Bloggen


Lange hat es gedauert, aber gut zwei Jahre nachdem wir in einem kleinen Team um Professor Dr. Christiane Eilders angefangen hatten deutsche Politikblogs zu untersuchen, ist der daraus resultierende Fachartikel nun tatsächlich hochoffiziell erschienen.
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Zivilgesellschaftliche Konstruktionen politischer Realität – Eine vergleichende Analyse zu Themen und Nachrichtenfaktoren in politischen Weblogs und professionellem Journalismus heißt das gute Stück und ist in der aktuellen M&K – Medien & Kommunikationswissenschaft zu lesen.

Die Arbeit mit Professor Eilders und dem Team war eine hochinteressante Erfahrung und zeigte mir auch, wie langwierig Forschung doch ist. Im Grunde ist der Artikel nämlich schon fast veraltet und kommt vielleicht ein Jahr zu spät. Trotzdem ist er ein tolles Beispiel, wohin Lehrforschungsprojekte führen können. Entstanden war die Idee nämlich aus einem Seminar heraus.

So viel Erfahrungen ich dabei auch sammeln konnte, hat mir das Projekt allerdings auch gezeigt, dass dieses rein wissenschaftliche Arbeiten nicht so ganz mein Fall ist – jedenfalls nicht auf Dauer. Das wäre mir dann wohl doch etwas zu trocken.

Wer den Artikel lesen möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Die M&K gibts nur im Abo und das ist nicht ganz billig. Als Mitautor habe ich die aktuelle Ausgabe inklusiver dreier Sonderdrucke des Artikels kostenlos vom Verlag erhalten. So kann ich wenigstens beweisen, dass der Artikel erschienen ist und meinen Eltern ein Ostergeschenk machen – ist schließlich meine erste richtige Veröffentlichung.

Dann muss ich im Grunde jetzt nur noch meine Masterarbeit fertigstellen – das allerdings dauert aber noch ein bisschen…

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Creative Commons License by Nick Humphries

Nein ich steht nicht auf Krustentiere, ich stelle mir nur gerade das Geräusch des Motors vor, das der Hummer H1 macht, wenn ich mit dem Teil eine Stunde durch den Dreck walze – hummmmm-hummmm-eeeeeer ….

Die Stunde habe ich nämlich gewonnen, beim pkw.de-Gewinnspiel, dass ich vor Kurzem hier im Blog beworben habe. Somit habe ich nicht nur ein ferngesteuertes Auto bekommen, sondern auch einen Gutschein zum Hummer-Fahren für ganze 189 Euro.

Endlich habe ich auch mal was gewonnen! Und das beste ist, ich darf noch zwei Mitfahrer einladen – Platz ist ja genug im  H1. Die Versteigerung der Plätze hat -JETZT- begonnen, wer mir glaubhaft erklären kann, warum ich ihn oder sie mitnehmen soll, der darf mitfahren :D

Aber letztlich hängt es auch ab, wo ich den Gutschein einlöse, da bin ich mir noch nicht sicher. Berlin oder Ingolstadt?

In letzter Zeit häufen sich die PR-Anfragen von kleineren Firmen, darin wird meist erbeten über verschiedenste Dinge zu schreiben. Billige Werbung für die einen, Aufwertung des Egos für die anderen.

Da ich allerdings nur über Sachen schreibe, die ich per Paket geschickt bekomme, hält sich Werbung bei mir hier glücklicherweise in Grenzen.

Eine ganz neue Masche, um an Verlinkungen zu kommen, durfte ich heute in meinem Mailpostfach bewundern. Da fragt mich eine Nadia Weltenberg ganz nett, ob ich denn ein kleines Interview geben könnte.

Sehr geehrter Herr Geißler,

ich betreibe den Blog internet-modell.de und möchte meinen Lesern öfters mal einen besonderen „Leckerbissen“ präsentieren – sprich: interessante Erfahrungsberichte und Interviews. Mir gefällt Ihr Blog inhaltlich sehr gut. Hätten Sie Lust, sich für ein kurzes schriftliches Interview zur Verfügung zu stellen? Die ganze Sache dürfte nicht länger als 10 Minuten in Anspruch nehmen. Für Sie wäre das eine günstige Gelegenheit, den ein oder anderen neuen Leser für Ihr Blog zu gewinnen ;-)

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir die unten aufgeführten 5 Fragen kurz und knackig beantworten:

Frage 1
Stellen Sie Ihr Blog bitte kurz vor!

Frage 2
Wie haben Sie mit Ihrem Blog angefangen?

Frage 3
Welche technischen Hilfsmittel benutzen Sie?

