Es ist einfach erstaunlich, wie es so viele Gewitter an einem Wochenende geben und man trotzdem mehrmals im See baden gehen kann. Das Gute: Es war immer warm. Das Schlechte: Ich war immer nass – mal vom Regen, mal vom Baden.
Über dir ein Dach von dichten Kastanien mit ihren dicken Blättern, unter dir ein knirschendes Kiesbett und dazwischen ein paar Bierbänke und frische Luft, was gibt es Schöneres? Wenn wir eines den Bayern zu verdanken haben, dann dass sei uns den Biergarten geschenkt haben. Ein Neuer hat letzten Samstag (wieder)eröffnet, der Paradiesgarten im Stadtteil Spickel.
Direkt an der Ecke Frischstraße Professor-Steinbacher-Straße gelegen, lag der Biergarten lange Zeit brach. Obwohl er früher ein beliebtes Ausflugsziel gewesen war, trieben Misswirtschaft und letztlich auch die neue Umgehungsstraße die Gaststätte in den Ruin. Seitdem wucherte im Garten das Unkraut und das Gebäude stand leer.
Bis vor kurzem zumindest. Plötzlich kam nämlich wieder Bewegung in den Biergarten: Da wurden Bäume Gestutzt, Kies aufgeschüttet und Bierbänke verteilt. Hier und da noch ein Paar Gebetsfahnen in die Bäume gehängt, den Tresen poliert und Lichterketten verteilt und fertig war ein ansehnlicher Biergarten. Für die Wiederbelebung zeigte sich der Lamm-Klub verantwortlich, die sich damit wohl ein Sommer-Standbein etablieren wollen – was auch zu gelingen scheint. weiterlesen…
Es steht ja außer Frage, dass die Teilbibliothek Sozialwissenschaften der Uni Augsburg der schönste Teil unserer Bibliothek ist. Ein Traum aus Glas, Stahl und Beton, mit Wasser und viel Grün drumherum.
Hochbunker oder Glaspalast: die Qual der Wahl bei sommerlicher Hitze
Innen ist alles ebenso modern: ein luftiges Innenleben, hell erleuchtet und mit viel Platz. Ganz anders also als die dunkle, altmodische Zentral-Bib oder die Teil-Bib für Geisteswissenschaften mit ihren verwinkelten Gängen.
Ich muss in diesen Tage allerdings feststellen, dass diese schöne moderne Bibliothek auch ihre Nachteile hat. Dank kompletter Glasfront ist es nicht nur hell, es ist auch schön warm in den Räumen. Die schwachbrüstige Klimaanlage flüstert zwar vor sich hin, aber wirklich kühl wird es nicht. Fast befürchte ich eine spontane Selbstentzündung der Bücher, wenn ich in meinem eigenen Schweiß badend über den Wälzern brüte.
Für Abhilfe gegen übermäßige Sonne sollen wohl die vollautomatischen Rollladen an den Fenstern sorgen. Leider sind sie nur ein Tropfen auf dem brennendheißen Stein und noch dazu sehr belastend mit ihrem Automatismus. Denn kaum schiebt sich mal eine kleine Wolke in selbstmörderischer Absicht vor die Sonne, rattern die Rollladen nach oben. Strahlt die Sonne wieder, rattern sie wieder nach unten. Ein ständiges hin und her, dass nach dem dritten Mal, dann doch anfängt zu nerven.
Nein, dann sitze ich doch lieber im Hochbunker der Zentralbib im kühlem Dunkel. Schwitzen in der Bib ist schließlich unsozial…
Irgendwie seltsam das aus dem Munde eines weit über 80-Jährigen zu hören. Er sitzt mir gegenüber im Zug und fabuliert, wie es alte Männer einfach können, über das Leben – vor allem seins. Wir – zwei Freunde und ich – hören gespannt zu.
Er erzählt von seinen ersten amourösen Erfahrungen als junger Mann, von seinen Neffen und immer wieder verkündet er, Frauen seien gefährlich. „Nehmt euch in acht! Sie legen Fallstricke aus!“, warnt er uns immer wieder.
Irgendwann fällt der besagte Satz. Jung sein, will er in diesen Zeiten nicht mehr. Seltsam diese „Früher- war- alles-besser“- Mentalität. Sicherlich leben wir in stürmischen Zeiten, viele haben kein Ziel, keine Vorstellung, was später sein wird. Arbeitsplätze werden trotz Aufschwung immer unsicherer, kaum einer kann wirklich darauf bauen, ein Leben lang beim selben Betrieb zu arbeiten.
