Eine lange Nacht ging gestern wieder mal zu Ende, eine Besondere natürlich, sonst würd ich ja nichts drüber schreiben.
Gestern fand nämlich die 4., 5. oder 6. (so genau weiß das keiner) Nacht des studentischen Films in Augsburg statt . Die hatte es im Gegensatz zur Letzten (etwas verregneten) in sich, denn nach etwas schwachen Start entwickelte sich der Abend zu einem ganz besonderen Filmvergnügen.

Erwähnenswert natürlich der Film von meinen Kumpel Andi. Ich hab ihn nach mehrmaligen Sehen, immer noch nicht verstanden. Der französische Titel Je sais ce que tu as fait la nuit dernière suggeriert aber schon schweren französischen Autorenfilm der 70er Jahre (der Scherz sei mir gegönnt)


Fliegengewicht für Quadratköpfe. Rubrik: Lustige Hüte in Berlin

Zu den weiteren Highlights des Abends zählten The unseen Video, die Diplomarbeit für die FH Augsburg von Daniel Scheibel und Ferdinand Weinrother. Das Ganze ist ein Musikvideo zu You Make Me Feel von Milosh, natürlich auch kein Normales sondern ein Wetterabhängiges. Was das heißt, kann man auf theunseenvideo.com begutachten.

Beim Starten des Videos wird festgestellt, wo auf der Welt man sich befindet und wie das Wetter ist und danach wird das Video dann dynamisch berechnet. Im Winter gibt es so kristalline Formen und kalte Farben, im Frühling mehr Grün und Blüten. Schaut’s euch einfach mal an, ist echt mal „creativity made in Augsburg“.

Opus ein etwas älterer Kurzfilm mit „Starbesetzung“. Oliver Korittke zeigt, wie sich ein Drehbuchautor aus einer Schaffenskrise schreibt. Eine herrlich schräger Film, aber für die Bewertung des Abends außer Konkurrenz laufend, da der Film nicht nur von der Besetzung auch von der Produktion sehr professionell ist.

Das absolute Highlight war aber ein kleiner feiner Film namens Fliegenpflicht für Querköpfe. Vor dem Berliner Stephan „Flint“ Müller ist keine Reklametafel, kein Verkehrsschild und Nichtmal die Berliner Polizei sicher. Ein echtes Feuerwerk von genial-komischen Ideen. Schwer zu beschreiben, was da alles vor sich geht, im Grunde spielt er viel mit Perspektiven. Er hängt sich beispielsweise vor Plakaten damit der Eindruck entsteht er sei Teil des Selbigen. Ein weiteres Highlight des Films, zwei Polizisten in einen Topf, die darüber sinnieren, dass es ja schon ziemlich heiß darin ist (natürlich sieht es nur so aus als wären sie im Topf, es wurden keine Polizisten verletzt!)

Der Film wurde seit 2004 mit Kurzfilmpreisen überhäuft und 2006 ist er also endlich auch in Augsburg angekommen, allein dafür hat sich der Abend im Mephisto gelohnt.

Wenn irgendjemand weiß, wie ich an diesen Film komme, bitte sagt’s mir!

Fazit:

Gut

Was lässt sich zusammenfassen sagen. 4 von 5 Popkorntüten, aufgrund des schwachen Starts und der vielen Musik vor und nach der Pause, was nicht an der Qualität der Musik lag, die war zweifelsohne gut, aber nicht mein Fall.

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