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Es ist geschafft, ich habe endlich eine Auswertung der Twitter-Umfrage „Deutschland Zwitschert“ ausgearbeitet.

Deutschland Zwitschert

Gleich vorweg, viel Neues und Bahnbrechendes konnte ich nicht rausfinden. 175 freundliche Menschen haben den Fragebogen ausgefüllt, leider nicht alle komplett, daher schrumpft die Stichprobe auf 152 Datensätze.
Repräsentativ ist diese Umfrage also nicht, alle getroffenen Aussagen sind im Grunde nur auf die Stichprobe bezogen und nicht auf die Grundgesamtheit übertragbar.

Die geringe Anzahl von Datensätzen erklärt sich übrigens einerseits aus der Überfülle an durchgeführten Twitter-Umfragen. Es machte sich also eine gewisse Sättigung unter den Befragten bemerkbar. Zusätzlich liefen parallel zwei weitere Umfragen, wir nahmen uns also gegenseitig Befragte weg.

Trotzdem habe ich natürlich ein paar Dinge rausgefunden. Für die Lesefaulen unter euch hier die wichtigsten Ergebnisse:
Die Befragten …

  • sind im Schnitt 30,7 Jahre alt, männlich (78,4%), formal höher gebildet und leben vorrangig in Städten (68%)
  • kennen die wenigsten ihrer Follower
  • sind zur Hälfte (56%) weniger als ein halbes Jahr angemeldet.
  • nutzen Twitter vorrangig, um an Informationen zu kommen.
  • lesen lieber Tweets, als zu schreiben.
  • tweeten gerne lesenswerte Links, private Gedanken und über die Arbeit.
  • tweeten ungern über Gefühle und Dinge, die sie gerade machen.
  • lesen gerne von schönen Links, Bildern und Zitate und von Neuigkeiten aus der Arbeit.
  • lesen ungern über Gefühle und Dinge die andere gerade machen.
  • lesen nicht alle Tweets der Autoren, denen sie folgen.
  • finden, dass Privat-Fernsehen kaum glaubhafter als Twitter ist.

Die ausführliche Auswertung gibt’s im Folgenden …

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Das Sommersemester 2009 neigt sich dem wohlverdienten Ende und die Projekte, die ich in den letzten Wochen akribisch vorbereitet habe gehen in die finalen Phasen.

Im Moment läuft eine spannende Simpsons-Studie, aber heute möchte ich euch auf etwas anderes Aufmerksam machen.

Im Rahmen eines sehr lehrreichen Seminars entstand nämlich eine kleine Umfrage zum Thema Twitter. Trotz vieler, seeeeehr vieler Studien und Umfragen haben wir nämlich noch einige offene Fragen entdeckt.

Vor allem über die Inhalte, Lese- und Schreibgewohnheiten wurde noch nicht explizit geforscht. Diese Fragen soll – wenn alles gut läuft – meine Studie beantworten.

Falls ihr also noch Lust haben solltet bei noch einer Twitterstudie teilzunehmen, tut euch keinen Zwang an und macht mit!

So richtig Dankbar wäre ich euch, wenn ihr dann auch noch die Werbetrommel rühren würdet. Falls ihr also einen Blog habt oder immer fleißig twittert, macht bitte Werbung für mich!

Einfach folgenden Link twittern: http://bit.ly/8UZWc

Ein Logo zum Einbinden für Blogbeiträge gibts damit

<a href=”http://provinzblog.de/twitter-umfrage/”><img title=”Deutschland Zwitschert” src=”http://www.fastfoodmedia.de/media/dz09-klein.png” alt=”" width=”300″ height=”90″ /></a>

Danke Euch!

In letzter Zeit häufen sich die PR-Anfragen von kleineren Firmen, darin wird meist erbeten über verschiedenste Dinge zu schreiben. Billige Werbung für die einen, Aufwertung des Egos für die anderen.

