Februar 2007
Monats-Archiv
Der Zahn der Zeit nagt an meinen Knochen, genauer an meinem Fleisch. Das musste ich heute wieder schmerzhaft feststellen. Derzeit liege ich von Schmerzen geplagt auf der Couch.
Dabei hatte heute Morgen alles so gut ausgesehen, wurde ich doch auserkoren erstmalig mit dem Dienstwagen zu einer Pressekonferenz zu düsen. Ein Förderprogramm des Landes Brandenburg wurde präsentiert. Die PK war nicht der Rede wert, aber ich hatte anschließend mein erstes Minister-Interview. Etwas nervös war ich zwar, aber ich hatte ein paar brauchbare Töne gesammelt.
Als der Dienst-Ford wieder in der Tiefgarage verstaut war, unterlief mir der entscheidende Fehler. Ich ließ die Papiere des Wagens fallen und bückte mich ohne ausreichende Erwärmung der Rückenmuskulatur. So fuhr’s mir ins Kreuz – ein Hexenschuss! Der Arbeitstag war gelaufen und ich auf dem Weg zurück nach Hause.
Hier liege ich nun mit einem Wärmepflaster und mir brennt gleich der Rücken weg. Aber was soll ich tun? Diese Probleme hab ich alle viertel Jahre mal wieder. Der Arzt meint dann immer: mehr Sport, am besten Schwimmen, Rückenmuskulatur stärken usw. Insgeheim gebe ich aber der S-Bahn die Schuld, seit Tagen hab ich Rückenschmerzen von diesen unergonomischen Sitzen!
Warum passiert mir das immer, wenn ich den Arsch voll Arbeit habe? Und warum nur werden diese doofen Pflaster immer so heiß?! Selbstmitleid ist schön…
Cashback (UK 2006)
Regie: Sean Ellis
Drehbuch: Sean Ellis
Darsteller: Sean Biggerstaff, Emilia Fox, Sean Higgins
Länge: 109 Minuten< ?php votio_ballot_box(); ?>
Es gibt Filme, die sind so unglaublich unspektakulär und ruhig, dass es eigentlich verwunderlich ist, warum einem gerade diese in Erinnerung bleiben.
Ben Willis (Sean Biggerstaff) hat Zeit, viel Zeit. Nach der Trennung von seiner Freundin wird der Student von Schlaflosigkeit geplagt, seine Gedanken kreisen nur um seine verflossene Liebe. Um sich abzulenken und die schlaflose Zeit sinnvoll zu nutzen, nimmt er einen Job in der Nachtschicht eines Supermarktes an. Dieser wird von skurrilen Mitarbeitern bevölkert, allen voran der egozentrische Boss Jenkins (Stuart Goodwin).
Eines Nachts entdeckt der gelangweilte Ben, dass er aus unerfindlichen Gründen die Zeit anhalten kann. Was tut ein Mensch, der zu viel Zeit hat, mit noch mehr Zeit? Ben bemerkt, dass er trotz seines Übermaßes an Zeit, sein Leben ungenutzt vorüberfließt. Er versucht sein Leben endlich in die Hand zu nehmen.
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Die Straßenumfrage gehört wohl für jeden Praktikanten eines Radiosenders zum täglich Brot. Es ist ein ständiger Kampf gegen flüchtende Passanten und maulfaule Mitbürger – immer auf der Suche nach dem perfekten O-Ton. Da unterhält man sich schon mal 5 Minuten mit einem Rentner über die „gute alte Zeit“. Schließlich könnte er einen passendes Wort fallen lassen.
Dass ebendiese Rentner extrem militant sein können, wird jedem Praktikanten sehr schnell klar. „Mit Leuten wie ihnen red ich nicht!“, ist ein Statement, welches beim ersten Mal schon ganz schön in die Glieder fährt. Kennt der Herr mich etwa? Was hab ich ihn denn getan? „Sie sind ein total beschissener Sender“, wird dann meist noch nachgeschoben und wild gestikulierend auf das Mikrofon mit dem Senderlogo gezeigt. Freundlich verabschiedend zieht man dann besser von dannen, wenn man nicht in eine Wertediskussion verwickelt werden möchte.
