So langsam treibt der WM-Wahn seltsame Stilblüten. Wie Focus berichtet, wünschen sich einige Bundestagsabgeordnete eine Vorladung Jürgen Klinsmanns vor den Sportausschuss des Parlaments.

Nach dem schlechten Spiel am vergangenen Mittwoch wünschen sich die „Sportexperten“ Norbert „ich-hätte-gern-ein-paar-Antworten“ Barthle , Miriam „nicht-mehr-experimentieren“ Gruß (FDP) und Reinhold „sichere-Basis“ Hemker (SPD) ein Vorsprechen des Bundestrainers. Denn die Frage „Wie präsentiert sich Deutschland?“, wie sie Frau Gruss stellt, ist entscheidend für den Bund. Der ist nämlich größter Sponsor der WM und da möchten die Abgeordneten schon was geboten bekommen.

Fußall-WM in Deutschland

Wenn das Beispiel Schule macht, werden sich wohl bald die anderen Sponsoren bei den anderen Trainern Erkundigungen nach der Form der Mannschaften einholen. Coca Cola & Co haben ja viel Geld investiert und wollen nicht, dass die großen Favoriten zu früh ausscheiden. Nicht dass noch einmal so ein komisches Finale wie bei der EM 2004 rauskommt: Griechenland gegen Portugal – nicht grad der Verkaufsschlager. England gegen Deutschland, das hätte Quote gebracht!

Aber was soll ich noch sagen, Bundestagsabgeordnete hören sich gerne Reden und Zeitungen drucken solch heiße Luft dann auch gern ab, irgendwie müssen sie ja die Seiten zwischen der Werbung füllen.

Klinsmann soll einfach weiter machen, wie bisher. Beim ConfedCup gabs doch auch sehr schöne Spiele. Keine Sorge, das wird schon liebe Abgeordnete. Macht euch lieber mal sorgen, wie ihr die Neuverschuldung senkt, das Gesundheits- und Bildungswesen saniert und die Steuerlast für die Bürger verringert. Viel Spaß dabei.

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