Februar 2008


Von wegen Provinz. Manchmal ist Augsburg dann doch großstätdisch spontan und angesagt. Wie sonst wäre es so schnell möglich gewesen die DONOTS für ein kleines Guerilla Gig in die Innenstadt zu bekommen?

Letzte Woche war es noch eine fixe Idee im Kopf einer Kommilitonin und nur ein paar Tage später und der kräftigen Unterstützung des Stadtjugendrings ist es offiziell. Die Donots spielen live auf dem Elias-Holl-Platz direkt hinter dem Augsburger Rathaus – KOSTENLOS natürlich! Auf dem Dach ihres Tourbusses werden sie dann ein paar Klassiker und einige Stücke aus ihrem neuen Album COMA CHAMELEON zum Besten geben.

Wer nach dem Konzert noch weiterfeiern mag, schappt sich einfach einen der ausliegenden Flyer und macht sich auf zur After Show Party in die Mahagoni Bar. Dort bekommt gibts dann in Verbindung mit dem Flyer freien Eintritt!

Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Termin: Donnerstag, 6.3.08, um 19 Uhr auf dem Elias-Holl-Platz.

Ich werde definitiv da sein, wann gibts denn sonst so viel coolnes in Augsburg zu sehen.

Sehr ruhig ist es hier geworden, das gebe ich zu – dabei ist das Semester seit geraumer Zeit zu Ende gegangen, sollte da nicht etwas mehr Zeit fürs Bloggen abfallen? Fakt ist, ich war natürlich nicht untätig die letzten Tage.

Neben meiner Arbeit an der Uni, bei der ich an einer quantitativen Studie mitarbeite, die Print-Medien, Online-Medien und Blogs hinsichtlich Nachrichten- und Narrativitätsfaktoren untersucht, habe ich mich noch für einen interessanten Praktikumsplatz beworben.

Die Bewerbung war etwas aufwändiger als sonst, was sich aber auch lohnten sollte. Denn gestern hab ich endlich erfahren, ich hab das Praktikum bekommen! Jetzt darf ich für Atos-Origin ab Mai 111 Tage live aus Peking von den Vorbereitungen zu Olympia 2008 und den Spielen selbst berichten. Das ganze natürlich in Form eines Blogs, die sind derzeit schließlich angesagt.

Ich hab nun die Qual der Wahl zwischen zwei Appartements, die ich online leider noch nicht begutachten konnte. Beide liegen aber mitten in der chinesischen Hauptstadt und nahe den olympischen Stätten. Mal sehen ob ich da die Tage noch ein paar Informationen beschaffen kann.

Ich freue mich jedenfalls riesig auf meine neue Aufgabe und werde euch Interessierte da draußen weiterhin auf dem Laufenden halten.

PS: Schön das sich auch andere darüber freuen, vielen Dank dafür :)

Und wieder ein neuer Schwanzvergleich für Leute die zu lang am Rechner hängen. Schneller-Schreiben.de bietet einen ganz witzigen Geschwindikeitstest für Maschinenschreiben. Ziel ist es möglichst viele Wörter innerhalb einer Minute richtig einzutippen.

Das obligatorische “Meiner ist soooo lang”:

81 Wörter

Das entspricht 443 Zeichen pro Minute, bei 2 falsch geschriebenen Wörtern. Dabei ist das natürlich kein wirklich aussagekräftiger Wert. Einerseits weil nur einzelne Wörter vorgegeben werden und keine Sätze. Andererseits kommen im Text keine Satzzeichen oder Zahlen vor, was mir entgegen kommt. Ich hab meinen 10-Finger-Kurs nämlich mittendrin abbrechen müssen und nicht alle Zahlen gelernt. Aber über 300 Anschläge dürfte ich trotzdem im regulärem Schreibbetrieb schaffen.

Dolle Sache solche Schwanzvergleiche ;)

via [musikroll]

“Das Land ist für die chinesischen Besucher eine Art Erlebnispark auf 4000 Meter Höhe. Fast wie Disneyland mit Mönchen statt Mickey Maus und der Hauptattraktion Potala.”

Dieser Satz aus der ZDF-Dokumentation Tibet – Reise durch ein verbotenes Land beschreibt haargenau auch meine Eindrücke vom Dach der Welt. Der Zweiteiler zeigt in wirklich tollen Bildern die Geschichte und die Gegenwart dieses innerlich zerissenen Landes. Und auch die zweite Erkenntniss, die mir beim Betrachten der Menschen in den Tempeln und auf den Straßen von Tibet zuteil wurde, wird schön beschrieben. Beantwortet sie doch die Frage, warum diese freundlichen Menschen dort, immer noch so herzlich Lachen können:

“Was sind schon 60 Jahre chinesische Besatzung gegen die Ewigkeit. Da im Rad des Lebens alles kommt und alles geht, wird auch die Zeit der Fremdherrschaft zu Ende gehen. Wie lange sie letztlich dauert, ist daher ohne Bedeutung.”

Wer die Dokumentation von Steffen Bayer verpasst hat – der zweite Teil geht nämlich soeben zu Ende – hat noch die Chance beide Teile in der ZDF-Mediathek zu schauen – endlich mal wieder eine sinnvolle Anlage unserer Rundfunkbeiträge. Ich kann beide Teile nur empfehlen.

Tibet – Reise durch ein verbotenes Land in der ZDF-Mediathek:
Teil 1: Tibet- Das Geheimnis des heiligen Berges
Teil 2: Kloster der versteckten Kinder

Warum lerne ich eigentlich nie, schon während des Semesters Hausarbeiten zu schreiben? Jedes Mal sammelt sich gegen Ende der vorlesungsfreien Zeit ein Stapel Arbeit auf meinem Tisch und ich hab nicht die geringste Lust ihn zu bearbeiten. Dieses Semester kam noch hinzu, dass ich in der letzten Woche drei Referate halten musste und nebenbei eine Bewerbung für ein Praktikum zu basteln. Weiterhin muss ich noch ein Referat zum nächsten Montag fertig haben – ich sollte also so langsam anfangen – und eine Hausarbeit muss gar schon nächste Woche fertig sein.

Und da das alles noch nicht reicht, gebe ich mir noch die volle Ladung deutscher Bürokratie und Wühle mich durch Anträge, Fragebögen und Formularen, um studentische Hilfskraft an unserer KW-Professur zu werden. Es steht nämlich eine interessante Blogstudie ins Haus, an der ich fleißig mitcodieren und nebenbei meinen Semesterbeitrag finanzieren will.

Jetzt brauch ich plötzlich beglaubigte Kopien von allem möglichen Zeug, muss Büroschlüssel organisieren, meine BA-Arbeit scheint auch endlich kontrolliert zu sein und wartet auf Einsicht und irgendwo dazwischen schreib ich eben an meinen Hausarbeiten und dem ausstehenden Referat. Und warum der Stress? Weil ich mir während des bisherigen Semesters doch ab und an nur den Wanst gekrault habe. So langsam müsste ich meinen Vorsatz: “Dieses Semester schreib ich meine Hausarbeiten schon in der Vorlesungszeit” auch mal umsetzen.

Dieses Semester wird das allerdings nichts mehr – im nächsten wird hoffentlich alles besser…