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Ein kleines Universitätsprojekt kommt langsam in die Gänge und endlich gibt es die ersten Bilder. Dieses Semester wird in einem Trickfilmseminar im MuK-Studiengang ein Stop-Motion-Film gedreht. Was für eine Arbeit hinter dem Film steckt und wie Bild für Bild ein fantasievoller Animationsfilm ensteht kann jeder Interessierte live mitverfolgen.
Wallace & Gromit meets Wile E. Coyote beschreibt wohl am besten den Kurzfilm Ponanza, der derzeit in einem kleinen Kabuff in der Uni Augsburg entsteht. Nun gibt’s die ersten Bilder vom Wüsten-Set des Films und ich bin jetzt schon traurig, dass ich hier in Berlin rumhänge. Eigentlich wäre ich auch beim Dreh dabei, aber das Praktikum kam dann doch etwas überraschend.
So kann ich nur auf die offizielle Making-Of-Seite surfen oder meine Komilitonen nerven, um auf den neusten Stand zu kommen. Die ersten Bilder, machen jedenfalls Lust auf mehr und begeistern mich restlos. Ich kann es kaum erwarten, erste bewegte Bilder zu sehen.
Irgendwie war ich die letzte Zeit doch recht froh, dass ich nicht viel Zeit zum Fernsehen hatte. Urlaub, Umzug und Praktikum bedeutete die letzten Wochen eigentlich keine Zeit zum entspannten Zappen. Genauer betrachtet ist das aber auch gar nicht so tragisch, denn TV made in Germany ist so unkreativ wie nie. Rest in Peace deutsches Fernsehen?
Eigentlich hatte alles ja so gut ausgesehen, seitdem die Welle der ewig gleichen Telenovelas so langsam abebbte und einige Serien gar furios kenterten. Leider haben die Fernsehsender schon Ersatz gefunden. Anstatt immer wieder gleiche Liebesgeschichten zu reproduzieren, kopieren sie einfach das derzeit erfolgreichste und leider importierte Serienkonzept in Deutschland: CSI.
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Es ist schon witzig, wie sich die Damen und Herren von der Presse so in freier Wildbahn verhalten.
Heute durft ich auf die erste Pressekonferenz meiner Praktikantenkarriere beim Radio – und dann gleich zu Hertha BSC. Zu zweit machten wir Praktikanten uns auf, um die Geschäftsstelle des Fußballclubs aufzusuchen. Überrascht waren wir von dem üppigen Büffet, das für die Sportreporter bereitstand. Lange konnte man sich daran aber eh nicht erfreuen. Wie Bienen fielen plötzlich alle möglichen Journalisten über das Essen her und schon nach kurzer Zeit, war alles in den Mägen der Anwesenden verschwunden.
Die Pressekonferenz war für mich natürlich höchst unterhaltsam, für die anwesenden Reporter eher nicht. Viele Fragen wurden nicht gestellt, nur der Wechsel von Ashkan Dejagah zum VfL Wolfsburg stieß auf reges Interesse. Nach der Konferenz wurden noch einige O-Töne von Dieter Hoeneß geholt und schon gings zurück in die Redaktion. Dort schnell die Aufnahmen ins Redaktionsystem überspielt und schon zur nächsten Pressekonferenz.
Amanda Lear lud die Presse zu der Vernissage ihrer Ausstellung Omnia in der Galerie Friedman-Hahn. Die Disco-Queen der 70er ist nämlich passionierte Malerin und war in ihrer Jugend gar die Muse des großen Salvador Dalí. Überraschend war für mich aber die Lockerheit der Dame, die den Kamerateams mit sichtlichem Stolz ihre Bilder präsentierte. Späßchen machend und gar nicht abgehoben wirbelte sie durch die Gallerie, verfolgt von einen Pulk Kameras und Fotografen.
