07.
Dezember
2005
Ich bin verwirrt. Wer mich kennt, weiß, dass ich eigentlich ziemlich oft verwirrt bin. Warum aber heute?!
Nun, ich kam heute lässig schlendernd vor einem Seminarraum an. Natürlich überzog der vorherige Kurs wieder und so stand ich erstmal dumm in der Gegend rum.
Mein Blick viel auf die mannigfaltigen Plakate an den Wänden und Türen. Neben den üblichen, “Seminar XY wird verschoben” und Ankündigungen von Diavorträgen hing da noch ein Warnschild an der Wand. Stand da doch tatsächlich:
“Rauchen fügt den Menschen in ihrer Umgebung Schaden zu”
Aufgemacht wie ein Warnhinweis auf Zigarettenschachteln also schwarzer Rahmen um weißen Grund mit schwarzer Schrift. Was will mir dieses Schild nun sagen? So gesehen stört es die Raucher ja auch nicht, wenn der Scheiß auf der Schachtel steht, also warum steht das da an der Wand? Soll man hier vor den Seminarräumen nicht rauchen? Mir erschloss sich der Sinn dieses Hinweises nicht.
Kurze Zeit später, vor dem nächsten Seminarraum stehe ich schon wieder dumm in der Gegend rum (in der Uni steht oder sitzt man zu 75 Prozent dumm rum). Wieder sehe ich das Schild. Doch hier mahnt es ohne Wirkung. der Dunst von unzähligen Zigaretten verhindert eine gute Sicht auf das Schild, denn gequalmt wird hier wie in einem irischen Pub (als Rauchen da noch erlaubt war).
Das könnte jetzt bedeuten, dass Raucher einfach asozial sind und sich nicht um ihre Mitmenschen scheren. Aber das Problem liegt an der Uni Augsburg viel tiefer. Für den rauchenden Studierenden gibt es einige Hürden zu überwinden. Die entscheidende Frage für sie lautet nämlich: Wo darf ich eigentlich rauchen?
An den Türen um die Hörsäle herum kleben große “Nichtrauchen”-Schilder. Bedeuten die nun, vor oder hinter der Türe Rauchen verboten? Aschenbecher sind auf beiden Seiten der Tür und außer den allgegenwärtigen Hinweisen, dass Rauchen den Mitmenschen Schaden zufüge, gibt es keine weiteren Hinweise, ob das Qualmen erlaubt ist oder nicht.
Da hält man es am besten wie meine Freundin, die sich ob der Unentschlossenheit der Universitätsverwaltung, einfach vor die Tür stellte und rauchte.
Am besten schmeißt man die Kippen gleich weg, kosten bloß Geld und stinken.
PS.: Jedem Raucher sei noch dieser FAZ Artikel ans Herz gelegt, also reißt euch mal am riemen Jungs und Mädels.

Eine Reaktion auf “Rauchverbot”
Pingback vom 14. März 2006 um 18:33
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