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Es ist kalt, es ist ungemütlich und trotzdem zieht es viele Augsburger natürlich auch an eisigen Sonntagen raus in die Natur.

Auch wir hatten uns auf einen Spaziergang begeben, frische Luft soll ja ab und an ganz gut sein. Heute ging’s zum Stempflesee im Siebentischwald gelegen. Ganzjähriger Tummelplatz für Enten und Rentner.

Hier konnten wir eine im Winter oft zu beobachtende Unsitte live erleben: Entenfüttern. Trotz erklärender Hinweistafeln, warum das Füttern von Wildvögeln am Stempflesee verboten sei, kamen etwa alle 10 Minuten Spaziergänger mit der typischen Plastiktüte voller Brotreste.

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Und alle 10 Minuten taten die versammelten Enten natürlich so, als hätten sie seit 4 Monaten nichts mehr gegessen. Dabei sollte es sich inzwischen auch bei Bildlesern rumgesprochen haben, dass Entenfüttern extrem schädlich für die Tiere und das Gewässer ist. Das hält aber viele Familien und Rentner nicht davon ab, die “armen, armen verhungerten Tiere” zu füttern.

Natürlich ist das Füttern gut gemeint, aber eben einfach nur schädlich und auch unnütz. Auch wenn es kalt ist, finden die Enten genug essen. Also: Altes Brot gehört in den Müll, aber nicht in den See oder Entenbrot ist Ententod. Aber was rede ich, die Hinweisschilder am Stempflesee interessieren ja auch keinen :)

Alle Jahre wieder und diesmal doch etwas anders, ich wünsche allen ein schönes, ruhiges und entspannendes Weihnachstfest.

Gerade noch mit Berlin telefoniert und über die mangelnde Schneeausbeute dieses Wochenende geredet und gerade mal zwei Stunden später, ist alles schön fluffig mit dem kristallinen Pulver bedeckt. Gefährlicherweise drohen die Autos bei der Kreuzung vor unserem Haus ständig von der Straße getragen zu werden.

Na dann kann ja morgen der Christkindlesmarkt in Augsburg eröffnet werden!

Sagt der Arzt doch bei der U3 von Mina, sie sei ein bisschen pummelig geworden den letzten Monat. Unverschämtheit! Nur, weil sein Computer einen stark gestiegenen BMI ausgerechnet hat, haut der solche Schoten raus. 4650 Gramm sind ja nun nicht schwer, auch wenn das “dicke” Kind inzwischen ein ordentliches Doppelkinn hat.

Aber dafür ist sie immer noch sehr Pflegeleicht – außer dass sie halt viel ißt, aber damit hab ich ja nichts zu tun…

Da sitz ich nun also – mitten in der Nacht – du liegst in meinen Armen und schläfst ruhig vor dich hin. Ab und an zuckst du zusammen und der Atem stockt dir. Du träumst wohl von den letzten Stunden, die du erlebt hast.

Ich kenne dich gerade mal einen Tag, aber trotzdem bist du schon mein Ein und Alles. Deine großen Augen, dein kleiner Mund, deine langen Wimpern, du bist mir schon so vertraut als würden wir uns ewig kennen. Gut, eigentlich kennen wir uns auch schon länger, du hast mich gehört und vielleicht ab und zu gespürt, in den letzten Monaten. Ich hab dich ab und zu auf winzigen Schwarz-Weiß-Bildchen gesehen.

Das erste Mal so richtig gesehen haben wir uns dann jedoch erst am 1. Oktober, als du das Licht der Welt erblickt hast – nach über 10 Stunden harter Arbeit. Na gut, ich stand nur daneben und deine Mama hat den Rest gemacht. Aber jetzt kann ich ja auch was tun, jetzt bist du ja da.

Nun sitze ich also hier mit dir, in der zweiten Nacht deines jungen Lebens, zusammen auf dem Sofa, du hältst meinen Finger mit deiner winzigen Hand und träumst. Ich werd auf dich aufpassen kleine Mina, ich freu mich schon darauf, dich aufwachsen zu sehen.

Da steigt man einfach mal ganz spontan ins erste Taxi, das man sieht und wer sitzt drin? Der am besten Englisch sprechende Taxifahrer Pekings.

Das verkündet er zumindest stolz und zeigt als Beweis eine chinesiscche Zeitung vor. “Da steht’s drin”, meint er. Ich glaub ihn einfach mal, warum sollte er mich denn anlügen? Da soll jedenfalls drin stehen, dass er als Bester im Englischtext abgeschnitten hat.

Neben der üblichen Taxifahrerrei arbeitet auch für einen belgischen Fernsehsender als Fahrer und zeigt stolz auf deren Sendelogo auf dem Amaturenbrett.

