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Es steht ja außer Frage, dass die Teilbibliothek Sozialwissenschaften der Uni Augsburg der schönste Teil unserer Bibliothek ist. Ein Traum aus Glas, Stahl und Beton, mit Wasser und viel Grün drumherum.

Innen ist alles ebenso modern: ein luftiges Innenleben, hell erleuchtet und mit viel Platz. Ganz anders also als die dunkle, altmodische Zentral-Bib oder die Teil-Bib für Geisteswissenschaften mit ihren verwinkelten Gängen.

Ich muss in diesen Tage allerdings feststellen, dass diese schöne moderne Bibliothek auch ihre Nachteile hat. Dank kompletter Glasfront ist es nicht nur hell, es ist auch schön warm in den Räumen. Die schwachbrüstige Klimaanlage flüstert zwar vor sich hin, aber wirklich kühl wird es nicht. Fast befürchte ich eine spontane Selbstentzündung der Bücher, wenn ich in meinem eigenen Schweiß badend über den Wälzern brüte.

Für Abhilfe gegen übermäßige Sonne sollen wohl die vollautomatischen Rollladen an den Fenstern sorgen. Leider sind sie nur ein Tropfen auf dem brennendheißen Stein und noch dazu sehr belastend mit ihrem Automatismus. Denn kaum schiebt sich mal eine kleine Wolke in selbstmörderischer Absicht vor die Sonne, rattern die Rollladen nach oben. Strahlt die Sonne wieder, rattern sie wieder nach unten. Ein ständiges hin und her, dass nach dem dritten Mal, dann doch anfängt zu nerven.

Nein, dann sitze ich doch lieber im Hochbunker der Zentralbib im kühlem Dunkel. Schwitzen in der Bib ist schließlich unsozial…

Die Universitäts-Bibliothek von Augsburg gehört sicherlich nicht zu den Besten der Welt, nein, das ganz sicher nicht. Bisher war es jedoch so, dass ich zu jedem Thema auch einigermaßen ausreichend Literatur gefunden habe. Dazu bemüht man natürlich, modern wie man heutzutage ist den Online Public Access Catalogue – kurz OPAC.

Das sieht dann so aus, dass die tief in wissenschaftlicher Arbeit versunkenen Studenten an PCs in der Bibliothek sitzen und dort in dem Bibliothekskatalog via OPAC suchen. So sollte es jedenfalls sein.

Gestern nun begab es sich, dass ich mich zwecks Quellenrecherche für meine nächste 1,0-Semesterarbeit in die Bib (so sagt man das als hipper Student) verirrte. Ich hatte sogar konkrete Bücher und musste nicht ins Blaue mit irgendwelchen Stichworten suchen. Also nur Signaturen herausfinden und Bücher in den Regalen suchen. Es ist aber ein Naturgesetzt, dass Dinge die sich leicht anhören, meist mit ungeahnten Komplikationen verbunden sind.
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