Wie eine Diva führte sich allerdings die Reporterin vom ZDF auf. Die war etwas sauer, weil die Pressekonferenz nicht nach ihrer Vorstellung lief und alles etwas chaotisch war. Besonders unhöflich waren sie auch: Als der Galerist Friedmann-Hahn das Wort ergriff, schalteten sie demonstrativ ihre Kamera aus. Tjaja, der Boulevard-Journalismus… Wengistens hatten wir unsere O-Töne und konnten uns höflich verabschieden.
Die Bilder sind übrigens echt Klasse, auf der Webseite der Galerie kann man sich die Bilder schon mal ansehen. Ab 20. Februar ist die Austellung dann auch für alle Geöffnet.
Was hab ich also heute gelernt? Presseleute essen gern, sind dann ziemlich gelangweilt und äußerst oberflächlich.
Es war ganz schön ruhig die letzten Tage – leider nur im Blog. Mich zog es nämlich am Wochenende nach Berlin, bzw. ich zog dort hin. Kurzfristig konnte ich vor meinem Urlaub (hab ich den noch gar nicht erwähnt?) letzte Woche noch ein Praktikum beim Berliner Rundfunk ergattern können.
Seit gestern werkele ich nun fleißig beim Radio und bin ziemlich erschlagen von dem ganzen Workflow. Aber ich bin ganz gut dabei, alles zu lernen. Noch laufen mir die Leute bei Straßen-Umfragen in Scharen davon. Das wird noch, meine Praktikanten-Kollegen und natürlich auch die richtigen Redakteure helfen einem immer schön, wenn’s mal irgendwo hakt.
Es ist schon sehr faszinierend zu sehen, wie schnell hier Nachrichten gemacht werden. Vom klingeln des DPA-Eilmeldung bis hin zum fertigen Beitrag mit O-Tönen vergehen da manchmal nur 20 Minuten. Mir macht es jedenfalls ziemlich viel Spaß. Heute gab es sogar Groupies im Foyer des Medien-Zentrums: Nevio, Ex-Superstarkandidat, war zu Gast beim Nachbarsender. Gesehen hab ich ihn allerdings nicht, was mir aber irgendwie nicht sonderlich viel ausgemacht hat.
Leider, leider, hab ich nun viel weniger Zeit meiner Blogger-Leidenschaft nachzugehen. Jeden Tag ein Beitrag zu schreiben, werde ich wohl nicht durchhalten, aber es wird regelmäßig was Neues aus der Berliner Provinz geben.
Ein Kindheitstraum hat sich erfüllt! Als ich noch ein kleiner verträumter Junge war, war es mein größter Wunsch einmal Disney-Zeichner zu werden und Comics für die Mickey Maus oder die Lustigen Taschenbücher zu zeichnen. Trotz intensiver Zeichenübungen und Mickey-Maus-Abo und einer prall gefüllten Lustige-Taschenbücher-Sammlung, hab ich dieses Ziel irgendwann aus den Augen verloren.
Diese Woche jedoch ist mein Wunsch in Erfüllung gegangen: Ich stehe in der Mickey Maus! Es ist zwar kein eigener Comic und es sind auch nur 3 Zeilen, in denen ich gar nicht erwähnt werde, wohl aber das Projekt, an dem ich mitwirken durfte: Detektei Suni & Partner.
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Danke Vereinigte Staaten! Ich finde es sehr schön, dass ihr es geschafft habt, dass wir in Deutschland biometrische Daten auf Reisepässen brauchen. Zwar war der Deutsche Reisepass seit jeher einer der fälschungsichersten Ausweise der Welt, aber wer traut schon den Deutschen?
Also gibt es seit rund einem Jahr den so genannten E-Pass. Indem ist ein kleiner RFID-Chip integriert, der bisher nur das Gesicht als Zahlencode gespeichert hat. Ab November dieses Jahres kommen dann noch zwei Fingerabdrücke hinzu. So kann jetzt jeder Staat, der gerne möchte diese Daten auslesen und speichern, z.B. um Collagen zu erstellen oder einfach nur eine hübsche Datensammlung anlegen.
Es ist zwar ein leidiges Thema, aber ändern kann man da nicht viel, außer seinen E-Pass in die Mikrowelle stecken. Leider wird einem dann die Einreise in viele Länder verwehrt, ich hab aber vor eine Reise zu tun.
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