Da ich allerdings nur über Sachen schreibe, die ich per Paket geschickt bekomme, hält sich Werbung bei mir hier glücklicherweise in Grenzen.

Eine ganz neue Masche, um an Verlinkungen zu kommen, durfte ich heute in meinem Mailpostfach bewundern. Da fragt mich eine Nadia Weltenberg ganz nett, ob ich denn ein kleines Interview geben könnte.

Sehr geehrter Herr Geißler,

ich betreibe den Blog internet-modell.de und möchte meinen Lesern öfters mal einen besonderen „Leckerbissen“ präsentieren – sprich: interessante Erfahrungsberichte und Interviews. Mir gefällt Ihr Blog inhaltlich sehr gut. Hätten Sie Lust, sich für ein kurzes schriftliches Interview zur Verfügung zu stellen? Die ganze Sache dürfte nicht länger als 10 Minuten in Anspruch nehmen. Für Sie wäre das eine günstige Gelegenheit, den ein oder anderen neuen Leser für Ihr Blog zu gewinnen ;-)

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir die unten aufgeführten 5 Fragen kurz und knackig beantworten:

Frage 1
Stellen Sie Ihr Blog bitte kurz vor!

Frage 2
Wie haben Sie mit Ihrem Blog angefangen?

Frage 3
Welche technischen Hilfsmittel benutzen Sie?

Frage 4
Welche Themen interessieren Ihre Benutzer am meisten?

Frage 5
Welche Ziele haben Sie sich in Bezug auf Ihr Blog gesetzt und sind diese erreicht worden?

Bitte schicken Sie mir noch ein Bild von sich oder Ihrer Internetpräsenz/Blog/Firma mit!

Ich bedanke mich für Ihre Mühe! So bald wie möglich werde ich Ihnen die URL zu diesem Blog-Beitrag zukommen lassen und würde mich über eine Erwähnung des Artikels Ihrerseits sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen,
Nadia Weltenberg

Da ich ja nicht einfach irgendwem Interviews gebe, begab ich mich natürlich erst einmal auf die genannte Webseite. Viel ist da nicht los, bemerkenswert ist allerdings, dass im Impressum statt einer Nadia Weltenberg eine Penka Ivanova Dimitrova aus Bulgarien vermerkt ist – na wenn da mal nicht gleich die Alarmglocken angehen. Und wäre die Verwirrung nicht schon groß genug, wird als Autor im Blog noch ein Ralf Kettler erwähnt, sehr dubios das ganze.

Eine kleine Recherche bringt dann zutage, was mir sowieso schon dämmerte. Bezeichnenderweise gibt’s die ausführliche Antwort im IT-Psycho-Blog vom Namensvetter Sebastian Geisler. Der wurde vor Kurzem nämlich mit derselben Mail belästigt und hat sich mal umgesehen. Kurz gesagt geht es bei dieser ganzen Aktion vor allem um eins: um Backlinks.
Wer ein Interview gegeben hat, der wird darüber berichten und einen Link zur obigen Internetadresse setzen. Je mehr Links nun auf eine Internetadresse verweisen, desto wertvoller wird sie. Denn Backlinks sind von immenser Bedeutung für Suchmaschinen, sind sie doch die Währung, die zeigen, wie wichtig eine Internetseite ist.

Frau Weltenberg a.k.a Dimitrova a.k.a Ursula Schmidt-Stafford hat also jede Menge Internetadressen gekauft und möchte diese im Wert steigern. Eine Liste von diesen Domains findet ihr ebenfalls im IT-Psycho-Blog. Dort wird auch erklärt, was eine Verlinkung für Einfluss auf den eigenen Suchmaschinenrang haben kann. Also auf keinen Fall ein Interview geben!
Was mich jetzt noch stört, ist, dass ich scheinbar in irgendeiner Spam-Datenbank gelandet bin, da Sebastian Geislers IT-Blog und ich innerhalb weniger Tage angeschrieben worden sind, gehe ich mal von einer alphabetischen Vorgehensweise aus. Irgendwie blöd.

