Alltagsfragen


Jetzt mal ganz ehrlich, ich benutz die Dinger vor allem zum Reinigen der Ohren. Damit oute ich mich als Adrenalin-Junkie, ich weiß, denn eigentlich soll man auf keinen Fall Wattestäbchen ins Ohr stecken und damit im Gehörgang rumwühlen. Nicht nur das Trommelfell kann dadurch leicht verletzt werden, auch das Ohrenschmalz, dass man ja eigentlich rausholen will, kann sich dadurch zu einen Klumpen formen und vorübergehende Schwerhörigkeit verursachen.

Wahre Horrormeldungen sind das ja! Doch warum und wieso verwendet dann alle Welt Wattestäbchen als Ohrenreiniger? Wie kommt es zu solch einer Fehlentwicklung und wozu sollen die Dinger dann überhaupt verwendet werden?

Frauen fallen da definitiv 261 Anwendungen auf Anhieb ein, als Mann kommt mir nur die Idee, dass ich damit auch sehr gut elektronische Teile oder Drucker reinigen kann. Allerdings gab es 1923, als die Wattestäbchen erfunden wurden noch keine Drucker. Also werden die Frauen wieder Recht haben, mit ihren 532 Anwendungen.
weiterlesen…

Als zwischenzeitlicher Vollzeitinvalide (ich laboriere immer noch wegen meinem Rücken herum) schießen mir ständig irgendwelche dümmlichen Fragen durch den Kopf, auf die nur schwerlich eine Antwort zu finden ist. Stellenweise rutschen diese sogar ins Philosophische ab.

So fragte ich mich heute, wieso ich in den letzten Tagen immer davon Träume auf einen Wecker zu sehen und aufgrund der Uhrzeit immer beschließe aufzustehen. Aus irgendeinen Grund stehe ich dann wirklich auf. Leider ist es dann aber nicht 6 Uhr wie im Traum sondern 3 oder 4 Uhr. Würde ich es nicht besser wissen, würde ich doch glatt behaupten mein Unterbewusstsein will mich verarschen. Vielleicht stellt sich mein Körper auf die herannahende Sommerzeit ein, wer weiß.

Die zweite Frage, die mich beschäftigt hat Hausmüll zum Thema. Warum ist der Mülleimer denn eigentlich schon wieder voll, obwohl ich den erst gestern geleert habe. Produziere ich denn wirklich so viel Müll an einen Tag?! Ich dachte immer ich bin dank Pfadfinder und Mülltrennungswahn in den 90ern geschult genug wenig Müll zu produzieren. Andererseits ist vielleicht nur der Mülleimer viel zu klein und es sollte ein größerer angeschafft werden. Dann allerdings würde es enger in der Küche werden und die Frage ob ich zu viel Müll produziere beantwortet das dann auch nicht.

Ist schon komisch, was einem so durch den Kopf geht, wenn man unter Schmerzen seinen Tag verbringen muss. Vielleicht liegt es aber nur an den starken Tabletten…

Nach einem sehr anstrengenden Fußballnachmittag liege ich völlig zerstört in der Badewanne, lecke meine Wunden und sinniere über das Alter. Eigentlich sollte ich ja derzeit der auf Höhe meiner Schaffenskraft sein, aber irgendwie tut mir nach ein bisschen Sport immer mehr weh, die Augen werden schlechter und ich trinke Tee, um mich nicht zu erkälten.

Früher da war alles anders, da konnte ich noch nächtelang durchrennen und Fußball spielen, glaube ich jedenfalls – die Erinnerung lässt im Alter ja langsam nach. Derzeit bin ich irgendwie zu faul zum Atmen, also liege ich entspannt und versuche wenig Sauerstoff zu verbrauchen. Die Lunge schmerzt – zu wenig Erwärmung denk ich. Meinen Beinen geht’s erstaunlich gut, die waren anscheinend richtig erwärmt.

Wären es nur die körperlichen Wehwehchen, dann könnte ich das auch einfach auf meine unglaublich unsportliche Lebensweise zurückführen. Mit dem Fahrrad zur Uni und ab und an durch die Stadt und einmal in der Woche Fußball – that’s it. Gut das ist schon sportlicher als manch anderer, aber irgendwie schaff ich auch nicht mehr – glaub ich zumindest: Man traut sich im Alter ja körperlich immer weniger zu. Leider sind es nicht nur die Wehwehchen, es sind die typischen Spießeranwandlungen, bei denen ich mich immer wieder ertappe.
weiterlesen…

Schon komisch, worauf man bei Streifzügen durch das Internet so kommt. Vor allem die Burgsphäre (ein Lehnbegriff von Blogsburg) ist immer wieder für Inspiration zu haben. So brauchte mich A-Heldins Milchkännchen-Problem auf ein sehr interessantes Thema.

