08.
August
2007
Dass heute das Hohe Friedensfest in Augsburg begangen wird, geisterte ja schon durch die üblichen Verdächtigen der Augsburger Blogs und verhalf Augsburg laut Chris auch schon zum Artikel des Tages der deutschen Wikipedia.
Seit 1650 gibt es diesen ausschließlich auf das Stadtgebiet Augsburg beschränkten Feiertag, an dem der Gleichstellung der Protestanten mit den Katholiken gedacht wird. Da inzwischen über 350 Jahre vergangen sind, sollte man doch eigentlich annehmen, dass dieser Feiertag auch beim letzten Augsburger im Kalender stehen sollte. Erstaunlicherweise gibt es dennoch genug Mitbürger, die völlig erstaunt vorm verschlossenen Schwaben Center standen und in den EDEKA wollten. Eine resolute ältere Dame rüttelte gar an der Schiebetür des Einkaufcenters, verwundert, warum diese sich nicht öffnete. Und manch glücklicher Arbeitnehmer war anscheinend auch sehr verwundert, dass er an seinem freien Tag nicht gemütlich shoppen gehen konnte. Hätten sie mal ein Blick auf die Augsburger Blogs oder ins AugsburgWiki geworfen, dann hätten sie sich den Weg sparen können.
Doch nicht nur die Augsburger können sich über diesen zusätzlichen Feiertag freuen, auch den Einzelhändlern der umliegenden Gemeinden dürfte ein Strahlen auf dem Gesicht liegen. Ganze Heerscharen von Augsburgern strömten in die unzähligen Läden und ließen ihr Feiertagsgeld gleich da. Ich nehme mich da gar nicht aus, aber so kam ich wenigstens an schöne Stühle für sagenhafte 60 statt der ausgewiesenen 364 Euro. Dass macht wenigstens für kurze Zeit vergessen, dass ich dank meines lädierten Knies heute kein Feiertagsfußball spielen konnte.
Mit dem heutigen Tag endet dann auch Pax 2007 und damit ein weiteres Jahr, in dem ich nicht eine der unzähligen Veranstaltung des Festprogramms besucht habe. Asche auf mein Haupt – nächstes Jahr geh ich bestimmt zu einer Veranstaltung, versprochen…

Eine Reaktion auf “Frieden in Augsburg”
Pingback vom 10. August 2007 um 05:52
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