Noch seltsamer ist aber, dass der andere Sebastian genau Zitat-Zeichen im Blog benutzt wie ich… unheimlich.

Da kommt mal was kreatives aus Augsburg und keiner merkt es, jedenfalls ich nicht. Ein paar Studenten aus der schönen Fuggerstadt produzieren hier nämlich für das Videoportal myVideo.de ein ShortSitcom-Format.

In the flat geht’s um das Leben der vier Jungs Titus, Sam, David und Jonse, die sich zu einer etwas chaotischen WG zusammengetan haben. In bisher drei recht lustigen Folgen zeigen die vier sympathischen Jungs, wie schwer es ist, hier in Augsburg den WG-Alltag zu bestreiten. Das ein oder andere gezeigte kenne ich aus eigener Erfahrung ganz gut ;)

Ich finde es ganz nett gemacht und finde es gut, dass Augsburg auch mal mit witzig-kreativen Inhalten auf sich aufmerksam macht und nicht nur einen lustigen Bürgermeister mit Glatze zu bieten hat.

Die bisher drei regulären Folgen könnte ihr, neben ein paar witzigen Outtakes, auf myVideo gucken. Eine Folge könnt ihr gleich mit einem Klick auf “mehr” hier im Blog anschauen. Leider ist der myVideo-Player irgendwie total bescheuert – aber dafür können die Jungs von the flat ja nix.
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Auf Recherche für eine Seminararbeit gerade entdeckt: Der Shortbooks-Podcast, ein netter Feed zum Abonnieren.

Shortbooks dürfte den Meisten ja sicherlich ein Begriff sein – jedenfalls den Lesefaulen, die trotzdem gern mit Wissen herumposen wollen. Bei Shortbooks werden dazu kostenpflichtig Kurzzusammenfassungen von Büchern aller Art angeboten, als PDF oder eben als zusammenfassendes Hörbuch. Innerhalb einer halben Stunde kann man sich so das Wissen einer 1000-Seiten-Schwarte aneignen.

Einige ausgewählte Bücher kann man auch kostenlos abonnieren, über den eingangs erwähnten Podcast. Da gibts nicht nur ein alte Klassiker, sondern auch ein paar recht neue Hörbücher zu beziehen. Empfehlenswert ist da z.B. das noch sehr aktuelle Jeffersons Erben, indem Tobias Moorstedt über den Internetwahlkampf in den USA 2008.

Jeden Monat erscheinen im Feed 2-3 neue Hörbücher, ganz aktuell gibt es auch eine Kurzzusammenfassung von Marxs Das Kapital. Falls es jemand also immer noch nicht gelesen haben sollte, der kann es jetzt im Schnellverfahren durchpauken.

Eigentlich nicht überraschend, aber dennoch schön es mal schwarz auf weiß zu sehen: Der Provinzblog ist besser als Bild-Online – jedenfalls, wenn es nach Seittest.de geht.

Dieses herrlich sinnlose Online-Analyse-Tool benotet in vier Kategorien Inhalt, SPAM, Reputation und Usability von Webseiten. Wie genau die einzelnen Kategorien z.B. das sprachliche Niveau berechnet wird, bleibt aber ein großes Geheimnis. Das Zeugnis von Provinzblog kann aber dennoch überzeugen:

Blogzeugnis Provinzblog
Inhalt sehr gut
SPAM gut
Reputation befriedigend
Usability gut
Endnote gut (1,8)

Schön das Provinzblog vor allem inhaltlich überzeugen kann. Die BILD-Zeitung hat übrigens als Endnote nur eine 2,4 bekommen.

Sicherlich ein total sinnloser Webseitentest, aber lustig ist er allemal.

