Dezember 2007


Auch wenn ich dieses Jahr schon sehr häufig gehört habe wie sehr manch einer Weihnachten doch verabscheut, ich finds immer noch toll. Ich genieße die Atmosphäre, den Glühwein und die strahlenden Kinderaugen da draußen.

Ich wünsche allen Verwandten, Freunden und Lesern ein besinnliches Fest mit Geschenken, gutem Essen und viel Freude.

Frohe Weihnachten

Es gibt mal wieder Neuigkeiten von Suni & Partner, dem Hörspiel-Podcast der Uni Augsburg. Die drei Hobbydedektive ermitteln mal wieder. Diesmal geht es um ein altes Buch, dass für viel Wirbel sorgt. Ganz nebenbei werden – pädagogisch wertvoll – Informationen über das Leben im Mittelalter under Buchdruckkunst an die meist jungen Hörer gebracht.

In dieser Folge hab ich nicht nur einen relativ großen Sprechpart bekommen, sondern durfte mich auch am Schnitt versuchen. So richtig klar war mir der Aufwand, der hinter so einer Produktion steht am Anfang nicht. Schließlich müssen tonnenweise Soundeffekte, Musik-Loops gesucht und Tonspuren angepasst und geordnet werden.

Der Großteil der Arbeit viel allerdings auf das Anpassen der Dialoge. Da wir nur ein Mikrofon zur Verfügung haben, ist die Laustärke der einzelnen Sprecher sehr unterschiedlich. Eine schreckliche Fummelarbeit, die alle auf die selbe Lautstärke zu bekommen!

Das Finden von Soundeffekten hat sich übrigens mit der Seite Soundsnap erheblich vereinfacht, die kann ich für ähnliche Produktionen nur empfehlen.

Ich hoffe mir ist es gelungen mit Das Erbe des Gauklers ein stimmiges Hörspiel zusammenzuschneiden. Viel Spaß bei hören.

PS: Falls jemand ein Tonstudio zu verschenken hat, bitte sendet es an die Uni Augsburg. Danke im Vorraus ;)

Nach dem großen Erfolg unseres Gammelfleischs in diesem Jahr freuen wir uns, Ihnen ein weiteres innovatives Produkt aus Bayern vorzustellen: Gammeleier!

Nur hier im Süden gedeihen die schönsten Lebensmittelskandale, die immer wieder zu prominenten Sendezeiten, medial aufbereitet werden. Hatten wir uns bisher auf das Kerngeschäft Fleisch konzentriert, wollen wir mit Gammeleiern völlig neue Geschäftsfelder erschließen. Durch diese Erweiterung unserer Zielgruppe konnten wir erstmals namhafte Größen aus dem Back- und Konditorgewerbe, sowie bekannte Nudelhersteller gewinnen. Damit ist es uns möglich auch Kunden anzusprechen, die wir mit unserer bisherigen Produktausrichtung nicht erreichen konnten.

Die Einführung der Gammeleier ist Teil einer groß angelegten, neuen Strategie. Unter der neu geschaffenen Dachmarke Gammel wollen wir ab sofort Gammel-Produkte aller Art anbieten. So werden auch unsere klassischen Gammel-Produkte wie Gammel-Obst und Gammel-Gemüse unser neues Logo erhalten.

Doch nicht nur das! Mit kompetenten Partnern wollen wir in Zukunft auch Produkte aus dem Non-Food-Bereich anbieten. Gammel-Socken aus der Rum-Gammel-Kollektion sind bereits in der Produktion. Wir werden mit den Gammel-Särgen, Gammel-Computern und dem Gammel-Handy für großen Wirbel im Markt sorgen. So wie es unser Überraschungshit, die Gammeleier, derzeit bereits tun.

Gammelprodukte
Gammel – ein starkes Branding für ihr Produkt! Vertrauen sie dem Marktführer.

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Der Wichtel, der Wichtel, der Wichtel war da!!! Ganz aufgeregt nahm ich vorhin einen dicken schweren und bunt beklebten Umschlag aus meinem Briefkasten. Ganze 2,20 Euro Porto prangten auf dem dicken Ding, abgesandt von Anja aus dem fernen Münster.

Hinaufgestürmt in die Wohnung, auf und abgesprungen, um sich der Jacke und den Schuhen zu entledigen und dann keine Sekunde gezögert, das Geschenk aufzumachen. Der Inhalt: Ein lustiges Kartenspiel namens Bohnanza in der Tin-Box und eine Weihnachtskarte.