Frage 4
Welche Themen interessieren Ihre Benutzer am meisten?

Frage 5
Welche Ziele haben Sie sich in Bezug auf Ihr Blog gesetzt und sind diese erreicht worden?

Bitte schicken Sie mir noch ein Bild von sich oder Ihrer Internetpräsenz/Blog/Firma mit!

Ich bedanke mich für Ihre Mühe! So bald wie möglich werde ich Ihnen die URL zu diesem Blog-Beitrag zukommen lassen und würde mich über eine Erwähnung des Artikels Ihrerseits sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen,
Nadia Weltenberg

Da ich ja nicht einfach irgendwem Interviews gebe, begab ich mich natürlich erst einmal auf die genannte Webseite. Viel ist da nicht los, bemerkenswert ist allerdings, dass im Impressum statt einer Nadia Weltenberg eine Penka Ivanova Dimitrova aus Bulgarien vermerkt ist – na wenn da mal nicht gleich die Alarmglocken angehen. Und wäre die Verwirrung nicht schon groß genug, wird als Autor im Blog noch ein Ralf Kettler erwähnt, sehr dubios das ganze.

Eine kleine Recherche bringt dann zutage, was mir sowieso schon dämmerte. Bezeichnenderweise gibt’s die ausführliche Antwort im IT-Psycho-Blog vom Namensvetter Sebastian Geisler. Der wurde vor Kurzem nämlich mit derselben Mail belästigt und hat sich mal umgesehen. Kurz gesagt geht es bei dieser ganzen Aktion vor allem um eins: um Backlinks.
Wer ein Interview gegeben hat, der wird darüber berichten und einen Link zur obigen Internetadresse setzen. Je mehr Links nun auf eine Internetadresse verweisen, desto wertvoller wird sie. Denn Backlinks sind von immenser Bedeutung für Suchmaschinen, sind sie doch die Währung, die zeigen, wie wichtig eine Internetseite ist.

Frau Weltenberg a.k.a Dimitrova a.k.a Ursula Schmidt-Stafford hat also jede Menge Internetadressen gekauft und möchte diese im Wert steigern. Eine Liste von diesen Domains findet ihr ebenfalls im IT-Psycho-Blog. Dort wird auch erklärt, was eine Verlinkung für Einfluss auf den eigenen Suchmaschinenrang haben kann. Also auf keinen Fall ein Interview geben!
Was mich jetzt noch stört, ist, dass ich scheinbar in irgendeiner Spam-Datenbank gelandet bin, da Sebastian Geislers IT-Blog und ich innerhalb weniger Tage angeschrieben worden sind, gehe ich mal von einer alphabetischen Vorgehensweise aus. Irgendwie blöd.

Noch seltsamer ist aber, dass der andere Sebastian genau Zitat-Zeichen im Blog benutzt wie ich… unheimlich.

Klingelt es gerade ganz unvermittelt an der Tür, der Postbote steht vor mir und überreicht mir in der wortlosen Augsburger Art ein Päckchen – sogar an mich adressiert. Bestellt hatte ich nix, aber als ich das Päckchen vorsichtig öffne (könnte ja eine Bombe sein) dämmert es mir langsam.

Im Päckchen ist erstmal nichts zu sehen, ich hab es natürlich falsch herum geöffnet und sehe nach einigem Wühlen eine kleine bunte Schachtel mit einem Modellauto drin. Nach genauerem Hinsehen entpuppt es sich allerdings als kleines ferngesteuertes Auto. Dann fällt der Groschen.

Schließlich ist es kein neues Phänomen, dass Blogger unaufgefordert Päckchen bekommen. Je nach Bekanntheit der Blogger gibt’s Probeexemplare von Büchern, Alben, Software oder sogar Handys, über das der dann im Blog berichtet werden soll.

Tja und scheinbar bin ich inzwischen eine so große Berühmtheit in der Blogosphäre, dass ich auch ein Päckchen bekommen habe! Was das jetzt über den Zustand der deutschen Blogosphäre aussagt, das könnt ihr euch selbst denken.

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Ich habe – ganz die Werbehure, die ich bin – beschlossen, auch genau das zu tun, was die Versender des Päckchens gerne von mir sehen würde: Ich mache mal Werbung. Nach weiterer Wühlerei kam nämlich eine Broschüre zum Vorschein, auf der mir nicht unbedingt unaufdringlich erklärt wird, dass ich doch mal die Werbetrommel für das Automobilportal pkw.de setzen soll. Weil es so richtig gut und toll sein soll, bzw. besser als die oder die hier.

