Da teaser ich einen Beitrag über das fantastische chinesische Essen an und dann überleg ich es mir doch gerade spontan anders. Anlässlich des Formel-1-Sieges von Räikkönen gibt’s ein anderes Special – das Transportwesen in China. Der heutige Tag ist ein besonders gutes Beispiel, wie es laufen kann.

In Shanghai gibt es ziemlich viele Transportmöglichkeiten, um von A nach B zu gelangen. Da wären die überall – wirklich überall – zu findenden Taxis. An der Straße solltest du nie jemanden Grüßen und mit der Hand winken, es könnte sofort ein Taxi stehen bleiben. Was allerdings ganz in Ordnung sein kann, denn wenn man in einer riesigen Stadt wie Shanghai irgendwo hin will, dann brauch man einen fahrbaren Untersatz. Selber fahren sollte man tunlichst vermeiden. Zu verschieden ist der asiatische Fahrstil vom europäischen. Denn hinter scheinbarem Chaos auf den Straßen steckt durchaus ein System. Unfälle hab ich bis jetzt eigentlich noch keinen gesehen, trotz erschreckend geringen Sicherheitsabständen und wilden Überholorgien auf der Busspur – das System funktioniert einfach und ist wahnsinnig faszinierend.

Doch zurück zu den Taxis. Das gängige System ist es, dem Fahrer eine Visitenkarte mit der Adresse des Wunschortes zu überreichen. Solche Karten bietet jede Bar, jedes Hotel und Restaurant meist von sich aus an und es gibt ganze Kataloge mit Adressen für Touristen. Zweisprachig stehen dann dort die Adresse und der Name des Etablissements drauf, manchmal sogar mit kleinen Karten zur besseren Orientierung. Die werden meist dann benötigt, wenn der Taxifahrer so gar keine Ahnung davon hat, wo sich der Ort deiner Wahl befindet. Das kommt durch aus vor bei den Taxifahrern in Shanghai, sie finden allerdings trotzdem fast immer zum Ziel. Fragt mich nicht wie die das schaffen, aber irgendwie kommen sie an und das extrem billig.


So auch heute, als uns ein Taxi zum Grand Prix fuhr. Irgendwie wusste er nicht wirklich wo es lang ging, aber nach knapp einer Stunde standen wir tatsächlich vor der gewaltigen Haupttribüne des Shanghai International Circuit. Insgesamt zahlten wir dafür knapp 5 Euro pro Nase. Wer mal etwas rumkommen möchte in Shanghai und auch genug Zeit mitbringt, dem sei eine Fahrt im Taxi anzuraten. Wie es in anderen Städten um die Taxifahrer bestellt ist, werden wir noch erfahren, ab heute haben wir unsere Zelte erst mal in Suzhou aufgeschlagen.

Das war natürlich noch nicht alles, was es zum Transportwesen in China zu erzählen gibt. Selbst Bahnfahren ist hier etwas völlig anderes, als in Deutschland, aber davon gibts demnächst einen Beitrag.

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