27.
April
2006
Als ich diese Woche erstmals auf den Campus der Uni Augsburg fuhr, bekam ich einen Schock. Nicht nur ich, auch mein Kommilitone, mit dem ich unterwegs war. Wir sahen uns mit einem sehr seltsamen Plakat konfrontiert. Uns kam der Gedanke alte Anti-Kommunistische Propaganda vor uns zu sehen, zeigte das Plakat doch Brechts Kopf durchgestrichen.
Was war geschehen? Hassten die Augsburger Brecht jetzt etwa mal wieder? Augsburg hatte ihren berühmtesten Sohn ja nicht immer so gern gehabt. Oder sollten nur Leute die, wie Brecht aussehen, nicht auf den Campus umherlaufen?
Bei näherer Betrachtung des Plakats beruhigten wir uns aber wieder. Es war gar nicht gegen Brecht gerichtet, nein, gegen seine Zigarre, die er lässig im Mundwinkel zerkaut. In großen freundlichen Lettern stand dort nämlich: „Willkommen in der rauchfreien Universität Augsburg“. Puh – nochmal Glück gehabt. Im Inneren der Uni gab es dann auch weniger irreführende Plakate.
Das ist sie also, die schon zitierte Plakataktion. Nur die Aschenbecher im Freien hab ich noch nicht gesehen, dafür liegen jetzt vor jedem Ausgang gewaltige Mengen an Zigarettenstummeln.


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