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich jemals so einen VIP-Taxifahrer treffen würde, aber in Peking ist derzeit alles möglich…

Ich halte ja nicht sonderlich viel von diesen ganzen Souvenier Schnickschnack den es hier in Peking so zu kaufen gibt. Es gibt ja schon so genug überteuerten Quatsch, aber durch die Spiele ist natürlich noch eine Menge hinzugekommen. Hunderte Produkte mit den fünf Maskottchen der Olympischen Spiele gibt es in den unzähligen lizensierten Olympiashops zu kaufen.

Da mir die Fuwas ja zurecht etwas unheimlich sind, kam für mich bisher nicht in Frage die Dinger zu kaufen. Gestern entdeckte ich aber in einen der größeren Olympia-Shops die kleine Fu Niu Lele, das Maskottchen der Paraolympischen Spiele 2008 und ich fand sie auf anhieb sympathisch. Für umgerechnet etwa 6 Euro war sie gegenüber den Fuwas echt günstig, also habe ich sie mir gleich mal gekauft.

Jetzt weiß ich nur nicht ob ich den kleinen “Büffel des Glücks und der Freude”, was der Name übersetzt heißt, meiner Nichten schenken oder ob ich ihn lieber behalten soll. Die alte Zicke meckert womöglich noch, dass ich ihr eine Kuh schenke. Sie ist zwar noch nicht mal in der Schule, aber man weiß ja nie wie Frauen so ticken – selbst die zukünftigen.

Vielleicht schau ich nach den Spielen, ob es die Fuwas irgendwo billig zu kaufen gibt, dann kann ich meine Kuh behalten und der anderen, der kleinen Kuh die freundlichen Fünf schenken.

Na das nenne ich ja mal einen guten Service. Seit Neustem gibt es eine Verschmutzungsvorhersage für Peking! Endlich muss ich nicht mehr aus dem Fenster gucken, um zu sehen, wie schmutzig die Stadt ist. Ich sehe ja meistens eh nichts vorm Fenster.

Irreführend ist natürlich wieder mal die chinesische Skala, die sehr, sehr, seeeeehr großzügig ausgelegt ist. Bei einem Air Pollution Index (API) von 100 noch von “guter” Luft zu sprechen ist schon ziemlich dreist. Nach internationalen Maßstäben gilt 20 als Jahresdurchschnitt und maximal 50 am Tag als obere Grenze.

Da in Peking der API aber die letzten Tage unter 100 blieb, wurde natürlich überall propagiert, dass die Luft sauber sei – trotz Smognebel in den Straßen. Wenn es während der Spiele allerdings so einen Tag wie heute geben sollte (API 113), dann würde ich den Athleten definitiv Mundschutz empfehlen.

Morgen soll es laut Vorhersage noch schlimmer werden als heute. Schauen wir mal, ob die Verschmutzungsvorhersage genauso ungenau ist, wie der Wetterbericht für Peking.

Die Chinesen sind so dermaßen vom Olympia-Virus befallen, dass bei der heute gestarteten vierten Verkaufsrunde für Olympiatickets einfach mal mehr Polizei aufgefahren wurde, als es wohl in ganz Augsburg gibt.Die Ticketschalter wurden hermetisch abgeriegelt, so viel Polizei auf einem Haufen ist selbst für China ungewöhnlich – aber sicher ist sicher.

Schließlich hatten sich die Sportfans teilweise schon einen Tag vorher angestellt, um an die heißbegehrten Tickets zu kommen. Da könnten sich die Gemüter ja durchaus mal erhitzen, aber die Chinesen standen alle ganz brav in der Schlange.

Nur die Presse spielte verrückt und stürzte sich wie Geier auf jeden Ticketkäufer. Die versuchten zwar teilweise schnell zu flüchten, aber probier das mal bei 100 Journalisten auf einem Haufen.

Die letzen Tage war das Wetter hier in Peking ausergewöhnlich gut. So gut wie kein Smog trübte die Sicht und der Himmel strahlte im schönsten Blau. Nun kann man das natürlich, wenn man etwas naiv ist, den letzten Umweltschutzmaßnahmen zuschieben. Schließlich wurde erst letzten Sonntag das weitreichende Fahrverbot für Teile des PKW-Verkehrs eingeleitet.

Das Wetter war aber auch wirklich bemerkenswert gut. Kein Wunder also, dass heute in einigen Zeitungen vom großen Erfolg der Umweltschutzmaßnahmen berichtet wird, der Beweis dafür: das schöne Wetter.

Dumm nur, dass gerade heute wieder eine dicke Smog-Wolke auf der Stadt liegt und eindrucksvoll beweist, wie wenig Einfluss man doch auf das Wetter hat. So langsam wird es spannend, was wir bei Olympia zu sehen bekommen werden – Nebel oder Sonne?

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