Alle Beiträge mit dem Tag: Alltagsbetrachtungen


Als zwischenzeitlicher Vollzeitinvalide (ich laboriere immer noch wegen meinem Rücken herum) schießen mir ständig irgendwelche dümmlichen Fragen durch den Kopf, auf die nur schwerlich eine Antwort zu finden ist. Stellenweise rutschen diese sogar ins Philosophische ab.

So fragte ich mich heute, wieso ich in den letzten Tagen immer davon Träume auf einen Wecker zu sehen und aufgrund der Uhrzeit immer beschließe aufzustehen. Aus irgendeinen Grund stehe ich dann wirklich auf. Leider ist es dann aber nicht 6 Uhr wie im Traum sondern 3 oder 4 Uhr. Würde ich es nicht besser wissen, würde ich doch glatt behaupten mein Unterbewusstsein will mich verarschen. Vielleicht stellt sich mein Körper auf die herannahende Sommerzeit ein, wer weiß.

Die zweite Frage, die mich beschäftigt hat Hausmüll zum Thema. Warum ist der Mülleimer denn eigentlich schon wieder voll, obwohl ich den erst gestern geleert habe. Produziere ich denn wirklich so viel Müll an einen Tag?! Ich dachte immer ich bin dank Pfadfinder und Mülltrennungswahn in den 90ern geschult genug wenig Müll zu produzieren. Andererseits ist vielleicht nur der Mülleimer viel zu klein und es sollte ein größerer angeschafft werden. Dann allerdings würde es enger in der Küche werden und die Frage ob ich zu viel Müll produziere beantwortet das dann auch nicht.

Ist schon komisch, was einem so durch den Kopf geht, wenn man unter Schmerzen seinen Tag verbringen muss. Vielleicht liegt es aber nur an den starken Tabletten…

Ich dachte es gibt sie noch, die letzten Bastionen der Männlichkeit, wo Männer noch Männer sind und sich ganz ihrem eigenen Machogehabe hingeben können. Nein ich rede nicht von einer Badewanne mit schön viel Schaum, ich rede vom Pokertisch.

Wem kommt denn beim Pokern nicht eine unrasierte, ungepflegte nach Whisky stinkende Gruppe von kernigen Männern in den Sinn. Im Mundwinkel hängen winzige Zigarettenstummel, auf denen nervös gekaut, aber nicht gezogen wird. In der Hand halten sie die Spielkarten und versuchen sich mit markigen Sprüchen aus der Fassung zu bringen. Es liegt eine elektrisierende Spannung in der Luft. Die wiederum ist von Rauchfäden durchzogen und trübt das Licht der kleinen Lampe, die über den Tisch baumelt.

Als ich mich heute auf den Weg machte, um einen Kumpel bei der Final-Runde eines lokalen Pokerturnier als moralische Stütze zu dienen, kam mir natürlich auch wieder dieses wunderbare Klischee in den Sinn. Um so enttäuschter war ich, als ich dann das Etablissement betrat.
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