Alle Beiträge mit dem Tag: China


Vielleicht sollten wir uns das mal zu Herzen nehmen. Hier in China ist der Rauchverbot und Gesundheit scheinbar eine patriotische Pflicht, wenn man nach dem Namen des Patriotic Health Campaign Committee geht.

Rauchfrei aus Vaterlandsliebe, vielleicht ein Modell für Bayern?

Gerade in der Innenstadt herumspaziert, um mir mal ein Bild zu machen am Tage der Eröffnungsfeier. Wäre fast nicht mehr rausgekommen. Heute hat der Großteil der Chinesen frei bekommen und dadurch stromern die derzeit alle in der Stadt herum. An einigen Kreuzungen sind so viele Menschen, dass man nicht mal mehr vorangekommt. Ich werde heute wohl auf Schleichwege umsteigen müssen.

Leider wird am Tiananmen kein Livebild von der Eröffnungsfeier übertragen, ich werde wohl umsatteln müssen. Mal sehen, wo ich heute landen werde. Es gibt einige “Live Sites” hier, wo man Rudelgucken betreiben kann. Wobei das hier wohl etwas mehr als ein Rudel sein wird.

[UPDATE 17:30] Man ist das warm heute und ziemlich “neblig” – wie man in Peking jetzt zu sagen pflegt, Smog ist das ja nicht mehr. Aber heute ist es wirklich ziemlich diesig und die hohe Luftfeuchtigkeit wird hoffentlich nicht die Feuerwerksrakteten am explodieren hindern.

Derzeit ist es irgendwie noch schwer Olympia-Fans aus aller Welt zu treffen, die wild-feiernd durch die Straßen ziehen. Nur ein paar Verrückte aus Venezuela sind mir bisher aufgefallen. Es ist aber auch ein bisschen schwer hier aufzufallen, zwischen all den 17 Millionen Chinesen die hier heute auf den Straßen sind.

Gerade fängt es an aus der Decke zu tropfen. Meine Klimaanlage ist wohl aufgetaut. Ich hoffe das ist kein schlechtes Omen für die Eröffnungsfeier heute. Nicht, dass es noch regnet!

[Update: Samstag 2:00 Uhr]Das war warm, sehr lang, aber toll. Der Public Viewing-Platz war allerdings ein Witz. Er bestand eigentlich nur aus der Einfahrt zum Workers Stadium und einer Leinwand auf dem Stadion. Es hatten sich trotzdem etwa 500 Leute zusammengefunden, die nach etwa zwei Stunden auch warm geworden waren miteinander und dann wirklich auch in feierlaune kamen. Am Ende waren alle mehr oder wenig betrunken aber unglaublich glücklich, dass es jetzt ENDLICH los geht. Ich geh jetzt aber ins Bett!

Es ist für mich manchmal immer noch gewöhnungsbedürftig, wenn ich abends durch die Straßen wandere und mir dann Chinesen in quietschbunten Pyjamas entgegenkommen. Manch einer zieht den einfach als Jogging-Anzug-Ersatz an, andere sind beim Schlafengehen auf die Idee gekommen, noch schnell Toast für den nächsten Tag zu kaufen. Die Chinesen sind da pragmatisch, warum denn noch mal ordentlich anziehen, wenn man nur Toast kaufen geht.

Das soll jetzt vorbei sein, zumindest während der Spiele. Die Regierung hat einen kleinen 36-seitigen Ratgeber herausgebracht und an die Haushalte verteilt, der darüber Auskunft gibt, wie sich die Einwohner Pekings in den nächsten Tagen einkleiden sollen. Herausgegeben hat den Ratgeber die Capital Spiritual Civilization Construction Commission – also die Kommission für den Aufbau einer intellektuellen Kultur (oder so). Was es hier nicht alles gibt.

Ein kleiner Auszug aus dem Ratgeber:

  • nicht mehr als drei Farben auftragen (sagt das Mal den Touristen)
  • keine Pyjamas und Slippers mehr in der Öffentlichkeit
  • schwarze Socken bevorzugt, niemals weiße Socken zu schwarzen Schuhen
  • Frisuren sollen dem alter Entsprechen
  • Männer sollen doch bitte nicht ihre Hosen und T-Shirts hochrollen, wenn es warm ist
  • die Kleidung sollte in er passenden Größe angezogen werden

Zusätzlich gibt es weitere Hinweise, wie man sich als Chinese derzeit verhalten soll (vor allem in Gegenwart von Laowais):

  • kein Geknutsche in der Öffentlichkeit
  • die Füße sollen beim Stehen möglichst ein V bilden
  • Händeschütteln sollte nicht länger als drei Sekunden dauern
  • frage niemals einen Ausländer nach Alter, Einkommen, Adresse, Religion, der politischen Einstellung usw.

