Ein alljährliches Ritual zu Silvester stellen die Einkäufe der alkoholischen Partyhilfsmittel dar. Auch in diesem Jahr führte der Weg für diese immens wichtige Vorbereitung zum Supermarkt um die Ecke.

Der Einkauf gestaltet sich recht einfach: hier ein Kästchen, da ein Fläschchen und von den Tüten da auch noch ein paar. Der überquellende Einkaufswagen rattert unter gemeinsamer Anstrengung zur Kasse. Doch wie erwartet, stellt die Wartezeit an derselbigen den größten Zeitfaktor beim Shoppen dar. Denn aus unerfindlichen Gründen decken sich die Leute derzeit mit allerlei seltsamen Gegenständen ein, die Fragezeichen auf meiner Stirn hinterlassen.

Zwei Wagen vor uns steht ein älteres, eindeutig augsburgerisches Ehepaar. Ihr Einkaufswagen ist randvoll mit Toilettenpapier. Wobei randvoll nicht nur einen vollgepackten Korb umfasst sondern auch die Getränkeablage unterhalb des Korbes. Ein anderes Paar legt ohne mit der Wimper zu Zucken ca. 20 großen Shampoo-Flaschen aufs Kassenband.

Höchst befremdlich dieses Verhalten, selbst mit dem Wissen um die Mehrwertsteuererhöhung am 1. Januar. Hier geht’s schließlich wirklich nur um Centbeträge. Gut, Kleinvieh macht auch Mist und wer den Cent nicht ehrt, ist den Euro nicht wert. Ich finde es insgesamt etwas übertrieben, aber ich kaufe auch nur das Billig-Toilettenpapier von Aldi…

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