Noch besser wäre es allerdings, wenn ich folgende Links setzen würde: Gebrauchtwagen bei pkw.de , Geschenkideen bei jollydays.de, Pauschalreisen & Last Minute Urlaub bei weg.de. Dann könnte ich nämlich auch noch was gewinnen, zusätzlich zu meinem coolen neuen Auto, z.B. eine Ferrari oder Hummer-Fahrt bei jollydays.de oder – was mir definitiv besser und nützlicher scheint – einen 100-Euro-Reisegutschein von Weg.de.

Das würde mich gerade als Student wesentlich weiter bringen. Mit diesem – ich finde überaus doppeldeutigen Satz – beende ich meine Aktivitäten als Werbehure und melde mich spätestens wenn ich gewonnen habe noch mal. Ich bin schließlich überaus käuflich …

Die Betreiber des VisualBlog sind verzweifelt, keiner will mehr auf ihre Seite, weil sie ihren Blog mit einem völlig veralteten und angestaubten Header in Kork-Optik krönen. “Das ist tödlich für einen Designblog” haben sich die Jungs und Mädels von VisualBlog gedacht und einen Design-Contest aus der Traufe gehoben, bei dem kreative Designer einen neuen schickeren Header für das Blog entwerfen sollen. Zu gewinnen gibts nicht nur Ruhm und Ehre, sondern gleich mal 200 Euro für die drei erstplatzierten Vorschläge.

Doch hier taucht ein neues Problem auf: Da hat man einen tollen Wettbewerb, aber nun fehlen einem die Teilnehmer. Clever wie VisualBlogger sind schieben sie einfach einen zweiten Wettbewerb hinterher. Den VisualBlog-Header-Contest-Bäng-Slam. Hier mitmachen dürfen alle, unabhängig davon, ob sie einen Designvorschlag haben. Einzige Bedingung: Macht auf den Contest aufmerksam! Vielleicht liest ja rein zufällig ein begnadeter Designer bei euch mit und hat spontan Lust auf 200 Euro?! Zu gewinnen gibt es für die Blogger auch was, mehr dazu auf der Contest-Seite.

Ihr habt jetzt also zwei Möglichkeiten: a) Ihr entwerft einen schicken Header für VisualBlog oder b) ihr werbt per VisualBlog-Header-Contest-Bäng-Slam für die  Design-Aktion. Das Ganze läuft übrigens bist zum 30.3.2009.

Mh, das erinnert mich jetzt wieder daran, dass ich meinen Blog auch mal wieder etwas umgestalten wollte…

Alle Web2.0-Interessierten im Raum Augsburg sollten sich den nächsten Freitag (30.01.) dick im Kalender anstreichen. Ab 13.15 Uhr hält der Guido Knopp der Blogforschung Dr. Jan Schmidt einen Gastvortrag im Raum 2118 der Uni Augsburg ab.

Thema: “Persönliche Öffentlichkeiten im Web 2.0. Merkmale und Konsequenzen des onlinegestützten Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagements”. Ich hab zwar schon einiges zum Thema gelesen – auch von Jan Schmidt höchstselbst – aber es wird sicherlich trotzdem interessant.

Ich bin jedenfalls da, vielleicht sieht man sich ja ;)

Ein Kommilitone von mir ist mit einer kleinen Bitte nach Verlinkung an mich herangetreten. Dessen Bruder schreibt gerade eine Masterarbeit zum Thema “Was bloggst du?” und da ich weiß, wie schwer es manchmal ist mit solchen Umfragen, komme ich der Bitte natürlich gerne nach.

Die Umfrage richtet sich vor allem an aktive Blogger und fragt nach deren Themenauswahl und Motivation. Wer also einen armen Studenten bei seiner harten Arbeit unterstützen möchte, der kann auf das unten stehende Bildchen klicken.

Sehr ruhig ist es hier geworden, das gebe ich zu – dabei ist das Semester seit geraumer Zeit zu Ende gegangen, sollte da nicht etwas mehr Zeit fürs Bloggen abfallen? Fakt ist, ich war natürlich nicht untätig die letzten Tage.

Neben meiner Arbeit an der Uni, bei der ich an einer quantitativen Studie mitarbeite, die Print-Medien, Online-Medien und Blogs hinsichtlich Nachrichten- und Narrativitätsfaktoren untersucht, habe ich mich noch für einen interessanten Praktikumsplatz beworben.

