23.
Mai
2008
Das Gute an meinem Appartment ist, dass ich hier keinen Wecker brauche. Hier gibt es einen wunderbar funktionierenden Weckdienst. Jeden Morgen kommt ein anderer, mal die Putzfrau, mal jemand von der Rezeption, der sich für irgendwelche Baumaßnahmen entschuldigen möchte.
Heute Morgen war es allerdings richtig hektisch. Ein Postbote stand vor der Tür und wollte mir irgendwas ausliefern. Ich verstand nicht, was er wollte und er verstand nicht, warum ich ihn denn nicht verstand. Also rief er seinen Chef an und fragte nochmal nach. Kurz darauf passierte das, was ich erwartet hatte, er entschuldigte sich vielmals und verschwand schnell wieder. Wahrscheinlich also eine Verwechslung, hätte ich den Empfangsschein allerdings unterschrieben, hätte ich den Brief wohl ohne Probleme bekommen können.
Der verirrte Postbote war allerdings nicht der Einzige, der da vor der Tür stand. Zwei Bauarbeiter wollten auch mal vorbeischauen. Grund des Besuchs war mal wieder Fenster vermessen. Das hatte ein anderer vor einer Woche zwar schon gemacht, aber sie wollten vielleicht noch mal sicher gehen. Vielleicht wollen sie ja nur vermessen ob das Haus nach dem Erdbeben noch gerade steht, wer weiß.
Man gewöhnt sich allerdings recht schnell an den morgendlichen Weckdienst und demnächst werde ich dann wohl schon mal Frühstück für uns alle vorbereiten, wenn sich Putzfrau, Bauarbeiter und Postbote bei mir treffen.

24. Mai 2008 um 00:16
Hi Sebastian,
interessant, was Du so alles hier schreibst. Ich glaube, ich werde hier schön regelmäßig lesen bis zu unserem Abflug von Düsseldorf. Da sind für mich als China-Neuling doch etliche interessante Infos dabei… hoffentlich kontrolliert das IOC nicht auch noch unsere Blog-Seite, aber da die privat organisiert ist, glaube ich das eher nicht.
Ich hoffe übrigens nicht, daß dieser “Weckdienst” auch im Hotel vorbeikommt… noch wissen wir übrigens nicht, wo wir untergebracht sind.
Wir sehen uns!
Dirk
24. Mai 2008 um 09:30
Na das hier wird ja auch nicht kontrolliert, weil ja definitv privat geschrieben. Also so lange ich keine Olympischen Symbole benutzte, kann man mir hier ja nix verbieten
Soweit ich weiß, ist die ganze AO-Bande im Beijing Sentury Apartment Hotel einquartiert, aber sich bin ich mir da auch nicht. Aber sehen werden wir uns bestimmt, so groß ist ja Peking nicht