Uni


Das Beste kommt immer zum Schluss, heißt es. Obwohl sicherlich klischeehaft, trifft es trotzdem auf die neuste Folge unseres Hörspiels Suni & Partner zu, denn sie ist die definitiv letzte Folge der Reihe in der alten Besetzung.

Dafür haben wir diesmal allerdings keine Kosten und Mühen gescheut und uns Verstärkung ins Boot geholt: Aufgenommen haben wir in den Studios von Antenne Bayern unter der fachmännischen Regie von Christian Lisch. Neben der Stamm-Besetzung gab es eine Sprecherverstärkung prominenter Natur: Kein Geringerer als Hörspiel-Kult-Stimme Lutz Mackensy, bekannt aus TKKG, Die drei Fragezeichen oder Die Ferienbande, leiht Professor Redorius seine markante Stimme!

Aber nicht nur produktionstechnisch wurde aufgerüstet, die letzte Folge von Suni & Partner „Thors Hammer“ ist eine Doppelfolge – damit der Abschied länger dauert. Diesmal sind Suni, Thorsten und Melissa auf der Jagd nach einem alten Wikingerartefakt, das scheinbar göttliche Kräfte besitzt, und erleben dabei einfach so viel, dass es für zwei Folgen reicht.

Einziger Wermutstropfen: Sebastian Grünwald, Suni-Erfinder und Original-Thorsten aus den ersten Folgen ist diesmal von Peter Helwig ersetzt worden. Der macht seine Sache zwar recht ordentlich, aber das Original war mir doch lieber.

Aber sonst ist alles wie immer: Das Konzept pädagogische Inhalte mit Abenteuer- und Detektivgeschichten zu verknüpfen wird auch in „Thors Hammer“ fortgesetzt und wird die Fans wohl auch dieses Mal zufriedenstellen.

Übrigens: Wer sich wundert, warum Suni & Co so kurz vor Weihnachten noch von Ostern sprechen, die drei jungen Detektive leben nicht in einem Zeitloch, die Produktion hat sich einfach so extrem lang hingezogen. Suni ist und bleibt ein Freizeitprojekt – auch wenn diese Folge professioneller ist -und da die Folge eigentlich kurz nach Ostern rauskommen sollte, hatten wir diese kleine Anspielung ins Drehbuch eingebaut. Rückblickend vielleicht keine gute Idee, aber man lernt nie aus.

Den zweiten Teil der letzten Folge von Suni & Partner gibt’s am 20.12.2009, dann setzt sich nicht nur Suni zur Ruhe es geht auch eine wirklich gute Zusammenarbeit zu Ende. Gut zwei Jahre hab ich mal mehr mal weniger aktiv bei Suni & Partner mitgearbeitet und es war eine richtig gute Zeit mit extrem unterhaltsamen Aufnahmen – inklusive Versprecher, Lachanfälle und improvisierter Dialoge, die noch drei Folgen füllen könnten.

Da kann einem schon ziemlich wehmütig werden, aber wer weiß, was die Zukunft für Suni & Partner bereithält, vielleicht gibt’s ja in 20 Jahren noch mal eine Reunion.
Jetzt aber erst mal viel Spaß bei Folge 8 von Suni & Partner: Der Hammer der Götter

Der seltsamste Dialog, den ich zum Thema Bildungsstreik gehört habe:

S1: Du, morgen ist ja Streik, da wollte ich dann schon hin irgendwie.

S2: Ja, stimmt. Aber Mist, haben wir da nicht Seminar.

S1: Ja, leider, hab ich mir auch schon gedacht. Dann können wir das wohl vergessen mit dem Streik.

S2: Mh, schade. Wäre gerne hingegangen…

Jetzt versteh ich auch, warum bei Augsburger Demos immer so wenig los ist…

Bildungsstreik Bayern, Demos: 17. Juni 2009

… auf diese Idee könnte man kommen, wenn man sich die neuste Microsoft-Rabatt-Aktion ansieht.