[via]

“Genervt”, das trifft es wohl am ehesten, wenn man als Blogbetreiber ständig von neuen Abmahn-Panik-Beiträgen beschäftigen muss. Die Quintessenz dieser Berichterstattung ist immer: „Jede Unachtsamkeit im Blog kann zu Abmahnungen führen, die sich böse im Geldbeutel bemerkbar machen.“

Diese ständige Drohkulisse ist in meinen Augen ganz klar einer der Gründe, warum die Deutsche Blogosphäre im internationalen Vergleich darbend darniederliegt. Wer hat schon Lust, ständig seinen Rechtsanwalt zu bemühen, wenn es um seinen Hobby-Blog geht.

Schwerwiegend kommt hinzu, dass der Durchschnittsblogger nicht die geringste Ahnung hat, was er denn von den ganzen Panik-Meldungen zu halten hat. Die neuste Sau, die durch Klein-Bloggersdorf gejagt wird, ist ein Datenschutzproblem hinsichtlich Akismet, dem praktischen Anti-Spam-Plugin von Wordpress. Da damit User-Daten und Kommentare direkt an Wordpress geschickt werden, um sie mit der Spam-Datenbank zu vergleichen, findet hier quasi ein Austausch von User-Daten an Dritte statt, den man zumindest in seine Datenschutzbestimmungen erwähnen sollte.

Jetzt rufen die Einen: “Panik – Abmahnungsgefahr!” und die Anderen “No-Panic – alles halb so schlimm” – wem soll ich denn jetzt glauben? Ich bin Blogger, kein Jurist und habe auch nicht vor einer zu werden.

Verständlicherweise habe ich nicht wirklich Lust, mit solchen Dingen meine Zeit zu verbringen, trotzdem kommt man inzwischen um diese ganzen rechtlichen Kram nicht mehr herum – das kann einem das Bloggen schon vergrämen.

Ich hab mir inzwischen handliche Datenschutzbestimmungen eingebaut und mich dabei vom Law-Blog inspirieren lassen, ob ich damit abgesichert bin, kann ich nicht mal ansatzweise beantworten – ich würde es jedoch gern glauben.

Zusätzlich müsste ich ja nun auf jede neue rechtliche Unsicherheit mit einer Erweiterung meiner Datenschutzbestimmungen reagieren, was mich zu der Frage führt, warum eigentlich noch kein Medienrechtler auf die Idee gekommen ist, eine Art “Medienrecht”-Projekt a lá Creative-Commons zu erfinden?

Damit könnte man dann mit wenigen Klicks einen kompletten Datenschutztext/Disclaimer für Blogs generieren, der dann verlinkbar wäre. Änderungen der Gesetzeslage und Erweiterungen der Bestimmungen, würden dann automatisch eingefügt werden und ich als Blogger würde dann höchstens mit einer Mail belästigt, die mich auf Änderungen des Textes hinweisen würde.

Bleibt für mich die Frage: Ist das Thema so komplex, dass sich da keiner rantraut oder warum gibt es sowas noch nicht?!

Der Spiegel und das Web2.0, das wird wohl nie eine echte Liebesbeziehung. Zwar gehört SPON zu den meist verlinkten Webseiten der Blogosphäre, auf der anderen Seite hat man allerdings meist nur Häme und Spott für die Laienjournalisten übrig. Noch schlimmer ist es allerdings, wenn sich Politiker in die 2.0 Spähren des Netzes vorwagen.

Da ist der Vorstoß des hessischen SPD-Spitzenkandidaten in die Weiten des Web2.0 natürlich wiedermal ein gefundenes Fressen. TSG –wie er inzwischen neckisch genannt wird- ist ja bekanntlich der Kandidat ohne Chance, das wird jedenfalls immer wieder betont, dennoch hält es ihn nicht davon ab, mal ein paar innovative Ideen auszuprobieren und wilderten im Obama’schen Web2.0-Wahlkampf.