Vor ein paar Tagen stand ich etwas überrascht vor der Milchpalette meines Supermarktes. Zwar standen sie wie immer fein säuberlich nebeneinander und erfreuten mein Auge in ihrem schicken rot, aber eins war anders als sonst: Sie hatten Drehverschlüsse! Welch großartige, revolutionäre, fortschrittliche und humane Erfindung! Endlich kann ich das Kuh-Zapfgetränk ohne gewaltige Fontänen und Spritzorgien am Küchentisch öffnen.

All die schlimmen Erinnerungen meiner Kindheit kamen wieder hoch. Damals als die Milch noch fest im Tetrapak verschlossen war und nur rohe Kräfte oder eine Schere das kostbare Innere aus der Dunkelheit befreien konnte. Einfach war es aber auch mit der Schere nicht, die Größe des Lochs war ein nicht zu unterschätzender Faktor des Unternehmens. War es zu groß floss die Milch in Strömen, war es zu klein erinnerte der Milchstrom eher an den Urinstrahl eines Prostataerkrankten. Milchschwalle waren in allen Fällen eine regelmäßige Begleiterscheinung, dann nämlich wenn zu wenig Luft in den Karton gelangte und ein Unterdruck entstand. Abhilfe waren hier die berühmten Löcher am gegenüberliegenden Ende der Milchverpackung.
weiterlesen…

Mal eine ganz profane Frage, die mir gerade vorhin in den Sinn kam, als ich in der Badewanne meine schmerzenden Waden mit wohltuender Wärme behandelte: Kann es sein, dass der Badeschaum durch irgendwelche Wunder der Technik inzwischen länger schön schaumig bleibt?

Ich kann mich entsinnen, dass früher als ich noch wesentlich weniger Hautoberfläche, aber mindestens genauso viel Dreck auf der Haut hatte wie heute, der Schaum schon nach kurzer Zeit weg und das Wasser milchig und sandig war. Das Wasser ist zwar immer noch dreckig, aber ich seh es nicht mehr, weil der Schaum mir ja die Sicht verdeckt. Ich finde das hervorragend muss ich sagen! Da sehen wir doch wieder, in welch goldenen Zeiten wir leben.

Übrigens stand heute das Wasser nur vor Dreck, weil ich mich ganz bewusst und mutwillig auf dem Fußballplatz in Selbigen geworfen habe. Nicht dass jemand denkt, ich sei ein Ferkel! Und dekadent bin ich auch nicht! Ich bade äußerst selten. Normalerweise dusche ich, wie es sich für einen umweltbewussten Bürger gehört.

Nachdem ich die obligatorischen Klarstellungen geleistet habe, mach ich mal die Wanne sauber, da ist nämlich immer noch Schaum drin…

…so hieß eine Kategorie, die ich in meinen alten Blog zu pflegen versuchte. Am 23.10.2004 erschien der Artikel als zweiter Eintrag in meinen Blog, also nicht wundern beim lesen. Wer mich auf das Thema brachte, ist mir nicht bekannt. Meine Erinnerung an diese Zeit ist eh nur sehr vage. Geht aber nicht nur mir so mit der Erinnerung soweit ich weiß. Nun aber genug palavert, wenden wir uns dem Thema zu.

Wörter die nicht mal Wikipedia kennt…
Wurde mir doch just in diesem Moment ein Problem vorgetragen. Jemand hatte sich zu weit hineingewagt, in den nebulösen Sumpf der deutschen Sprache. Nun sitzt er dort fest und weiß nicht mehr weiter, aber keine Angst, es gibt Hilfe.

Soweit der Einstieg in diese neue Themen-Kategorie meines Blogs. Was genauer besehen sogar die erste Kategorie darstellt. Also eine kurze Pause für eine Zelebration!

Gut wenden wir uns dem Problem zu, einem Wort aus der Kategorie: was will man uns damit sagen.

Was bedeutet Überfallhose?

Mh? Was ist das? Einerseits können wir jetzt mutmaßen, dass es wohl eine Hose ist, die häufiger bei Überfällen getragen wird. Also eine Hose die der Räuber von Welt in einen der zahlreichen Robbery-Shops erwerben kann und die ihn als ausgewiesenen Profi seines Fachs ausweist. Auf der anderen Seite gibt es da noch die etwas unwahrscheinlichere Möglichkeit, dass es sich hierbei um eine besondere Gattung der Hosen handelt, die in ihrer wilden Jugend wohl häufiger auf Raubzüge gehen und (H)armlose Shirts und Pullover überfallen.

Da mich keine dieser beiden Theorien, so durchdacht und schlüssig sie auch waren, überzeugten, musste ich mich doch wieder an eine der großen Institutionen der deutschen Sprache wenden: Wahrigs Deutschem Wörterbuch

‘Über|fall|ho|se, ‘Ü|ber|fall|ho|se bis zu den Knöcheln od. über die Knie reichende Hose, deren Beine so lang u. weit sind, dass sie noch etwas über den fest anliegenden Bund fallen.

Naja, so langweilig kann die Wirklichkeit sein.

