November 2007


Das muss ja ein rauschendes Fest gewesen sein im Gribl’schen Anwesen als die Entscheidung des Bürgerentscheids zum Königsplatzumbau feststand. So rauschend, dass jetzt die komplette Augsburger CSU am Ausnüchtern und noch nicht wieder ganz bei der Sache ist.

Nur so kann ich mir erklären wie folgende Aussage auf die Webseite des CSU OB-Kandidaten Kurt Gribl gekommen ist:

Alle stimmberechtigten Augsburger haben mit einer Mehrheit von 53,2 Prozent die aktuellen Umbaupläne des Königsplatzes gestoppt.

Da muss doch Alkohol im Spiel sein! Wenn nicht, dann liegt es an einer eklatanten Rechenschwäche oder an kompletten Realitätsverlust, was bei der CSU ja durchaus mal vorkommen kann.

Leider fanden letzten Sonntag nicht mal 24,2% der stimmberechtigten Augsburger den Weg in die Wahlstuben. Selbst großzügig aufgerundet, mit Augen zudrücken und zwei Schnaps intus sind das nicht “alle stimmberechtigten Augsburger”.

Da muss das Griblchen noch viel lernen, wenn er OB werden will. Wir sind ja hier nicht auf dem Dorf, auch wenn’s sich manchmal so anhört.

via Blogsburg

Huch, was ist denn das für ein hochgeistiges Blabla, das ich da gerade lesen musste? Henryk M. Broder, der Superjournalist des Spiegels schreibt über Mario Barth und beginnt seinen Text doch tatsächlich mit:

“Sowohl die Haager Landkriegsordnung von 1899 als auch die Genfer Konvention von 1949 verbieten es, Gefangene zu quälen und zu demütigen. Zivilisten sollen geschont, unnötige Opfer vermieden werden.”

Puh! Das kann ja nicht gut ausgehen für den armen Mario und auch nicht für einen Barth-sympathisierenden Leser, wie mir. Mit diesem Text beginnt sodann auch mein sozialer Abstieg ins Prekariat. Laut Broder sind die Fans des Berliner Comedians nämlich Vokuhila- und Goldkettchenträger und mindestens in einer Reihe mit De Randfichten und Big Brother-Fans zu stellen. Aber eigentlich sei Barth “ein Kollateralschaden der Demokratie”.

Hier geht es übrigens nicht um einen kommunistischen Neo-Nazi-Diktator-Kinderschänder oder noch Schlimmeres, hier geht es um einen eigentlich recht harmlosen Komiker. Der hatte mit teilweise feiner Beobachtungsgabe den Alltag von Pärchen seziert und in herrlich komische Geschichten verpackt. Dank seiner grundsympathischen Art kam das dann auch bei ziemlich vielen Leuten sehr gut an. Unter anderem auch bei mir.

Nun kann man über Mario Barth auch anderer Meinung sein, auch ich kann nicht jeden Komiker leiden. Was einen gestandenen Journalisten aber treiben muss, so ein Geschwurbel vom Start zu lassen und so völlig an der Gesellschaft vorbeizuschreiben, kann ich mir nur schwer erklären. Ein bisschen seltsam mutet es dann allerdings doch an, dass er Barth als Proll-Komiker kritisiert und den Proll-König Dieter Bohlen kürzlich noch mit einer Lobeshymne ehrte.

Schuster bleib bei deinen Leisten möchte man da dem Henryk zurufen! Ich würde mich auch nicht anmaßen einen tiefschürfenden Beitrag über die deutsch-jüdischen Beziehungen zu schreiben. Aber wenn ich es versuchen würde, dann würde sicherlich nicht so ein völlig Inkompetentes: “Wenn das, was Mario Barth macht, Unterhaltung ist, müsste ein Trabbi das erfolgreichste Auto aller Zeiten sein” heraus.

Mein Gott, ich schaue mir tatsächlich auch die Tagesthemen an, zappe mal bei arte vorbei und lese tatsächlich ab und an echte Zeitungen! Aus Papier! So richtig retro halt. Ich hab auch schon Nietzsche gelesen, Goethe, sogar Sachen von Henryk M. Broder und trotzdem kann ich über Mario Barth lachen! Wenn das keine Unterhaltung ist, was bitte dann?!

Jeder der eine Freundin/Frau hat, die Tupper-Dosen im Schrank hat, Möbel wie Bücher durch die Gegend schleppt und sich ständig darüber beklagt, dass Man(n) nie zuhört, der kann einfach über Mario Barth lachen. So schwer ist das doch nicht zu verstehen – oder? Und selbst die Armen Klischee geschädigten Frauen können herzahft über ihn lachen, echt jetzt.

