlich kälter werden, ich bin sehr gespannt. Ich hab keine Lust mehr zu schwitzen, dafür gibt’s den Sommer.

Tausende rote Lichter spiegeln sich in der regennassen Straße. Es wirkt wie ein gewaltiger Trauermarsch. Anstelle von Kerzen leuchten aber die Bremslichter der Autofahrer in der Dämmerung. Ein Mensch ist gestorben, nur ein paar Meter weiter. Ein Motorradfahrer. Unachtsam fuhr ein PKW von der Busspur zurück auf die Straße, nahm dem Motorradfahrer somit die Vorfahrt und dieser musste ausweichen – auf die Gegenfahrbahn. Dort, im Gegenverkehr gab es dann keine Ausweichmöglichkeiten mehr führ ihn. Er starb noch an der Unfallstelle. Die Friedberger-Straße, auf der sich alles abspielte, wurde komplett gesperrt und jetzt staut sich der Berufsverkehr ins Unermessliche.

Unheimliche Bilder in der Dämmerung, mit all den Lichtern. Ich versuche mir vorzustellen, wie es den Angehörigen geht und kann es nicht, nicht mal ansatzweise. Wer kann das schon, wer will das schon.

Ein seltsamer Morgen. Ich kann nicht mehr aus dem Fenster sehen. Die aufgehende Sonne mit ihrem Versprechen auf einen neuen Tag wirkt wie Hohn, wenn davor das Blaulicht der Polizei und der Notärzte blitzt. Im Westen ziehen aber schon die Regenwolken auf, auch das Wetter trauert.

Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen.

Nach einem sehr anstrengenden Fußballnachmittag liege ich völlig zerstört in der Badewanne, lecke meine Wunden und sinniere über das Alter. Eigentlich sollte ich ja derzeit der auf Höhe meiner Schaffenskraft sein, aber irgendwie tut mir nach ein bisschen Sport immer mehr weh, die Augen werden schlechter und ich trinke Tee, um mich nicht zu erkälten.

Früher da war alles anders, da konnte ich noch nächtelang durchrennen und Fußball spielen, glaube ich jedenfalls – die Erinnerung lässt im Alter ja langsam nach. Derzeit bin ich irgendwie zu faul zum Atmen, also liege ich entspannt und versuche wenig Sauerstoff zu verbrauchen. Die Lunge schmerzt – zu wenig Erwärmung denk ich. Meinen Beinen geht’s erstaunlich gut, die waren anscheinend richtig erwärmt.

Wären es nur die körperlichen Wehwehchen, dann könnte ich das auch einfach auf meine unglaublich unsportliche Lebensweise zurückführen. Mit dem Fahrrad zur Uni und ab und an durch die Stadt und einmal in der Woche Fußball – that’s it. Gut das ist schon sportlicher als manch anderer, aber irgendwie schaff ich auch nicht mehr – glaub ich zumindest: Man traut sich im Alter ja körperlich immer weniger zu. Leider sind es nicht nur die Wehwehchen, es sind die typischen Spießeranwandlungen, bei denen ich mich immer wieder ertappe.
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Casino Royal (USA 2006)
Regie:
Martin Campbell
Drehbuch:
Paul Haggis, Neal Purvis, Robert Wade
Darsteller: Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen
Länge: 144 Minuten< ?php votio_ballot_box(); ?>

Es ist alles so wie immer, als James seinen Martini an der Bar bestellt: schwarzes Dinner-Jackett, weißes Hemd und Fliege in noblem Ambiente. Doch wenn er auf die Frage, ob gerührt oder geschüttelt, Seh’ ich so aus, als ob mich das interessiert antwortet, wird klar, es ist einiges anders im neusten Bond-Film. Willkommen in Casino Royal.

Erzählt wird das erste große Abenteuer des berühmtesten Agenten der Filmgeschichte: Seine Berufung zum Doppelnull-Agenten wird in grobkörnigen Schwarzweis-Bildern in den ersten 15 Minuten des Films erzählt. Danach sehen wir sehen einen jungen Heißsporn, der nicht davor zurückschreckt eine Botschaft in Stücke zu schießen und sich nicht um die Konsequenzen zu scheren scheint. Doch genau das bringt ihn auf die Spur von Le Chiffre (Mads Mikkelsen)einen, sagen wir mal, „Finanzdienstleister“. Dieser spekuliert durchaus unorthodox mit Geld von Terroristen an der Börse. Doch diesmal hat er die Rechnung ohne 007 gemacht und plötzlich fehlen Le Chiffre 100 Millionen Dollar. Da das seinen Geldgebern natürlich gar nicht gefällt, veranstaltet das Zahlen- und Pokergenie ein hochdotiertes Pokerturnier. James Bond der zufällig beste Pokerspieler des MI6 ist, wird natürlich angesetzt, um Le Chiffre das Handwerk zu legen.
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