Ab dem 8. April können Studenten Microsoft Office Ultimate 2007 für extrem günstige 52 Euro erwerben. Einzige Bedingung ist es, dass man an einer der aufgelisteten Hochschulen eingetragen und somit eine Hochschul-E-Mail-Adresse besitzt. Alternativ gibts auch die etwas aufwendigere Möglichkeit sich mit Studentenausweis und/oder Immatrikulationsbescheinigung zu verifizieren.

Neben dem Office-Paket gibts auch noch ein paar andere Angebote, die mir aber bei Weitem nicht so verlockend vorkommen.

Also für alle die Noch-, Neu- oder Langzeit-Studenten ist das ein ziemlich gutes Angebot, dass man sich auf jeden Fall mal näher anschauen sollte. Die Studentenversion kostet normalerweise nämlich um die 250 Euro.

Und bevor hier wieder irgendwelche Antikapitalisten einen Kommentar ablassen: Nein, das ist keine Werbung, nur ein Service für meine Kommilitonen, schließlich müssen wir Studenten unser Geld zusammenhalten ;)

Wie vor Kurzem angekündigt, besuchte ich heute den Gastvortrag von Dr. Jan Schmidt an der Uni Augsburg. Thema des Vortrages: “Persönliche Öffentlichkeiten im Web 2.0. Merkmale und Konsequenzen des onlinegestützten Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagements” Mir war es leider etwas zu sehr aus der Sicht von Social Networks betrachtet, interessant war es trotzdem.

Vor allem ein neuer Ansatz zur Systematisierung vom Web2.0 in publizistische und kommunikatorische Netzwerke. Weblogs wären demnach publizistisch und damit mehr an die Massenmedien angelehnt, Social Networks hingegen seien mehr für die Kommunikation gedacht.

Ein in meinen Augen ein interessanter Ansatz, der vielleicht ein wenig Struktur in das unstrukturierte Web2.0 bringen könnte. So ganz überzeugt bin ich leider trotzdem nicht, da beide Netzwerke eigentlich grundsätzlich ähnliche Funktionen bieten, nur in unterschiedlichem Rahmen.

Der Weblog dient in meinen Augen grundsätzlich immer noch der Selbstdarstellung – und auch wenn ein wichtiger Punkt im Blog das Publizieren von Beiträgen ist, zielen die Beiträge immer darauf, Kommentare zu erzeugen. Der Dialog mit anderen steht also auch hier im Mittelpunkt, Kommunikation durch Blogbeiträge also. Weiterhin entstehen in vielen Blogs, auch in meinem, viele Beiträge im Hinblick auf meine Stammleser, mein soziales Blognetz sozusagen.

Weblogs und Soziale Netzwerke haben hier also ganz klar Gemeinsamkeiten: Man stellt sich dar, Unterschiede gibt es nur in der Art und Weise, wie das geschieht. Die publizistischen Beiträge sind in Facebook oder StudiVZ wesentlich kleiner: Ein Foto hier, ein Video da garniert mit einem Gästebucheintrag.

Der wirklich entscheidende Unterschied zwischen Blog und Freundenetzwerk liegt in meinen Augen in der Zugänglichkeit. Bei Weblogs ziehe ich zusätzlich zu meinem bereits bestehenden sozialen Netzwerk, dass ich erreichen möchte, noch eine anonyme Masse hinzu – grundsätzlich um mein soziales Netzwerk auf diese Weise zu erweitern. Im Freundenetzwerk hat es sich inzwischen eingebürgert, Profile und andere Inhalte nur seinen Freunden zu öffnen.

Mein Nutzungsverhalten der Web2.0-Tools ist Schmidts Gedanken also genau entgegengesetzt, ich kommuniziere mehr über Blogs, vielleicht auch Microblogs, als über Freundenetzwerke, die für mich mehr zu einer Repräsentationsplattform verkommen sind, auf der ich mich selbst publiziere :)

Interessant war’s allemal.