Ich zumindest weiß nun, dass Mario ein neues Programm hat, das ich mir gerne anhöre – auch ohne Goldkettchen – und dass ich Spiegel Online so langsam wirklich nicht mehr besuchen brauche. Von allen schlechten Artikeln die auf Spiegel Online so stehen, steht dieses peinliche Machwerk doch tatsächlich sogar in der Printausgabe. Oh man. Armes Deutschland.

Ich seh schon die Schlagzeile: Der Spiegel – ein Kollateralschaden der Demokratie! Autor Henryk M. Brodeur.

PS: Warum kann ich mich eigentlich nicht so kurz fassen wie z.B. Bodo Wünsch zum Thema?

Augsburg spielt in der ersten Liga! Nicht im Fußball oder in a
Sachen Stadtentwicklung wohl aber beim Christkindlesmarkt. Der Glühmarkt, wie er in Alkoholikerkreisen gerne genannt wird, startete dieses Jahr in Augsburg bereits 4 Tage vor den großen Konkurrenten aus Nürnberg oder München.

Um 19 Uhr standen wir heute also dicht gedrängt vor dem Rathaus und blickten auf die hell erleuchtete Bühne, auf der einige Bläser und ein Chor positioniert waren. Ein leichter Schneefall sorgte sogar für vorweihnachtliche Stimmung, die auch die teilweise etwas schrägen Trompetentöne nicht vertreiben konnte.

Als dann der OberBoss Paul Wengert mit dem Christkindl auf dem Podest erschien, wurde es dann doch so langsam kalt. Das kleine Mädchen im Christkindkostüm konnte einem dann allerdings noch mehr leidtun. Der dick eingemummte OB verlaß die obligatorische Dankesrede und das kleine Ding fror sich mit ihrer Laterne die Nase rot. Da aber auch die längste politische Rede irgendwann zu Ende ist, verschwanden die frierenden Menschen auf der Tribüne alsbald im Rathaus und machten Platz für das Engelsspiel.

Das wirkt auf mich jedes Jahr aufs Neue befremdlich. Da erscheinen in den zugegeben schön ausgeleuchteten Rathausfenstern 24 Engel, die sich hölzern bewegen und dabei debil grinsen. Die weihnachtlichen Klänge die dazu abgespielt werden besänftigen dann allerdings doch ein bisschen.

Trotzdem fingen die Leute so langsam an mit den Füßen zu scharren, so langsam sollte der noch dunkel vor uns liegende Weihnachtsmarkt seine Türen öffnen. Es war nämlich sehr kalt geworden und ein Glühwein in der Hand würde da schon für Entschädigung warten. Der langsam immer stärker werdende Geruch von warmen alkoholischen Getränken machte es auch nicht besser.

Dichtes Gedränge bei kaltem Wetter, Glühwein sei Dank.

Als das Engelsingen dann endlich beendet war und wir uns die Gänge des Marktes drängelten wurde erst klar, wie viele Menschen sich darin tummelten. Hatte ich mich direkt vorm Rathaus noch gewundert, warum nur so wenig Leute herumstanden, wurde mir nun bewusst: Die Augsburger Schlingel hatten sich schon an die beliebtesten Stände angestellt! Denn als plötzlich das Licht anging, war an den meisten Glühweintöpfen schon der Teufel los. Da ich allerdings den leckeren Engelspunsch vom Müller-Ebert-Stand bevorzugte und dort die Warteschlange nicht ganz so lang war, hatte ich alsbald eine warme Tasse in den frierenden Händen und konnte kurze Zeit später mit meinen Freunden anstoßen. Die Preise für den Glühwein liegen zwischen 2 und 2,50 Euro plus 2 oder 3 Euro Pfand, soweit ich das überlicken konnte, also im Rahmen des bezahlbaren.

Aufgrund der unglaublichen Menschenmassen und der bitteren Kälte vertagte ich allerdings ein Ablaufen des Marktes und begnügte mich mit nur einem Glühwein – schließlich ist die Weihnachtszeit noch lang und noch nicht mal das erste Fenster des Adventskalenders geöffnet.

Trotzdem war das heute eine schöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit und es wird sicherlich nicht der letzte Besuch des Christkindlesmarktes gewesen sein in diesem Jahr.

