Die Unruhen in Frankreich nehmen ja langsam ab, wie man aus allen Quellen entnehmen kann. Jedenfalls wenn es nach der neuen Krawall-Skala der Medien geht. Früher war das alles viel komplizierter, da wurde zu den 1. Mai-Krawallen wahlweise mit Pflastersteinen oder brennenden Mülltonnen gemessen.
Seit dem Beginn der Unruhen am 27. Oktober ist die Einheit der Krawallskala das brennende Auto. Überall ist es in den Medien präsent. Über die Krawalle ist ja auf Dauer auch nichts Neues zu sagen, wie es aussieht. Also wird in jeder Meldung die Anzahl von verbrannten Autos eingefügt, was dem geneigten Zuschauer sagt, wie schlimm die Ausschreitungen wieder waren. Vielleicht kommt ja auch bald eine Krawallvorschau, wie beim Wetterbericht, wird dann ein Karte eingeblendet, wo erkennbar wird, ob das geliebte Auto sicher steht oder nicht und wie viele Fahrzeuge voraussichtlich brennen werden.
Wie wichtig die Autos bei diesem derzeitigen Ausnahmezustand für die Medien zu sein scheinen konnte ich heute sehen, als ein ProSieben-Moderator auf dem Schrottplatz stand, um zu Zeigen wo denn die ausgebrannten Wagen hingebracht werden. Das nenn ich investigativen Journalismus.
Nun gut, ich bin gespannt auf die nächste große Nachricht, auf die sich unsere Presse stürzen kann. Die Vogelgrippe ist ja auch plötzlich verschwunden als ob sie nie da gewesen wäre… war sie überhaupt da…unheimlich…

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