15.
Oktober
2008
Augsburg gleicht ja im Moment einer gewaltigen Baustelle, an der A8 wird schon seid geraumer Zeit gewerkelt, die Haunstetter Straße bekommt einen neuen Belag und was auf der Friedberger Straße gerade passiert, ist für mich nicht ganz nachvollziehbar. Das Ergebnis dieser diversen Baustellen ist jedoch immer gleich: Staus und Verkehrschaos so weit das Auge reicht.
Das liegt allerdings nicht nur an den Baustellen, sondern auch an den einheimischen Autofahrern. Gerade an der Friedberger Straße ist das immer wieder sehr schön zu erkennen. Die ist im Moment auf zwei Spuren verengt, erfordert also einiges an Einfädelarbeit für die Fahrer. Dumm nur, dass sehr viele Augsburger keinen blassen Schimmer von den kolossalen Errungenschaften der modernen Verkehrstheorie zu haben scheinen. Das Reisverschlussverfahren hat sich hier, so wie es aussieht, jedenfalls noch nicht rumgesprochen.
Sollte man in Augsburg den Fehler begehen eine sich verengende Fahrspur bis zum Schluss zu nutzen, wird man gnadenlos ausgehupt und nur mit sehr viel Wagemut ist es möglich, sich in die andere Fahrspur einzufädeln. Sehr befremdlich, da das Reisverschlussverfahren eigentlich gar nicht so neu ist und aus eigener Erfahrung in Berlin und auch auf Autobahnen inzwischen ganz gut funktioniert.
Aber vielleicht gibt es in Augsburg einfach zu selten Baustellen, der Zustand der Friedberger Straße mit ihren Spurrillen und Schlaglöchern spricht da jedenfalls Bände, die letzte Generalüberholung der Straße scheint sehr lange zurückzuliegen. Der Augschburger an sich scheint sich mit Baustellen also nicht so richtig auszukennen, das bestätigen auch meine Beobachtungen aus dem Fenster unserer neuen Wohnung.
Von dort habe ich einen tollen Blick auf die Bauarbeiten in der Prinzstraße. Mindestens drei Mal am Tag verirrt sich ein Auto auf die Baustelle – trotz einer Unmenge an Schildern und Absperrungen. Die Reaktionen sind dann immer gleich: Kopfschütteln bei den Bauarbeitern und verschämte, manchmal auch ungläubige Blicke bei den Autofahrern.
Meine Theorie, dass die Augsburger Baustellenneulinge sind, scheint also nicht ganz aus der Luft gegriffen. Ich werde das weiter untersuchen und dann im Baustellenreport 2008 veröffentlichen …

15. Oktober 2008 um 17:26
Ich glaube du meinst im Schlusssatz “Baustellenreport 2009″… oder? Schlag mich wenn ich falsch liege.
15. Oktober 2008 um 20:12
Na ich kann nur retrospektiv arbeiten, bin ja kein Wahrsager
15. Oktober 2008 um 20:29
Das mit dem Reissverschlussverfahren klappt überhaupt irgendwo in Deutschland? Ich kann’s kaum glauben… zumindest habe ich noch nirgendwo bemerkt, dass es funktionieren würde. Hier in Aachen kommt aber noch erschwerend die Grenznähe zu NL und B hinzu…
15. Oktober 2008 um 21:06
Wie gesagt, die letzte Zeit war ich doch öfter mal auf der Autbahn und in Berlin unterwegs und da funktioniert das besser