So wie ich die Chinesen kenne, werden sie einige der Ratschläge natürlich auch befolgen, aber lange nicht alle. Schließlich sind Pyjamas einfach zu bequem. Über den Erfolg solcher “Erziehungsmaßnamen” kann man sowieso streiten. Offiziell ist Spucken ja auch verboten und jeder macht’s.

Trotzdem ist die Kommission für den Aufbau einer intellektuellen Kultur davon überzeugt, dass es helfen wird, ein harmonisches Umfeld für die Spiele zu erzeugen.

Dabei verweist die Behörde gerne auf den Anstelltag, der hier seit einigen Monaten existiert. An jedem elften des Monats wurde Anstellen an Bus- und U-Bahnhaltestellen geübt und tatsächlich stellen sich die Chinesen inzwischen mustergültig an. Allerdings währt das meistens nur so lang kein Bus oder keine U-Bahn einfährt, dann drängeln sich doch wieder alle nach vorne.

Aber wie ich ja bereits sagte Chinesen sind sehr pragmatisch.

Es geht ja die Mär, dass die 60.000 Taxifahrer in Peking alle ein paar Sätze Englisch gelernt haben, um die internationalen Fahrgäste bei den Olympischen Spielen auch zu verstehen.

Von den vielen, vielen Taxifahrern, denen ich inzwischen begegnet bin, sprachen vielleicht zwei rudimentäres Englisch. Der Rest der Meute guckte mich nur meist ungläubig an und schwallte mich auf Chinesisch voll als würde ich es irgendwann verstehen, wenn sie es nur oft genug wiederholen. Die Realität sieht also dann doch etwas anders aus im Olympiajahr 2008.

Touristen sollten im Zweifelsfalle sowieso eher die U-Bahn nehmen, schließlich will man ja rechtzeitig bei den Sportveranstaltungen sein und nicht noch stundenlang mit den Taxifahrern lamentieren. So sieht es bei den normalen Touristen des kommunistischen Staates aus.

Getreu dem Orwellschen Motto “Alle Tiere sind gleich, aber andere sind gleicher”, wird dem gut betuchten Manager und VIP ein in Englisch ausgebildeter Taxifahrer zur Seite gestellt und nicht nur dass, er soll auch über hervorragende Fahrfähigkeiten verfügen.

Selbst das, ist bei vielen Taxifahrern in Peking keine Selbstverständlichkeit. Häufig kann man beobachten, dass Taxifahrer hier an der Ampel im zweiten oder gar dritten Gang anfahren. Warum sie das tun? Ich habe mir erklären lassen, dass viele Chinesen das Prinzip der Gangschaltung nicht wirklich durchschaut haben. Die höheren Gänge sind für sie meist die “schnellen” Gänge, weil man die ja dann einlegt, wenn man 100 oder noch schneller fährt. Wenn ich also schnell fahren will, dann muss ich auch hochschalten in die schnellen Gänge.

Von den Qualen der Allgemeinheit bekommen die VIPs natürlich nichts mit, sie sehen Taxifahrer nach internationalen Standard. So läuft das halt im Kommunismus.

Aber da die Chinesen zwar keine guten Kommunisten dafür umso bessere Geschäftsleute sind, gibt’s auch einen Service für die “normalen” Touristen. Wenn ein Taxifahrer mal wieder nur Bahnhof versteht – oder Verbotene Stadt – dann hat er die Möglichkeit einen Übersetzungsservice anzurufen. Ein Dolmetscher hilft dann beiden Seiten sich zu verständigen.

Mein Tipp lautet aber: Anstatt des ewigen Palaverns, lieber gleich ein neues Taxi suchen. Entweder der Taxifahrer kann etwas mit eurer Visitenkarte (die ihr hoffentlich habt) oder Stadtkarte anfangen oder eben nicht. Dazu braucht es keine Übersetzung. Noch besser ihr seid ein VIP, dann dürft ihr wahrscheinlich auf der Olympischen Fahrspur auf den Stadtring fahren – dann seid ihr ja gleicher.