Der hat übrigens, wie jedes Jahr, von Montag bis Donnerstag und Sonntag von 10-20 Uhr, am Freitag uns Samstag bis 21 Uhr geöffnet. Den einen mags zu kurz sein, dem anderen zu lang – aber da halt ichs wie mit den Combino-Straßenbahnen und dem – danke Bürgerentscheid – noch lange Zeit altem Königsplatz: das passt scho irgendwie.

Nur so mal nebenbei, ich hab meinen Blog-Geburstag verpasst, aber eigentlich brauch man das ja nun nicht jedes Jahr feiern – vielleicht zum 10. Jahrestag wieder, wenn es denn dann noch Webseiten gibt. Der Bloggeburstag war allerdings schon am 2. November, heute feiere ich meinen Blogger-Geburstag.

Den hatte ich letztes Jahr noch verpennt, aber dieses Jahr konnte ich mich dran erinnern. Drei Jahre Blogge ich nun also – kommt mir vor wie 36 Monate. Doch bevor ich hier noch schlechtere Reden schwinge und noch viel schlechtere Witze produziere: Weiter gehts mit bloggen! Es wird langsam mal wieder Zeit für etwas mehr Substanz in den Beiträgen…

Ich muss ja gestehen, ich bin ein sehr besonnener Mensch – um nicht zu sagen ruhig. Als am Dienstag allerdings mal wieder ein altbekannter orangener DHL Zettel im Briefkasten lag, platze mir der Kragen.

Den ganzen Vormittag war ich zu hause gewesen und dieser werte Herr Paketzusteller war sich doch tatsächlich zu fein die Lieferung in den zweiten Stock zu tragen! Genauer gesagt waren es drei Pakete, für jeden Mitbewohner eins könnte man sagen. Der Typ hatte nicht mal geklingelt und einfach die Abholscheine in den Briefkasten geworfen.

Als ruhiger und besonnener Mensch hab ich nun allerdings das Problem, dass ich eben sehr schnell wieder ruhig und besonnen werde. Da das die Post weiß, schreibt sie sicherheitshalber einfach auf die Paketzettel: Abholung ab 16 Uhr des Folgetages. Bis dahin, so wissen sie, bin ich wieder beruhigt.

Dumm nur, dass diesmal meine Freundin mit beim Paket abholen dabei war. Der arme Postangestellte in der Filiale um die Ecke wusste jedenfalls nicht wohin vor Scham als er von meiner besseren Hälfte verbal am Kragen gepackt wurde. Er verwies an ein Kontakttelefon in einer Ecke der Halle, über das wir die Beschwerdestelle erreichen könnten und suchte uns schnell die Pakete raus.

Das beeindruckte nicht nur mich, sondern auch meine Freundin, anscheinend kann man sich seit neusten (oder schon lange?) tatsächlich bei der Post beschweren. Welch Fortschritt seit dem letzten Mal! Auch auf der Webseite kann man sich inzwischen viel leichter beschweren.

Das hat mich ein wenig beruhigt und meine Freundin übrigens auch. Sie schien sich sehr gut mit der Dame am anderen Ende des Beschwerdetelefons zu verstehen. Da ich aber die etwas wuchtigen Pakete nach 5 Minuten alle im Auto verstaut hatte, musste ich das Telefongespräch der beiden dann doch unterbrechen. Frauen und telefonieren – mein Gott ist das Leben manchmal klischeehaft…

Aber wenigstens hat man inzwischen das Gefühl bei der Post als Kunde ernst genommen zu werden.

Boa, ich bin so intelektuell. Hätte ich doch gerade schon wieder 1 Millionen bei “Wer wird Millionär” gewonnen. Aber die Prominenten-Specials fallen ja sowieso immer etwas leichter aus.

Aber als europäischer Bürger weiß man doch, dass Luc Luycx die Euro-Münzen designt hat oder? Schließlich steht auf jeder Münze sein Name drauf. Anke Engelke hatte mich leider nicht als Telefonjoker, schade drum. Aber 500.000 Euro für einen guten Zweck sind ja auch nicht schlecht.

Und endlich hat mal jemand ausgesprochen, was wir uns alle schon mal bei WWM gedacht haben. Kaya Yanar zu seinem Telefonjoker, als der die Antwort nicht weiß: “Google halt schnell! Ich hab doch gesagt du sollst Google an haben!”

Wie komme ich eigentlich dazu das Fernsehprogramm im Blog zu kommentieren – gehen mir langsam die Themen aus? Die Antwort in der nächsten Folge!

