01.
Juni
2009
Da will man an diesem Sonnigen Pfingstmontag mal ganz entspannt im Biergarten sitzen und sich tief in die bayerische Tradition des Maß-Krug-Stemmens vertiefen und was muss man mit bedauern feststellen?! Selbst hier zwischen weißem Kies und grünen Baumkronen halten Hightech-Geräte Einzug.
Im Parkhäusl-Biergarten im Siebentischwald, nahe am Augsburger Zoo gibt es neuerdings (vielleicht auch schon länger) für jeden, der Speisen bestellt einen Pager. Der brummt los, sobald das Essen fertig ist und abgeholt werden kann. Dann marschiert der Kunde los und holt sich sein Essen ab, ohne Wartezeiten natürlich. So sparen sich die Gäste langes rumstehen vor der Essensausgabe und die Betreiber brauchen weniger Bedienungen.

Ist mir fast schon zu viel Technik für einen der gemütlichsten Biergarten Augsburgs, trotzdem aber noch verzeihlich, das Bier ist schließlich süffig und darauf kommt’s letztlich an.

1. Juni 2009 um 21:50
Wow, was es nicht alles gibt! Ob ich das tatsächlich als fuggerschen Vorstadtchick ansehe oder brauchbare Vertechnisierung in der weitentwickelten Biergartenkultur, davon mach ich mir dann in drei Wochen mein eigenes Bild. (Maxfest und so…;))
2. Juni 2009 um 06:26
Wir waren letztens auch mal dort.
Ich fand witzig wie das Ding mit blinken angefangen hat. Aber auf jeden Fall besser als wenn jemand schreien würde “die weißwürschtl sin fertig”. Da ist das brummen wohl doch entspannender
2. Juni 2009 um 13:10
@Bastie: Ein traditionsbewusster Lederhosenträger würde jetzt natürlich sagen: “Des G’schrei g’hert sich so! Des is die Biergarten-Atmo!!” Und selbst ich als Lederhosenverweigerer denke, dass hier ein bisschen der Atmosphäre verloren geht. Es muss halt ein bisschen Hektisch sein im Biergarten
@eHeldin: Na dann laufen wir uns ja vielleicht übern Weg. Du erkennst mich an meinen Pagern, die vor sich hinbrummen, weil ich vergessen habe, wo ich was zu trinken bestellt hatte
3. Juni 2009 um 02:04
@Bastie: also als verfechter der bayrischen Bierseligkeit möcht ich nur kurz darauf hinweisen, dass du sicherlich in keinem Biergarten Bayerns Wißwürschtel vom Grill bekommen wirst…
und man kann dem Ganzen ja auch einfach entgehen, indem man seine eigene Brotzeit mitbringt. Das ist ja erlaubt.
4. Juni 2009 um 17:13
Was die brummen auch, wenn das Bier fertig ist? Ich als berliner Biertrinker stellte mir immer vor, dass da so eine Frau in einem Dirndl kommt und einem das Bier und die Weißwürste bringt und nicht das mensch sich die selbser abholen muss.
Also da kommt ja mein ganzes Bayernbild ins schwanken…
4. Juni 2009 um 18:33
“ins Schwanken geraten” ist da n ganz gutes Stichwort. Ob man nach dem vierten Bier das vibrieren noch mitkriegt?
4. Juni 2009 um 19:17
Der wahr wirklich gut Felix, har har… aber Spaß beiseite es geht ja um Bier, das wird natürlich ohne Summer ausgegeben, direkt frisch gezapft. Nur bei Sachen, die nicht sofort ausgegeben werden können, kommt der Pager zum Einsatz. Und wie gesagt, das ist schone in bisschen Schickimicki und nicht auf ganz Bayern übertragbar.
5. Juni 2009 um 18:19
Einfach inne Hose stecken, dann summts da auch ma wieder^^