Aber war es damals denn besser? Mein Großvater hat in meinem Alter Dinge gesehen und erlebt, die ich mir gar nicht vorstellen kann. Krieg, Tot und Schmerz haben tiefe Narben hinterlassen. Wie kann dieser alte Mann vor mir nur behaupten, er würde nie mit uns tauschen wollen?
Irgendwie sieht man die Antwort auf die Frage in seinem Gesicht. Es ist die tiefe Zufriedenheit mit seinem Leben. Er berichtet stolz über seine Erinnerungen, was er erreicht und gesehen hat von der Welt. Er hat nicht nur Gutes im Leben erfahren, aber er hat daraus gelernt. Hat es genutzt, um das Beste aus seiner Zeit zu machen.
Sicherlich ist der Mann, der mir gegenüber sitzt ein ergrauter Macho. Er habe die Frauen durchschaut, meint er immer wieder. Das stört nicht weiter, er sicherlich nicht der Erste, der das behauptet.
Was mir am Ende dennoch imponiert, ist dieser klare, nicht verklärende Blick, mit dem er sein Leben Revue passieren lässt. Diese innere Zufriedenheit, obwohl er dem schrecklichsten Krieg des letzten Jahrhunderts miterlebt hat. Halte dich nicht am Vergangenen auf, lerne daraus, aber blicke dabei in die Zukunft.
Irgendwie hoffe ich in 60 Jahren dann auch im Zug zu sitzen, wenn es die denn noch geben sollte, und ein paar Jugendlichen zu erzählen, was in meinem Leben so passiert ist – mit demselben klaren Blick zurück. Dann sage ich vielleicht auch den Satz, der mich derzeit noch verwirrt: Ich bin froh, heute nicht mehr jung zu sein.
Heidernei, war desch a Daag im Schwabenländle! Schließlich is der VaueefBäää Meischter g’worda! Ich war dabei, mitten im Getümmel auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Es war laut, es war warum, es stank und es war dreckig, aber schön war’s irgendwie trotzdem.
Es ist mal wieder soweit, die neuste Folge von Detektei Suni & Partner steht zum Download bereit. Und wer den Reim gerade nicht gesehen hat, der lese den letzten Satz bitte noch mal.
Zurück zum Thema: Da die Arbeit an der letzten Folge des Kinder-Uni-Hörspiels so viel Spaß gemacht hat, war ich natürlich dieses mal auch wieder am Start. “Die Biberinsel” nimmt sich wieder ein Thema der Kinder-Uni Augsburg und verwurstet zu einen spannenden Kriminalfall à la TKKG oder Die drei Fragezeichen.
In der nun schon dritten Folge geht es um einen Banküberfall, an dem ich durchaus einen kleinen Anteil habe. Zu viel will ich zwar nicht verraten, aber diesmal bin ich ein richtig fieser Typ. Ich hab schon angst demnächst Drohmails von Suni-Fans zu bekommen.
Die Aufnahmen waren wieder ein riesen Spaß und ich werde versuchen auch bei der nächsten Folge dabei zu sein. Ein kleiner Eindruck wie lustig es zuging als wir die Texte eingesprochen haben, erhaltet ihr bei einem Besuch auf Bastis Blog. Dort gibt’s ein paar Outtakes zu hören.
Aber nun die Aufforderung an alle Jungebliebenen da draußen: Hören marsch, marsch!
Groß angekündigt, schnell aufgetaucht. Im Wetterbericht haben sie sich überschlagen mit Warnungen: Böhen, Regen, Weltungergang. Kurzzeitig sah es sogar danach aus. Die gewaltige schwarze Wolke da oben kündigte grausame Zerstörungen an.
Tiefes Grollen, starke Regenschauer und dann – kurz darauf – Sonnenschein als wär nichts gewesen. Wetter ist doof.
Wenn jemand meint: “Ich bin Rentenrin und brauch halt jeden Pfennig Geld”, dann erwartet der normale Mensch eigentlich einen sparsamen und weise wirtschafteten Menschen. In diesem Fall aber, hat die Dame aber nicht nichts besseres zu tun, als bei 9Live- Telefonspielen mitzumachen.
Fernsehn macht doof. Ich bin mir hier allerdings nicht sicher, ob 9Live nun zur Verblödung beiträgt oder die Anrufer nicht schon vorher doof sind. Ich versteh nicht, wie man dort tagtäglich mitmachen kann, nie durchkommt und sich dann noch wundert, warum man eine exorbitante Telefonrechnung hat.