Ich hoffe der HSV gewinnt heute, damit Jan Schmidt Augsburg in guter Erinnerung behält…

Warum lerne ich eigentlich nie, schon während des Semesters Hausarbeiten zu schreiben? Jedes Mal sammelt sich gegen Ende der vorlesungsfreien Zeit ein Stapel Arbeit auf meinem Tisch und ich hab nicht die geringste Lust ihn zu bearbeiten. Dieses Semester kam noch hinzu, dass ich in der letzten Woche drei Referate halten musste und nebenbei eine Bewerbung für ein Praktikum zu basteln. Weiterhin muss ich noch ein Referat zum nächsten Montag fertig haben – ich sollte also so langsam anfangen – und eine Hausarbeit muss gar schon nächste Woche fertig sein.

Und da das alles noch nicht reicht, gebe ich mir noch die volle Ladung deutscher Bürokratie und Wühle mich durch Anträge, Fragebögen und Formularen, um studentische Hilfskraft an unserer KW-Professur zu werden. Es steht nämlich eine interessante Blogstudie ins Haus, an der ich fleißig mitcodieren und nebenbei meinen Semesterbeitrag finanzieren will.

Jetzt brauch ich plötzlich beglaubigte Kopien von allem möglichen Zeug, muss Büroschlüssel organisieren, meine BA-Arbeit scheint auch endlich kontrolliert zu sein und wartet auf Einsicht und irgendwo dazwischen schreib ich eben an meinen Hausarbeiten und dem ausstehenden Referat. Und warum der Stress? Weil ich mir während des bisherigen Semesters doch ab und an nur den Wanst gekrault habe. So langsam müsste ich meinen Vorsatz: “Dieses Semester schreib ich meine Hausarbeiten schon in der Vorlesungszeit” auch mal umsetzen.

Dieses Semester wird das allerdings nichts mehr – im nächsten wird hoffentlich alles besser…

Ach, da hatte ich es gelassen…

Es gibt mal wieder Neuigkeiten von Suni & Partner, dem Hörspiel-Podcast der Uni Augsburg. Die drei Hobbydedektive ermitteln mal wieder. Diesmal geht es um ein altes Buch, dass für viel Wirbel sorgt. Ganz nebenbei werden – pädagogisch wertvoll – Informationen über das Leben im Mittelalter under Buchdruckkunst an die meist jungen Hörer gebracht.

In dieser Folge hab ich nicht nur einen relativ großen Sprechpart bekommen, sondern durfte mich auch am Schnitt versuchen. So richtig klar war mir der Aufwand, der hinter so einer Produktion steht am Anfang nicht. Schließlich müssen tonnenweise Soundeffekte, Musik-Loops gesucht und Tonspuren angepasst und geordnet werden.

Der Großteil der Arbeit viel allerdings auf das Anpassen der Dialoge. Da wir nur ein Mikrofon zur Verfügung haben, ist die Laustärke der einzelnen Sprecher sehr unterschiedlich. Eine schreckliche Fummelarbeit, die alle auf die selbe Lautstärke zu bekommen!

Das Finden von Soundeffekten hat sich übrigens mit der Seite Soundsnap erheblich vereinfacht, die kann ich für ähnliche Produktionen nur empfehlen.

Ich hoffe mir ist es gelungen mit Das Erbe des Gauklers ein stimmiges Hörspiel zusammenzuschneiden. Viel Spaß bei hören.

PS: Falls jemand ein Tonstudio zu verschenken hat, bitte sendet es an die Uni Augsburg. Danke im Vorraus ;)

War ja eigentlich klar, wenn ich mir mal einen Vormittag vom Praktikum frei nehme, um meine BA-Arbeit mal offiziell in die Wege zu leiten, klappt das natürlich nicht auf normalem Wege. Wie ich mich erst durch Bastie erinnerte, war ja heute der große Streiktag an der Universität.

Ab 8 Uhr sollte es nach Angaben des Aktionsbündnisses losgehen, also brach ich etwas früher zur Uni auf. Dort angekommen stand ich aber buchstäblich vor verschlossenen Türen. In einer Nacht- und Nebelaktion hatten die Aktivisten mit Stühlen und Vorhängeschlössern viele Eingänge verrammelt.

Ich muss gestehen, war ich bisher doch Sympathisant der Aktionen, war ich heute durchaus etwas angepisst. Schließlich kann ich mir nicht jeden Tag frei nehmen. Aber irgendwie ging’s an manchen Stellen in die Uni und tatsächlich waren auch die ganzen Verwaltungsfachangestellten vor Ort anzutreffen.