Spiegel-Online empört
sich dabei hauptsächlich an dem YouTube-Video-Versuch von Schäfer-Gümbel. Am Anfang des Videos entschuldigt er sich brav in die Kamera und widmet sich dann den Sinn und zweck der ganzen Mission: Er macht Wahlkampf und zwar Interaktiven d. h., er wirft ein paar Themen in den Raum und bittet die Zuseher darum, ihn Fragen und Anregungen zu schicken.

SPON ist das allerdings zu langweilig, sie wollten wohl eher Schäfer-Gümbels Gang nach Canossa sehen – ein indirektes „also wir investigative Journalisten hätten da nachgehakt“ schwingt beim Spiegelbeitrag dann halt immer mit. Was bei Obama noch Begeisterung auslöste und als große Innovation geadelt wurde, ist beim Schäfer-Gümbel halt wieder total doof. Deutsche Politiker sollen schließlich mit den Zeitungen reden.

Vielleicht fürchtet der Spiegel um seine Deutungshoheit politischer Inhalte oder vielleicht sind die Journalisten einfach zu eitel, um sich dem Thema mal auf ernsthaftere Weise anzunähern. Auf jeden politischen Innovationsversuch im Internet wird sofort mit der verbalen Keule eingeschlagen, bis es am Ende wieder heißt: „Richtige“ Berichterstattung gibt es nur hier.

Dabei muss meiner Meinung nach jeder Versuch, Politik wieder näher an den Menschen zu bringen, gelobt werden. Ob das bei TSG so klappt, kann ich mir im Moment weniger vorstellen. Die Aktionen wirken tatsächlich wie mit der heißen Nadel gestrickt.

So ist die Unterstützer-Webseite zwar von einer Agentur zusammengezimmert worden, die griffen aber gleich mal auf ein kostenloses Design von freeCSStemplates zurück. Selbst für ein so kurzfristiges Projekt sollte man doch als Werbeagentur immer was in der Schublade haben und etwas mehr bieten als eine simple „Unterschriften-Liste“. Warum überhaupt zwei Gümbel’sche Webseiten im Netz stehen ist sowieso unverständlich.

Im Moment wirkt Online-Wahlkampf in Deutschland, wenn er überhaupt durchgeführt wird, immer so als dürfe er nichts kosten und man mache es eigentlich nur, weil alle es irgendwie erwarten. Die Webschiene wird einfach nicht konsequent gefahren. Wenn der Kandidat schon in Facebook auftaucht, dann sollte er (oder zumindest die Agentur dahinter) regelmäßig Nachrichten posten, dass wenigstens der Eindruck erweckt wird, er würde sich mit den Leuten im Netzwerk auseinandersetzen. Obama hat’s ja eigentlich vorgemacht, aber irgendwie versteht das scheinbar keiner.

Eine richtige Strategie im Online-Wahlkampf in Deutschland ist also auch im Jahre 1 nach Obama nicht in Sicht. Schön dargestellt werden diese trüben Aussichten übrigens in dieser Studie vom netzpolitik-Macher. Aber ein Schäfer-Gümbel ist halt kein Obama und Hessen nicht die USA, trotzdem hoffe ich, dass es in Deutschland auch irgendwann mal losgeht, mit der Politik 2.0 – allein meiner Masterarbeit wegen wäre das schon echt toll.

Der Lauf der Welt ist manchmal wirklich seltsam. Da dreht man ein Video und schwupps hat man die Möglichkeit rund um die Welt zu reisen. Nein, ich rede jetzt nicht von mir, ich rede von Matthew Harding.

Der Weltenbummler tauchte vor ein paar Jahren mit einem ziemlich seltsamen Tanzvideo im Internet, dass er aus einer Laune heraus mitten in Hanoi aufgenommen hatte. Das war so seltsam und sah so dämlich aus, dass der Kaugummi-Hersteller Stride Gum ihn 2006 darauf ansprach. Da sich seltsame und dämlich aussehende Videos im Internet als absolut virales Marketinginstrument herausgestellt hatten, fragten sie bei Matt an, ob er das nicht noch mal machen könnte. Diesmal allerdings sollte er in so vielen Ländern wie möglich tanzen.