Den logischen Zusammenhang zwischen Telefonrechnung und sinnloser Anruferei ist nicht für jeden nachvollziehbar. Dann gibt man lieber den Sender die Schuld, die könnten einen ja ruhig mal gewinnen lassen oder?
9Live könnte sich auf der anderen Seite überlegen, ob es sich denn wirklich ziemt mit dem Ausnutzen solch schlichter Gemüter Geld zu verdienen. Wer sich tatsächlich so sehr in Schulden stürzt, müsste vor sich selbst geschützt werden. Technisch wäre das sicherlich möglich, aber welcher Sender tut sowas schon? Vor allem wenn er sich nur durch Gewinnspiele finanziert.
Empfehlenswert auch dieser plusminus-Beitrag zum Geschäftsgebaren des Fernsehsender.
“Kein Mensch nimmt guten Rat an, aber jeder nimmt gern Geld; also ist Geld besser als guter Rat.”
Jonathan Swift beschreibt eigentlich recht gut, was mir in den Sinn kommt, wenn ich die Stilblüten sehe, für die meine Studiengebühren so verwendet werden.
Ich war auch schon etwas verwundert, bisher hat sich der Service an der Dienstleistungsuniversität Augsburg tatsächlich gegenüber uns Kunden gebessert. Die Bibliothek ist außer Sonntag bis 24 Uhr geöffnet. Studenten, deren Tag erst um 15 Uhr beginnt, freuen sich drüber.
Was auch auffällt: In den Büros der Dozenten und Professoren sind erstaunlicherweise Menschen anzutreffen, die einen weiterhelfen können und irgendwie scheinen derzeit alle viel entspannter zu seien. Eigentlich fehlt nur noch, dass die Mensa endlich Essen bereitstellt, dann wäre ich glücklich.
Was mich dann doch etwas wundert, ist jedoch der Defibrillator, der seit Neuestem im Hörsaalzentrum hängt. So alt kamen mir die Profs jetzt eigentlich nicht vor. Die Verantwortlichen sehen das wohl etwas anders. Also lieber vorgesorgt.
Vielleicht bereiten sich die Unis auch nur auf die Generation 50plus vor, bei Rentnern ist ja studieren derzeit voll angesagt. Für die sind dann vielleicht auch die neuen Standortpläne an vielen Türen. Das sind zwar nur DIN-A4 Kopien von irgendwelchen Blättern, aber vor den Studienbeiträgen, scheint für so was Simples kein Geld da gewesen zu sein.
Insgesamt geht’s also bergauf mit der Uni, an der ein oder anderen Stelle ist die Universitätsleitung vielleicht doch etwas zu motiviert. Aber ich will nicht meckern, schauen wir mal, wie’s weitergeht.
YoYo. Da denken viele sicherlich erst an den typischen HipHop-Slang, der dort Zustimmung verheißt. Andere denken da vielleicht eher an das alte Spielzeug, das man in den lang zurückliegenden Kindertagen doch öfter mal in Tasche hatte. Wieder andere verbinden mit dem YoYo allerdings tatsächliche eine Sportart.
Davon durfte ich mich heute mit eigenen Augen überzeugen, denn aufgrund einer kleinen Promoaktion eines Buchhändlers weilte einer der besten YoYo-Spieler der Welt im Schwaben Center. Dennis Schleussner ist nicht nur YoYo-Vize-Weltmeister von 2001, er mischt auch bei einigen anderen schrägen Sportarten, wie Sport-Staking (4-facher Weltmeister) oder Dice Staking mit. Was letzteres ist zeigt Schleussner sehr eindrucksvoll in einem kleinen Video.
Becher stapeln und YoYo Schleudern par excellence also. Ich fands jedenfalls ziemlich beeindrucken sowas mal live zu sehen. Vor allem von jemanden, der tatsächlich sein Geld mit solchen artistischen Vorstellungen verdient.
Wer sich selbst ein Bild machen will, der kann sich auch noch morgen im Schwaben Center davon überzeugen. Soweit ich mich erinnere zeigt Dennis Schleussner zu jeder vollen Stunde zwischen 10 und 18 Uhr sein Können. Wer aus irgendwelchen Gründen gar nicht in Augsburg weilt, der kann sich seine tollen Videos auch bei YouTube anschauen.