Am Ende war die Mission erfüllt, meine BA-Arbeit angemeldet und ich im nächsten Zug nach München. Jetzt interessiert mich eigentlich nur noch, wie viele Studierende am Nachmittag auf den Rathausplatz demonstriert haben.

Ein kleines, leichtes Rätsel:

Ein neuer Tag beginnt recht früh, was für mich als Student recht ungewohnt ist. Aber dieses fremde Gefühl vergeht recht rasch, bin ich doch topmotiviert für mein aktuelles Praktikum in München. Das bedurfte natürlich eine Reorganisation meines Tagesablaufes. Mit 8 Stunden täglicher Arbeit muss man sich auch erstmal anfreunden, wenn man vorher seinen Tag recht locker selbst einteilen konnte. Veränderungen sind allerdings immer auch schöne Herausforderungen.

Ich fahre also ab sofort jeden Morgen in die Landeshauptstadt in die Redaktion eines jungen Magazins – bzw. eines Magazins für Junge und Junggebliebene. Die Mitarbeiter sind modern, modisch und irgendwie anders, als das, was ich bisher so zu sehen bekommen habe. Es macht Spaß mit so einem originellen Team zusammenzuarbeiten, obwohl noch alles fremd und unbekannt ist.

Da sitze ich nun also 2 Monate in der Online-Redaktion und hoffe viel mitzunehmen. Sicherlich bin ich noch unkundig im Umgang mit der Online-Community, aber das, was ich bisher erlebt habe, war wirklich toll. Das Praktikum wird mich in der Hinsicht also sicherlich verändern – was aber letztlich ja auch das Ziel eines Praktikums ist.

Was natürlich jetzt etwas zu kurz kommt, ist mein Blog – der liegt ungenutzt da und wird dummerweise derzeit wieder sehr stark durch Spam in Anspruch genommen. Aber keine Sorge ich werde schon ab und an noch zum Schreiben kommen.

Und wer nun wissen will, wo ich denn mein Praktikum mache, der schaue sich einfach die Fett geschriebenen Wörter an. Das alles sind Synonyme für das griechische Fremdwort, welches auch der Titel des Blattes ist, für das ich derzeit Arbeite. Schwer ist es nicht, aber es ist auch Freitag, da soll man nicht mehr so viel denken.

Es steht ja außer Frage, dass die Teilbibliothek Sozialwissenschaften der Uni Augsburg der schönste Teil unserer Bibliothek ist. Ein Traum aus Glas, Stahl und Beton, mit Wasser und viel Grün drumherum.

Innen ist alles ebenso modern: ein luftiges Innenleben, hell erleuchtet und mit viel Platz. Ganz anders also als die dunkle, altmodische Zentral-Bib oder die Teil-Bib für Geisteswissenschaften mit ihren verwinkelten Gängen.

Ich muss in diesen Tage allerdings feststellen, dass diese schöne moderne Bibliothek auch ihre Nachteile hat. Dank kompletter Glasfront ist es nicht nur hell, es ist auch schön warm in den Räumen. Die schwachbrüstige Klimaanlage flüstert zwar vor sich hin, aber wirklich kühl wird es nicht. Fast befürchte ich eine spontane Selbstentzündung der Bücher, wenn ich in meinem eigenen Schweiß badend über den Wälzern brüte.

Für Abhilfe gegen übermäßige Sonne sollen wohl die vollautomatischen Rollladen an den Fenstern sorgen. Leider sind sie nur ein Tropfen auf dem brennendheißen Stein und noch dazu sehr belastend mit ihrem Automatismus. Denn kaum schiebt sich mal eine kleine Wolke in selbstmörderischer Absicht vor die Sonne, rattern die Rollladen nach oben. Strahlt die Sonne wieder, rattern sie wieder nach unten. Ein ständiges hin und her, dass nach dem dritten Mal, dann doch anfängt zu nerven.

Nein, dann sitze ich doch lieber im Hochbunker der Zentralbib im kühlem Dunkel. Schwitzen in der Bib ist schließlich unsozial…

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