Matt sollte also rund um die Welt reisen, sich dabei beim Tanzen filmen und dafür würde er sogar Geld bekommen, wer hätte so etwas abgelehnt. 6 Monate, 7 Kontinente und 39 Länder später präsentierte er sein erstes Video. Es wurde natürlich ein Erfolg, so funktioniert nun mal das Internet: Kleine dämliche Ideen finden immer anklang. Matt bekam sehr viel Post von überall auf der Welt, indem viele ihn fragten, ob er nicht mit ihnen zusammen tanzen wolle.

So trug Matt 2007 diese Idee, zusammen mit anderen Leuten dämlich vor der Kamera zu tanzen wiederum zu Stride, die – how cool is that ?! – tatsächlich wieder dazu bereit waren, Matt Geld zu für das Projekt zu geben.

Diesmal brauchte er 14 Monate, bereiste 42 Länder und schaffte es über 1000 Freiwillige zu finden, die mit ihm zusammen tanzen wollten. Herausgekommen ist ein richtig, richtig gutes Video, die sympathisch-durchgeknallte Menschen beim Tanzen vor einer unglaublichen Kulisse zeigt und das mit wirklich toller Musik unterlegt.

Jetzt kann man viel von Völkerverständigung sprechen oder vom Internet, das keine Grenzen kennt. Die Interpretation seines Werkes überlässt Matt allerdings anderen. Auf die Frage, was denn seine Message hinter dem Video wäre, lässt er sich nur ein “Up to you. I’m just dancing” entlocken. Irgendwie sehr sympathisch der Typ. Für weitere Infos und die ausführliche Entstehungsgeschichte gibt’s die Seite Where The Hell Is Matt?.

Ich überleg gerade, ob es ratsam wäre, dass mal auf dem Tiananmen-Platz mit Blick auf das Mao-Bild zu probieren. Ich glaub das würde dann mehr zu einem Wettlauf mit dem Sicherheitskräften werden, also lassen wir es lieber…
[via Basti]

Kann mir mal jemand verraten, was ich machen soll wenn mein Internetzugang derzeit komplett von Google abgeschnitten zu sein scheint? Da will ich gerade eine Mail schreiben und im nächsten Moment hagelt es Fehlermeldungen.

Google ist Weg

Ein kleiner Kontrollgang durch die Google-Welt bestätigt meinen Verdacht: sämtliche Googledienste sind nicht verfügbar – bis auf YouTube. Das läuft immerhin halb, was heißt: Es gibt keine Videos nur unformatierten Text zu sehen, was die Seite dann doch wieder unbrauchbar macht.

YouToube Fehler

Die Kontrolle auf meinen iBook verlief ebenso ernüchternd, kein Zugang zur bunten Google-Welt. Ich bin also völlig abgeschnitten von der Welt – ohne Zugriff auf meine wichtigen Daten. So bin bin ich jetzt erst mal arbeitslos, schließlich wollte ich einen Stapel Mails verschicken und dann noch ein Dokument in GoogleDocs bearbeiten. Das ist dann also die neue schillernde Online-Welt, irgendwie fühl ich mich im Moment ziemlich verarscht. Vor allem weil ich tatsächlich überlegen musste, wo ich jetzt die Screenshots hochladen muss, Picasa ist ja auch offline.

Vielleicht sollte ich mich nicht nur auf Google verlassen. Oh Gott, gerade wollte ich bei Google suchen, warum ich Google nicht erreiche und ich musste ganz schön überlegen, welche Suchmaschinen es noch gibt. Ich bin ein Reha-Patient, der wieder laufen lernen muss.

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