Augsburg ist nicht nur für mich Sinnbild bayerischer Provinz, auch andere aufmerksame Beobachter sollten derzeit zu diesem Schluss kommen. Schließlich ist es nur in Augsburg möglich, dass bereits weitgehend beschlossene Pläne zum Umbau des Verkehrsknotenpunkts Königsplatz. Nochmals zur Debatte gestellt werden und ein Bürgerentscheid als Durchsetzung von Parteipolitik missbraucht wird.

Am 25. November dürfen nun also die Bürger der Stadt Augsburg entscheiden, was mit dem Kö passieren soll. Da die CSU immer noch für Comedy, Satire und Unsinn steht, hat sie sich auch eine tolle Frage dazu ausgedacht:

Soll der Augsburger Stadtrat dem Umbau des Königsplatzes erst dann zustimmen, wenn er seiner Entscheidung Planungen zugrunde legen kann, die von unabhängigen Fachleuten in einem offenen ldeenwettbewerb entwickelt wurden, der ein Gesamtkonzept für den künftigen innerstädtischen öffentlichen Personennahverkehr und den motorisierten Individualverkehr zum Inhalt hat?

Ein normaler Mensch hätte gefragt: Soll der Königsplatz nach derzeitigen Plänen umgebaut werden? Das wäre der CSU aber wohl zu gefährlich gewesen, denn wer möchte nicht, dass der Kö schnell umgebaut wird? Also stellt man eine komplizierte Frage und hofft, dass das Gewohnheitstier Wähler, einfach mit JA stimmt.

Die derzeit wohl sichtbarsten Zeichen für den anstehenden Bürgerentscheid sind die überall aufgestellten Abstimmungsplakate. Jeder, der derzeit in der Stadt unterwegs ist, wird mit den kleinen Aufstellern konfrontiert. Wie gut die einzelnen Schilder die Botschaft übertragen, hat mich als Student der Medienwissenschaften natürlich interessiert.

Die Grünen

Bündnis90/Die Grünen enttäuschen mit der Gestaltung ihrer Plakate, die Corporate Identity ist zwar gleich erkennbar aber nur gut die Hälfte des Platzes wird für die eigentliche Botschaft gebraucht, die dann auch noch sehr schlecht verkauft wird: Für einen neuen Kö soll man mit Nein stimmen. Die hier fehlende Logik ist zwar nicht Schuld der Grünen, aber diesen Bruch muss man einfach besser verkaufen.

SPD

Wie es besser geht, zeigt die Augsburger SPD. Der größte Teil des Aufstellers wird für die eigentliche Botschaft gebraucht. Die Parteiinsignien sind sekundär, die Schrift ist deutlich lesbar, obwohl die Farbgebung alles andere als ein Hingucker ist. Mit einprägsamen Fragen wie: „Wollen wir noch Jahre auf unseren neuen Kö warten?“ oder „Wollen wir, dass Augsburgs Zukunft blockiert wird?“ wird auf das Problem aufmerksam gemacht und gleichzeitig die Brücke zur einzig richtigen Antwort des Bürgerentscheids – dem NEIN – geschlagen. Eine clevere Lösung des Problems.

Pro Augsburg

Das Bürgerbündnis Pro Augsburg hat auch eherne Ziele. Sie wollen sachlich darüber aufklären, was passiert, wenn das Bürgerbegehren erfolgreich ist, Augsburg verliert über 150 Millionen Euro Fördergelder. Problematisch ist allerdings die Gestaltung des Plakats. Für vorbeifahrende Bürger ist auf die Schnelle nämlich allerhöchstens die Frage “Ehrliche Politik?“ und das dicke fette NEIN mit Kreuz zu erkennen. Das sollte sicherlich nicht die Botschaft sein, die Pro Augsburg hier vermitteln wollte.

CSU

Die Christdemokraten haben die sehr komfortable Position kein Nein beim Bürgerbegehren verkaufen zu müssen. Dadurch können sie mit einen sehr positiven JA auf ihren Plakaten werben. Auch optisch sind die Schilder schön umgesetzt – was allerdings hauptsächlich den Parteifarben geschuldet ist. Die Botschaft wird mit einprägsamen gut lesbaren kurzen Sätzen vermittelt, die unterschiedlich aussagekräftig sind.“Tunnel statt Chaos“ geht dabei noch auf die CSU-eigenen Pläne zurück, die einen Autotunnel unter dem Kö vorsieht. Das „156 Millionen gibt’s auch beim besseren Kö.“ ist – ganz Wahlkampf – ein Konter auf die SPD-Plakate und das „JA zum besseren Kö“ kann als glasklare Irreführung des Bürgers gedeutet werden. Auch die bisherige Planung sagt von sich schließlich, dass der Kö besser wird.