Warum krame ich nun so einen alten Artikel wieder aus dem Datenklo? Weil er nicht mehr stimmt, seit Oktober 2005 wird die Überfallhose nämlich bei Wikipedia gelistet. Heute fiel’s mir aber erst auf und wer bin ich, dass ich unwahre Behauptungen über Wikipedia verbreiten darf?! Als wäre das nicht genug, reiche ich noch ein kleines Bild von einer Überfallhose nach, einfach mal hier klicken.

Bald geht’s los mit der WM und langsam wird die Fußballdominanz in den Medien zur Qual. 3 Stunden berichtete heute die ARD von einem “Testspiel” der Deutschen Nationalmannschaft gegen Luckenwalde. 3 Stunden Werbeveranstaltung im öffentlich rechtlichen Fernsehen, dass ich so was als Gebührenzahler noch erleben darf.

Dann gab’s im ZDF noch eine Fußballdoku, in der Johannes “Kauft-Aktien” Kerner den dämlichsten Satz zum Thema Fußball gebracht hat, den ich in letzter Zeit gehört hab:

“Fußball, dass ist die einzige Religion in der es keine Atheisten gibt.”

Das wird die muslimischen, christlichen oder auch jüdischen Atheisten aber stören oder?

Trotz des medialen WM-Wahns war mir bis vor kurzem nicht klar, wie das mit den WM-Song funktioniert. Da wurden ja immer mehr Songs veröffentlicht und ich verlor die Übersicht.

Welches Schweinderl hätten sie denn gern? “Love Generation”, “Zeit, dass sich was dreht”, “Celebrate The Day” oder doch “Time of Our Lives”? Was ist denn nun die der offizielle WM-Song? Aus aktuellem Anlass hab ich mal ein wenig recherchiert, denn mir war’s bisher nämlich nicht klar.

Es gibt natürlich nur einen offiziellen WM-Song, der heißt “Time of Our Lives” und wird von der Gruppe Il Divo und Toni Braxton geträllert. Herbert Grönemeyers stammelt und gröhlt mit “Celebrate The Day” bzw. “Zeit, dass sich was dreht” hingegen die offizielle Hymne(!) der Weltmeisterschaft. Zu sehen und zu hören ist die Hymne auf Herbis Webseite. Nicht zu vergessen „Love Generation“ von Bob Sinclar, dass ist dann der offizielle Song vom hosenlosen Maskottchen Goleo.

Song, Hymne, Mastkottchen-Song, alles klar. Schön, dass ich das noch verstanden hab vor dem Eröffnungsspiel.

Sie sind überall, in Bussen, Bahnen, in den Fußgängerzonen sogar in Hörsälen treiben sie ihr Unwesen. Selbst früher, in einer Zeit, in der noch alles besser war und es keine digitale Musik gab, waren sie schon unterwegs. Damals allerdings noch analog, mit Walkmans, heut sind es dann schon MP3-Player. Das Phänomen allerdings hat sich seit den Tagen des seeligen Walkmans kaum verändert.

Sicher die Frisuren sind anders, die Klamotten auch, aber das was sie tun, ist gleich geblieben – sie hören Musik über Kopfhörer und singen mit. Die Mitsinger, so wollen wir sie an dieser Stelle mal betiteln, zeichnen sich aber nicht durch großes Talent und eine schöne Singstimme aus. Dass was sie anders macht, ist die Art wie sie singen: bruchstückhaft, abgehackt und in einer variablen Lautstärke.

Daaa……..meeeee…..SSOOOOO, seeeeeee……nuuuuuuuuur…. . So in etwa hört sich das dann an. Ein kulturelles Kuriosum, das bei ganz normalen Menschen auftreten kann, auch bei dir und mir.
weiterlesen…

Wie heißt es doch so schön?

Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geliehen.

Wer sich jetzt fragt, wo er denn die geliehen Erde wieder abgeben soll, der wendet sich nach Neuhof bei Zossen in Brandenburg. Da ist die Annahmestelle, wie ich herausgefunden habe. Die Leihfristen für jeden Einzelnen stehen da leider nicht. Ist doch aber schon gut zu wissen, wo sie hin muss.

Meine mir von Gott oder irgendjemanden gegebene Freizeit verbringe ich gerne mit Lesen. Da der Bücherkauf bei Amazon (oder auch bücher.de oder bol.de) zwar bequem ist aber dick macht, besuchte ich mal wieder eine Buchhandlung. Übrigens eine dieser großen seelenlosen Buchhandlungen.

Primär konzentrierte ich mich beim Stöbern auf leichte Unterhaltungsliteratur, die Nachwehen von Nietzsche sind nämlich noch zu spüren. Fantasy und Sci-Fi bieten da immer eine gute Entspannungsmöglichkeit. Beim Stöbern überkamen mich aber einige wirklich interessante Fragen.

weiterlesen…

« Vorherige SeiteNächste Seite »