Die enthält in einer sehr schönen Handschrift (nur um es mal zu erwähnen) die Erklärung für das Geschenk. Die Anja ist nämlich eine “Rätselliebhaberin und Spieletante” wie sie selbst sagt. Das trifft sich gut, denn wir sind in unserer WG auch alles alte Zocker.

Also vielen, vielen Dank Anja für das lustige Geschenk und falls du mal in Augsburg bist, kannst du ja mal auf eine oder zwei (auch mehr) Runden Bohnanza vorbeikommen :)

Ich dusche in letzter Zeit etwas ungern muss ich zugeben, was nicht an mangelndem Hygieneempfinden meinerseits als vielmehr an unserer Dusche liegt. Die ist nämlich nur für ganz ausgefuchste Duschprofis ohne Probleme nutzbar, denn es ist ungeheuer schwer eine angenehme Wassertemperatur einzustellen. Entweder das Wasser ist brühend heiß oder es wird schlagartig kalt.

Der Schuldige war schnell ausgemacht: unser Durchlauferhitzer. Nun meinte der kurzfristig herbeizitierte Handwerker ganz lapidar und im breitesten Augschburger Dialekt: “Des isch halt so bei a Durrrchlauf’rrritzerrr. Errrscht isch warrm, da’ läuft da hoit z’fui Wassrrr durrrch, da’ wirrrds kältrr.”

Dollet Ei! In Zeiten der Hochtechnologie, in denen selbst Chinesen es schaffen in den Weltraum zu kommen und jeder Popelstaat Atomwaffen herstellen kann, ist es NICHT möglich Wasser gleichmäßig warm zu machen?! Nach einigem hin und her erklärte er uns aber, dass es “heut’ ja die Elektrrronisch’n” gäbe, die das Wasser gleichmäßig und sogar in der gewünschten Temperatur erhitzen könnten. “Die koscht’n dann abrr.”

Irgendwie wollte der Mann nicht verstehen, dass es schon doof ist, wenn man nur kochend heiß oder eiskalt als Wahlmöglichkeit zum Duschen hat. “Des hott i in moin’r olde Wohnung a”, meinte er nur. Schön für ihn! Mir will’s allerdings einfach nicht in den Kopf, warum ich mich damit begnügen sollte – schließlich will ich kein Wasser verschwenden.

Die Sache liegt jetzt bei unseren Vermietern, mal sehen was die dazu sagen.

Meinem super Zeitmanagement sei Dank kann ich natürlich wieder keine Deadline einhalten. So muss ich wohl oder übel zugeben, dass mein Wichtelgeschenk erst Dienstag seinen Weg zum Empfänger aufnehmen wird. Was sich aber schlimmer anhört als es eigentlich ist. Denn da Mimo quasi um die Ecke wohnt, brauch ich die Post nicht bemühen und kann es selbst abliefern.

Also kann ich morgen getrost nach München fahren und mir Microsoft-Vorträge anhören – bin begeistert.

Wie ich diese ganze Technik hasse, erst streikt mein Handy den halben Tag, weil es meine Sim-Karte einfach nicht erkennt und dann kann ich nicht richtig an meinem PC arbeiten, weil der immer und immer langsamer wird und zwischendurch einfach mal ein Päuschen einlegt in denen er gar nichts macht. Wie soll ich da ein Hörspiel schneiden?!

Ich verspühre ehrlich gesagt keine große Lust mehr, ständig am PC rumzuschrauben. Meine Zeit ist mir dann doch zu kostbar, um ständig nach irgendwelchen blöden Fehlern zu suchen. Wird Zeit, dass mir jemand da draußen mal einen neuen Rechner schenkt. Ein Mac Pro wäre das Optimum, aber ein gut gebauter Windoof-Rechner wäre natürlich auch nicht schlecht. Falls also jemand im Lotto gewonnen hat, sollte der oder die mir den Wunsch mal erfüllen, damit ich auch mal schlafen kann und nicht immer nur doofe Rechner repariere. Außerdem ist bald Weihnachten, gebt euch ‘nen Ruck.

Ich hab übrigens vorerst aufgegeben, am PC zu schrauben und schreibe lieber von meinem kleinen treuen iBook aus meinen Frust von der Seele.

Gute Nacht bzw. Guten Morgen.

Das Tolle, wenn man in eine neue Stadt zieht, ist ja, dass man die Chance hat, ein völlig neuer Mensch zu werden. Die Vergangenheit bleibt fürs Erste in der alten Heimat, in der neuen Heimat ist man ein völlig unbeschriebenes Blatt.