Fazit
So bleibt es also den großen Volksparteien überlassen, die Bürger auf Linie zu bringen. Die SPD hat mit ihren Konzept aus nachvollziehbaren Fragen, die mit Nein beantwortet werden müssen, eine gute Lösung gefunden, die Bürger auf das NEIN beim Bürgerentscheid einzustimmen.
Die CSU hingegen setzt volle Breitseite auf Populismus und hofft einfach darauf, dass die Bürger die Frage beim Bürgerentscheid nicht verstehen.

Einen guten Überblick über die ganze Realsatire Königsplatz findet ihr übrigens auf der sehr umfangreichen Seite Kö-Umbau-Jetzt von Walter König. Hier kommen alle Beteiligten zu Wort und die Pläne wie Gegenpläne zum Umbau werden präsentiert.

Mein Vorhaben einen kleinen Survival-Beitrag über China zu schreiben, konnte ich bisher leider noch nicht in die Tat umsetzen. Allerdings möchte ich euch dieses kleine Bild nicht vorenthalten, welches mir der Vater meiner Freundin noch aus China nachgereicht hat:

Gut das ich das erst nach unserer Chinareise erhalten habe. Wenn das schon so groß auf einer Bierflasche beworben wird, dann will ich nicht wissen, was sonst noch so in chinesischen Bier herumschwimmt. Die legen das Reinheitsgebot wohl etwas lascher aus als unserer Brauereien.

Mein Tipp: Tsingtao-Bier! Schmeckt gut, ist billig und beruft sich auf alte deutsche Tradition, wurde die Brauerei doch 1903 von deutschen Siedlern in Kiautschou gegründet.

Ich komme derzeit zu überhaupt nichts. Einerseits möchte ich gerne mal wieder einen schönen Blogeintrag posten, andererseits gibts in der neuen Wohnung wahnsinnig viel zu tun. Ständig muss hier ein Loch gebort und da ein Möbelstück abgeholt werden, dass verschiedene wohlwollende Spender aus dem Familien- und Freundeskreis immer wieder mal bereitstellen. Zwischendrin muss man doch tatsächlich noch zur Uni und Seminare besuchen eine Frechheit!

An Möbeln fehlt es uns, dank der schon erwähnten Spender definitv nicht, so langsam wirds sogar etwas kritisch mit dem Platz. Ein oder zwei Teppiche sollten allerdings noch besorgt werden – ist ja nicht auszuhalten was eine teppichlose Wohnung für einen Staub aufwirbelt.

Zum Thema Einweihungsfeier gibts auch noch gar nichts zu vermelden, die nächsten Wochenenden gibts Blockseminare, Eltern-Kontroll-Besuche und eine Möbelbesorgungsfahrt nach Berlin. Vor Dezember siehts also eher mau aus mit einer Brot-und-Salz-Feier. In spätestens zwei Wochen sollte dann aber tatsächlich etwas Ruhe eingekehrt sein, schließlich ist dann Christkindlesmarkt und die besinnliche Weihnachtszeit beginnt. Vielleicht hilft das ja, etwas Ruhe zu finden.

Da les’ ich kürzlich von Mobilität unserer Generation und den Problemen sich mit seinen Freunden zu treffen und wem begegne ich heute rein zufällig auf dem Bahnhof?! Der A-Heldin von Sistaweb, die gerade von einer Stippvisite in der alten, in die neue Heimat aufbrechen möchte.

Ich hätte sie ja übersehen, entsetzt von den vielen Verspätungen, die ich an der Anzeige zu sehen bekam, war ich etwas abgelenkt. Sie erkannte mich allerdings trotz erkältungsbedingter Vermummung. So gab’s einen netten Plausch bis mein Kumpel, auf den ich eigentlich wartete, eintraf.

Wirklich eine nette Überraschung eine Teilnehmerin der schon legendären WCA ‘06 zu treffen. Leider vergaß ich ihr zu sagen, ihre Schwester zu Grüßen, aber falls sie es hier ließt, passt das ja auch noch. Ich hoffe es wird auch mal wieder ein paar Blogeinträge aus England geben.

Tjaja, irgendwie wäre ein Bloggertreffen mal wieder ganz gut glaube ich – da quatscht man sich ja immer so schön fest.

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