Alle Beiträge mit dem Tag: Berlin


Drei Versuche hat es gebraucht, um endlich zu einem Live-Gig der Killers zu kommen. Diesmal konnten wir endlich auch drei Karten ergattern. Die hatten wir uns schon vor drei Monaten gesichert. Was lange währt wird endlich gut? Bei dem Killers-Konzert am letzten Samstag kann man das nur mit Abstrichen behaupten.

Gründe dafür gibt es genug, einer davon: Unglaubliche drei Mal wurde das Konzert nämlich verlegt. Von der Columbia-Halle, in den Hangar 2 des Flughafens Tempelhof und letztlich dann in die gewaltige Arena in Treptow. Und da liegt der Hund begraben.

Zwar pilgerten wahre Menschenkarawanen von der S-Bahnstation Treptower Park in Richtung Arena, die riesige Halle konnten sie allerdings nicht füllen – etwas oversized die Location. Es gab demnach eine massive Menschenanhäufung in vor der Bühne, der Rest des Publikums stand in lockeren Gruppen im Weit der Halle. Lange mussten die allerdings nicht warten, die Vorband schmetterte erstaunlicherweise schon während des Einlasses vor sich hin und viertel vor 10 ging die große Show los – und die Killers sorgten wirklich dafür.

Auf einer gewaltigen halb-transparenten Leinwand stimmten Impressionen einer mexikanisch-amerikanisch anmutenden Wüstenlandschaft ein auf die musikalische Reise nach Sam‘s Town. Mit einem lauten Knall fiel dann auch die Leinwand und ein Haufen Glitter schoss aus den Kanonen am Bühnenrand: Glamorous Indie Rock ’n Roll eben, frei nach ihrem eigenen Song.
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Die Straßenumfrage gehört wohl für jeden Praktikanten eines Radiosenders zum täglich Brot. Es ist ein ständiger Kampf gegen flüchtende Passanten und maulfaule Mitbürger – immer auf der Suche nach dem perfekten O-Ton. Da unterhält man sich schon mal 5 Minuten mit einem Rentner über die „gute alte Zeit“. Schließlich könnte er einen passendes Wort fallen lassen.

Dass ebendiese Rentner extrem militant sein können, wird jedem Praktikanten sehr schnell klar. „Mit Leuten wie ihnen red ich nicht!“, ist ein Statement, welches beim ersten Mal schon ganz schön in die Glieder fährt. Kennt der Herr mich etwa? Was hab ich ihn denn getan? „Sie sind ein total beschissener Sender“, wird dann meist noch nachgeschoben und wild gestikulierend auf das Mikrofon mit dem Senderlogo gezeigt. Freundlich verabschiedend zieht man dann besser von dannen, wenn man nicht in eine Wertediskussion verwickelt werden möchte.
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Es war ganz schön ruhig die letzten Tage – leider nur im Blog. Mich zog es nämlich am Wochenende nach Berlin, bzw. ich zog dort hin. Kurzfristig konnte ich vor meinem Urlaub (hab ich den noch gar nicht erwähnt?) letzte Woche noch ein Praktikum beim Berliner Rundfunk ergattern können.

Seit gestern werkele ich nun fleißig beim Radio und bin ziemlich erschlagen von dem ganzen Workflow. Aber ich bin ganz gut dabei, alles zu lernen. Noch laufen mir die Leute bei Straßen-Umfragen in Scharen davon. Das wird noch, meine Praktikanten-Kollegen und natürlich auch die richtigen Redakteure helfen einem immer schön, wenn’s mal irgendwo hakt.

Es ist schon sehr faszinierend zu sehen, wie schnell hier Nachrichten gemacht werden. Vom klingeln des DPA-Eilmeldung bis hin zum fertigen Beitrag mit O-Tönen vergehen da manchmal nur 20 Minuten. Mir macht es jedenfalls ziemlich viel Spaß. Heute gab es sogar Groupies im Foyer des Medien-Zentrums: Nevio, Ex-Superstarkandidat, war zu Gast beim Nachbarsender. Gesehen hab ich ihn allerdings nicht, was mir aber irgendwie nicht sonderlich viel ausgemacht hat.

Leider, leider, hab ich nun viel weniger Zeit meiner Blogger-Leidenschaft nachzugehen. Jeden Tag ein Beitrag zu schreiben, werde ich wohl nicht durchhalten, aber es wird regelmäßig was Neues aus der Berliner Provinz geben.

Ich weiß nicht, wie ich es immer mit schlafwandlerischer Sicherheit schaffe, die tollsten Sachen zu verpassen. Vor ein paar Monaten erfuhr ich erst im Nachhinein von dem kostenlosen Festival mit „The Thermals“ und „David & the Citizens“, worüber ich mich grün und blau ärgerte.

Kaum hab ich wieder meine normale Farbe angenommen kommt schon das nächste Unglück um die Ecke. Ich hab doch tatsächlich verpasst, mir Karten für The Killers zu sichern! Genauer: Karten für The Killers in Huxley´s Neue Welt am 4. November.

Da schaut man regelmäßig in die verschiedenen Veranstaltungskalender und trotzdem schafft man es nicht, sich Karten zu sichern. Ich bin schon wieder ganz grün und blau. Ich will dahin und zwar nach Berlin! Nur dort kann ich nämlich zusammen mit meiner Freundin hingehen und die ist ein weit größerer Killers-Fan als ich.

Die einzigen Karten, die es noch gibt, sind für das Konzert in München. Was leben da für Menschen, dass es noch Karten gibt?! Sei’s drum, nach München kann meine Freundin unter der Woche nicht fahren und ich will nicht mal daran denken dort allein hinzufahren. Was ich mir dann wieder anhören könnte! Tod und Verderben sag ich da nur!

Wenn jemand meiner Millionen Leser Karten hat für das Killerskonzert in Berlin, soll er mir die unverzüglich schicken, ich erwähne ihn auch namentlich an dieser Stelle und in meinen Memoiren. NAMENTLICH! Ihr wisst, was das heißt: Nie endender Ruhm!

Das kann doch wohl nicht wahr sein: Vogelgrippeverdacht in Berlin Hellersdorf/Marzahn! Und das, wenn ich meinen Urlaub hier verbringe! Jetzt wird es Zeit sich für die Pandemie vorzubereiten!

Bei pandemie.com deck ich mich schnell mit Atemmasken ein. 60 Stück pro Person sollen es laut Kalkulator schon sein, kostet knapp 300 Euro. Warum man so viele brauch? pandemie.com hat die Antworten:

…im Pandemiefall all jene, die keine Masken kauften, bei Ihnen “ausleihen” wollen.
…es wie bei vielen andern eingelagerten Gebrauchsgütern zu einem “natürlichen” Schwund kommt.
…die Pandemie länger dauern kann als erwartet und vorhergesagt.

Mh, aber dann brauch ich auch noch Schutzanzüge, Schutzbrillen, Handschuhe. Nein. Ich denke ich bleibe einfach zu Hause.

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