Die Türen stehen einem in alle Richtungen offen und nicht wenige nutzen diese Gelegenheit, ihr Image zu verbessern. Schulstreber werden dann plötzlich zu Lausbuben, der die Lehrer in den Wahnsinn getrieben hat oder ein Einzelgänger zum Mädchenschwarm. Die meisten werden aber kaum so offensichtlich Lügen, um ihr Ansehen bei den neuen Freunden zu verbessern, eher werden sie die passive Technik anwenden. Bestimmte Dinge werden einfach nicht erwähnt, werden bewusst weggelassen und tragen im Grunde genauso dazu bei, ein anderes Fremdbild für sich zu entwerfen.

Probleme treten dabei so lange nicht auf, so lang

  1. Die Eltern nicht mal bei einem Besuch auf die Freunde treffen („Och der Basti! Der war ja sooo brav früher, der hat immmmer die Wäsche aufgehängt!“) oder
  2. Alte Freunde auf die neuen Freunde treffen („Boaaa haben wir damals immer gesoffen!“).

Wobei Ersteres eigentlich kaum für Probleme sorgt, weil man die Eltern immer recht gut verstecken kann, passiert es bei alten Freunden eher, dass sie auf den neuen Freundeskreis treffen. Das sorgsam aufgebaute Image kann nun bei etwas weniger sensiblen Freunden, die keinen Sinn für diese prekäre Situation entwickelt haben, sehr schnell in Trümmern liegen.

So etwas geht einem durch den Kopf, wenn man gerade von dem besten Kumpel aus Kindertagen besucht wurde. Über drei Jahre hab ich ihn nicht mehr gesehen und was soll ich groß sagen, entweder ist er ein sehr feinfühliger Mensch, mit Sinn für die Situation oder bin mir die letzten Jahre treu geblieben. Jedenfalls gab es keine Geschichten, die mir irgendwie peinlich gewesen wären oder die ich nicht genauso selbst erzählt hätte.

Trotzdem gibt es natürlich manche Dinge, die ich lieber nicht erwähnen sollte, aber deswegen auf alte Freunde zu verzichten, wäre doch irgendwie ziemlich blöde oder?

War jedenfalls schön das du da warst, Matze :)

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Immer auf den letzten Drücker. Ist mir doch am Samstag aufgefallen, dass ich mich noch gar nicht richtig für das Blogwichteln angemeldet habe, das letztes Jahr für solchen Spaß gesorgt hat.

Da ich seit dem Wochenende weiß, dass nicht jeder mit dem Begriff Wichteln etwas anfangen kann, hier eine kleine Erklärung. Bei unserem Blogwichteln können Blogger und Stammleser teilnehmen und verschenken kleine Präsente im Wert von 5-10 Euro. Mehr sollte es nicht sein, aber es muss schon was wertvolles, nützliches oder von Herzen kommendes sein – kein Ein-Euro-Laden-Zeug also. Das diesjährige Wichteln soll ominöserweise unter einem Motto stehen, das noch verraten wurde – ich bin gespannt.

Blogger und Nicht-Blogger können sich noch bis heute bei Simon per Mail anmelden, um am Blogwichteln teilzunehmen. Weitere Modalitäten und neuste Infos zum Wichteln findet ihr auf Simons Blog.

Wehe ihr macht bei der großen Kindergartenveranstaltung “Licht aus! Für unser Klima.” von Greenpeace, BUND, ProSieben und Bild mit – ich warne euch!

Ich hab nichts gegen Umweltschutz und Öko-Bewusstsein, aber wenn ich wegen euch am Samstag meine Einzugsfeier ohne Licht begehen muss, dann ist aber was los! Ein Forscher hat nämlich ausgerechnet, dass nur 10 Millionen Haushalte in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei dem Mist mitmachen müssten, um für einen großflächigen Stromausfall in Europa zu sorgen.

Jetzt mal ganz ehrlich, Umweltschutz betreibt man nicht mit solchen – sicherlich gut gemeinten – symbolischen Aktionen. Es gibt viel sinnvollere Maßnahmen: Kauft euch Energiesparlampen und Öko-Waschmaschinen und nicht die energiefressenden Volksprodukte der Bild.

Und noch ein Tipp: Anstatt das Licht für 5 Minuten auszuschalten, wie wäre es einfach mal 5 Minuten den Fernseher auszulassen, der verbraucht viel mehr Strom. Das wäre dann allerdings nicht unbedingt im Interesse von ProSieben, den selbsternannten Öko-Sender.

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