Die Bewerbung war etwas aufwändiger als sonst, was sich aber auch lohnten sollte. Denn gestern hab ich endlich erfahren, ich hab das Praktikum bekommen! Jetzt darf ich für Atos-Origin ab Mai 111 Tage live aus Peking von den Vorbereitungen zu Olympia 2008 und den Spielen selbst berichten. Das ganze natürlich in Form eines Blogs, die sind derzeit schließlich angesagt.

Ich hab nun die Qual der Wahl zwischen zwei Appartements, die ich online leider noch nicht begutachten konnte. Beide liegen aber mitten in der chinesischen Hauptstadt und nahe den olympischen Stätten. Mal sehen ob ich da die Tage noch ein paar Informationen beschaffen kann.

Ich freue mich jedenfalls riesig auf meine neue Aufgabe und werde euch Interessierte da draußen weiterhin auf dem Laufenden halten.

PS: Schön das sich auch andere darüber freuen, vielen Dank dafür :)

An manchen Tagen ist es nicht leicht einen Blog zu führen. Genau dann nämlich, wenn sich Leser über die Kommentare melden, die ganz offensichtlich nicht kapieren was ein Blog ist – nämlich eine Plattform zur Verbreitung von ganz subjektiven Ansichten.

Dann heißt es aber plötzlich zu meiner Kritik zum Killerskonzert:

“nur weil einem Journalist an diesem Tag irgendwas quer saß, muss man nicht gleich solch eine (unberechtigte) Kritik schreiben.”

Im Paradebeispiel Tempolimit, gehts sowieso immer hoch her. Da schreibt mir Martin heute:

“Vielleicht sollten sie sich erst mal mit dem Thema ausführlich auseinandersetzen, bevor sie schreiben.”

Ich beschäftige mich ja nun nicht erst seit gestern mit Weblogs und habe derzeit jede Menge Studien zum Thema gelesen und die Zahlen sagen alle, dass Weblogs in Deutschland zwar nicht so angesagt sind wie in anderen Ländern, aber das sie dennoch dem Großteil der Internetnutzer bekannt sind.

Ich weiß ja, dass ich meine Meinungen hier einem potentiellen Massenpublikum zur Verfügung stelle, aber gelesen wird es doch nur von ein paar wenigen. Soll ich jetzt anfangen vor jedem Beitrag einen Disclaimer zu schreiben, der ausdrücklich darauf hinweist, dass das hier ein Blog ist? Eigentlich sollte das doch klar sein bei einem Titel wie ProvinzBLOG.

Ich hab ja nichts gegen Meinungspluralismus, der darf ja ruhig in den Kommentaren herrschen – das freut mich ja durchaus. Wenn man mich dann aber darauf hinweist, dass ich doch besser recherchieren sollte oder meine journalistische Sorgfaltspflicht vernachlässige, dann nervt mich das wirklich. Ich propagiere hier nicht, dass meine Meinung die einzig wahre sei oder ich hier für die FAZ schreibe – das ist ein privater Blog mit persönlichen Geschichten und Meinungen.

Andere können ruhig behaupten Blogs sind die Zukunft des Journalismus, meine Meinung ist das nicht. Ich habe keine journalistischen Ansprüche an das Blog hier, ich bin kein Ersatz für eine Zeitung. Blogs sind in meinen Augen eher Ergänzung des alltäglichen Medienbetriebs, die kommentieren, kritisieren, richtig stellen und manchmal auch vervollständigen.

Also liebe Leser bringt ruhig Argumente an, aber spart mit Kritik an meiner journalistischen Sorgfaltspflicht, die beachte ich nämlich gar nicht.

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Der Wichtel, der Wichtel, der Wichtel war da!!! Ganz aufgeregt nahm ich vorhin einen dicken schweren und bunt beklebten Umschlag aus meinem Briefkasten. Ganze 2,20 Euro Porto prangten auf dem dicken Ding, abgesandt von Anja aus dem fernen Münster.

Hinaufgestürmt in die Wohnung, auf und abgesprungen, um sich der Jacke und den Schuhen zu entledigen und dann keine Sekunde gezögert, das Geschenk aufzumachen. Der Inhalt: Ein lustiges Kartenspiel namens Bohnanza in der Tin-Box und eine Weihnachtskarte.


Die enthält in einer sehr schönen Handschrift (nur um es mal zu erwähnen) die Erklärung für das Geschenk. Die Anja ist nämlich eine “Rätselliebhaberin und Spieletante” wie sie selbst sagt. Das trifft sich gut, denn wir sind in unserer WG auch alles alte Zocker.

Also vielen, vielen Dank Anja für das lustige Geschenk und falls du mal in Augsburg bist, kannst du ja mal auf eine oder zwei (auch mehr) Runden Bohnanza vorbeikommen :)