26.
November
2007
Augsburg spielt in der ersten Liga! Nicht im Fußball oder in a
Um 19 Uhr standen wir heute also dicht gedrängt vor dem Rathaus und blickten auf die hell erleuchtete Bühne, auf der einige Bläser und ein Chor positioniert waren. Ein leichter Schneefall sorgte sogar für vorweihnachtliche Stimmung, die auch die teilweise etwas schrägen Trompetentöne nicht vertreiben konnte.
Als dann der OberBoss Paul Wengert mit dem Christkindl auf dem Podest erschien, wurde es dann doch so langsam kalt. Das kleine Mädchen im Christkindkostüm konnte einem dann allerdings noch mehr leidtun. Der dick eingemummte OB verlaß die obligatorische Dankesrede und das kleine Ding fror sich mit ihrer Laterne die Nase rot. Da aber auch die längste politische Rede irgendwann zu Ende ist, verschwanden die frierenden Menschen auf der Tribüne alsbald im Rathaus und machten Platz für das Engelsspiel.
Das wirkt auf mich jedes Jahr aufs Neue befremdlich. Da erscheinen in den zugegeben schön ausgeleuchteten Rathausfenstern 24 Engel, die sich hölzern bewegen und dabei debil grinsen. Die weihnachtlichen Klänge die dazu abgespielt werden besänftigen dann allerdings doch ein bisschen.
Trotzdem fingen die Leute so langsam an mit den Füßen zu scharren, so langsam sollte der noch dunkel vor uns liegende Weihnachtsmarkt seine Türen öffnen. Es war nämlich sehr kalt geworden und ein Glühwein in der Hand würde da schon für Entschädigung warten. Der langsam immer stärker werdende Geruch von warmen alkoholischen Getränken machte es auch nicht besser.
Als das Engelsingen dann endlich beendet war und wir uns die Gänge des Marktes drängelten wurde erst klar, wie viele Menschen sich darin tummelten. Hatte ich mich direkt vorm Rathaus noch gewundert, warum nur so wenig Leute herumstanden, wurde mir nun bewusst: Die Augsburger Schlingel hatten sich schon an die beliebtesten Stände angestellt! Denn als plötzlich das Licht anging, war an den meisten Glühweintöpfen schon der Teufel los. Da ich allerdings den leckeren Engelspunsch vom Müller-Ebert-Stand bevorzugte und dort die Warteschlange nicht ganz so lang war, hatte ich alsbald eine warme Tasse in den frierenden Händen und konnte kurze Zeit später mit meinen Freunden anstoßen. Die Preise für den Glühwein liegen zwischen 2 und 2,50 Euro plus 2 oder 3 Euro Pfand, soweit ich das überlicken konnte, also im Rahmen des bezahlbaren.
Aufgrund der unglaublichen Menschenmassen und der bitteren Kälte vertagte ich allerdings ein Ablaufen des Marktes und begnügte mich mit nur einem Glühwein – schließlich ist die Weihnachtszeit noch lang und noch nicht mal das erste Fenster des Adventskalenders geöffnet.
Trotzdem war das heute eine schöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit und es wird sicherlich nicht der letzte Besuch des Christkindlesmarktes gewesen sein in diesem Jahr.
Der hat übrigens, wie jedes Jahr, von Montag bis Donnerstag und Sonntag von 10-20 Uhr, am Freitag uns Samstag bis 21 Uhr geöffnet. Den einen mags zu kurz sein, dem anderen zu lang – aber da halt ichs wie mit den Combino-Straßenbahnen und dem – danke Bürgerentscheid – noch lange Zeit altem Königsplatz: das passt scho irgendwie.




27. November 2007 um 09:11
Harch… wie schön. Und der Weihnachtsbaum in diesem Jahr wieder ohne blaue Lichter und sogar mit Stern auf der Spitze! Augsburg muß es richtig gut gehen
27. November 2007 um 09:55
Das ganze Fördergeld für den Kö-Umbau ist dieses Jahr in den Weihnachtsbaum geflossen, hatte das auch noch was gutes