31.
März
2010
Lange hat es gedauert, aber gut zwei Jahre nachdem wir in einem kleinen Team um Professor Dr. Christiane Eilders angefangen hatten deutsche Politikblogs zu untersuchen, ist der daraus resultierende Fachartikel nun tatsächlich hochoffiziell erschienen.
Zivilgesellschaftliche Konstruktionen politischer Realität – Eine vergleichende Analyse zu Themen und Nachrichtenfaktoren in politischen Weblogs und professionellem Journalismus heißt das gute Stück und ist in der aktuellen M&K – Medien & Kommunikationswissenschaft zu lesen.
Die Arbeit mit Professor Eilders und dem Team war eine hochinteressante Erfahrung und zeigte mir auch, wie langwierig Forschung doch ist. Im Grunde ist der Artikel nämlich schon fast veraltet und kommt vielleicht ein Jahr zu spät. Trotzdem ist er ein tolles Beispiel, wohin Lehrforschungsprojekte führen können. Entstanden war die Idee nämlich aus einem Seminar heraus.
So viel Erfahrungen ich dabei auch sammeln konnte, hat mir das Projekt allerdings auch gezeigt, dass dieses rein wissenschaftliche Arbeiten nicht so ganz mein Fall ist – jedenfalls nicht auf Dauer. Das wäre mir dann wohl doch etwas zu trocken.
Wer den Artikel lesen möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Die M&K gibts nur im Abo und das ist nicht ganz billig. Als Mitautor habe ich die aktuelle Ausgabe inklusiver dreier Sonderdrucke des Artikels kostenlos vom Verlag erhalten. So kann ich wenigstens beweisen, dass der Artikel erschienen ist und meinen Eltern ein Ostergeschenk machen – ist schließlich meine erste richtige Veröffentlichung.
Dann muss ich im Grunde jetzt nur noch meine Masterarbeit fertigstellen – das allerdings dauert aber noch ein bisschen…

3. April 2010 um 12:33
Es war immer angenehm, mit dir und dem Team zusammenzuarbeiten. Ich wünsche dir jetzt auf jeden Fall viel Erfolg mit der Masterarbeit!
3. April 2010 um 19:47
Dank dir, hat mir auch Spaß gemacht mit dem Team – war schon lehrreich und spannend.
12. April 2010 um 17:17
hmm, aber worauf habt ihr die politischen Blogs Deutschlands denn untersucht? eigentlich kenn ich kaum welche, oder sind diese spinner vom linken und rechten rand gemeint, altermedia und so? sonst kenn ich eigentlich nur “achse des guten”, wo der broder mitschreibt oder mal mitgeschrieben hat…
ich halte deutschland in der hinsicht eh für n drittes-welt-land, wenn man das mal mit der politischen bloggerszene von den amis vergleicht!
12. April 2010 um 18:26
@Rudi: Wir haben die Blogs mit deutschen Print- und Onlinemedien verglichen.
Im ersten Schritt haben wir geschaut ob Polit-Blogs andere Themen und geografische Schwerpunkte bei ihren Themen setzten als die Massenmedien.
Im zweiten Schritt haben wir uns sieben politische Themen herausgesucht und geschaut, wie diese in den Top50-Blogs in Deutschland behandelt werden – auch wieder im Vergleich zu den Massenmedien.
Es gibt inzwischen eine Reihe von Blogs, die sich sehr gut mit politischen Themen auseinandersetzen: Der Spiegelfechter und Netzpolitikwären da wohl die prominentesten Beispiele.
Spätestens seit der Zensursula-Debatte ist auch in Deutschland eine kritische Masse von politischen Blogs bzw. Bloggern entstanden, die zwar noch lange nicht an die amerikanische Szene heranreicht, aber durchaus Qualität abliefert.
28. April 2010 um 09:58
Wow, Gratulation. Klingt spannend, gerade weil man Blogs für mich ein wichtiges Demokratie-Instrument sind!
PS: Der Link zur M&K funktioniert leider nicht ) :
14. Juni 2010 um 13:10
Hey ich glaube wir haben die Zeitung in der SoWi Bib. Ich werde es mir mal anschauen aber ersteinmal herzlichen Glückwunsch zu dem Artikel! Aber sag mal, ist Nomos nicht so ein totaler Mainstream Verlag, die auch allgemein total teuer sind. Habe von denen so Bände zur Staatstheorie von Nicos Poulantzas und der war echt ziemlich teuer!
14. Juni 2010 um 19:34
Danke, danke
Nomos ist einfach ein Fachverlag und Fachzeitschriften sind wie Fachbücher immer teuer. Geringe Auflage und geringes Werbevolumen verursachen einfach hohe Preise
17. Juni 2010 um 10:43
Naja, also die Bücher vom VSA Verlag aber auch vom VS Verlag sind deutlich günstiger als Nomos. Meine Profs publizieren auch teilweise im Nomos Verlag und soweit ich rausgefunden habe, sind die so teuer, weil Nomos so ein Verlag ist, wo nicht alle publizieren dürfen, sondern nur Leute, die Namen haben.
Also daher schon Chapeau.