Ich habe einen Fleck, einen feuchten, direkt vor meiner Badezimmertüre auf dem Teppich. Erst dachte ich, dass ich vielleicht zu nass aus der Dusche durch die Wohnung marschiert bin, aber da der Fleck sich seit ein paar Tagen hartnäckig hält, muss er wohl von etwas anderem kommen.

Aber wozu wohne ich in einer Bonzenwohnung, wenn ich nicht rund um die Uhr die Rezeption anrufen könnte? Die verstanden mein Problem natürlich erst mal überhaupt nicht. Sie fragten mich sogar, woher denn der Fleck komme – wenn ich das wüsste, wäre er schon weg. Aber irgendwann bekam ich einen Handwerkertermin und wie alle Handwerker auf der Welt kam pünktlich nach der Handwerkerzeit eine Dreiviertelstunde zu spät.

Dieser kleine Herr betrachtete meinen Fleck, guckte sich die Decke an, die natürlich komplett trocken war. Ein Problem mit der Klimaanlage hätte ich ja gerade noch selbst entdeckt. Mit dem Überprüfen der Decke war sein Arbeitsgang scheinbar erledigt, er teilte mir per Zeichensprache mit, er würde jetzt jemanden Anrufen und wieder gehen.

Nach einer viertel Stunde kam der nächste Handwerker, der sich auch meinen Fleck ansah und diesmal aber auch IN das Bad hineinging. Er untersuchte mit seiner nicht funktionierenden Taschenlampe meine Dusche und war wohl fündig geworden, denn er sagte etwas was wie ein chinesisches HEUREKA! klang.

Hier also, was ich als seine Erklärung verstand: Das Duschwasser läuft seit jeher total schlecht aus ab und steht gerne in der Duschkabine vor sich hin. Da hier aber sehr sparsam mit Fugenkitt umgegangen wurde, läuft das Wasser nun teilweise UNTER den Fliesenboden nach vorne zu meinem Teppich. Hört sich blöd an, ist aber, wenn man das gestörte Verhältnis von Chinesen zu Fliesen kennt, nicht so abwegig.

Nachdem der strahlende Handwerker mir seine Erkenntnis mitgeteilt hatte, verabschiedete er sich brav und verschwand. Seitdem hat sich nicht viel an meinem Fleck getan, bisher hat sich noch keiner erbarmt meinen Fugenkitt zu erneuern. Aber so langsam bin ich es ehrlich gesagt auch leid, hier ständig irgendwelchen Handwerkern hinterherzulaufen.

Aber da ich nicht ständig mit feuchten Socken rumlaufen möchte, weil ich mal wieder vergessen hab, dass der Fleck da lauert, werde ich mich wohl noch mal zur Rezeption bemühen müssen und einen halben Tag mit den lustigen Handwerkern hier verbringen dürfen.

Ich glaube nichts erklärt eine Eigenart der Chinesen als ein Bild das ich vor kurzem vom Vater meiner Freundin geschickt bekommen habe. Aufgenommen in der Olmypiastadt Quingdao enthält es einen kleinen aber entscheidenden Fehler.

Im Umsetzen von großen Dingen sind Chinesen derzeit Unschlagbar, aber im Detail, da schlampen sie doch gerne noch, wie eine chinesische Arbeitskollegen leztens treffend formulierte.

Chinesen sind ja bekanntermaßen sehr abergläubisch. Wer für Handynummer mit Glückszahlen darin rund 4 Euro mehr ausgibt, der muss das wohl sein. Aberglaube will hier bestimmte Zusammenhänge erklären, die mit normalen, rationalen Methoden nicht erklärbar sind.

Fuwas of Doom” ist die neuste Geschichte, die in China ihre Runden dreht und tatsächlich auch ernsthaft unter den Menschen diskutiert wird. Der Fluch der Freundlichen Fünf, könnte man diese haarsträubende Geschichte wohl am ehesten ins Deutsche übersetzten. Denn die fünf Olympia-Maskottchen werden mit den letzten 4 großen Katastrophen im Reich der Mitte in Verbindung gebracht.

Den Anfang machte NiNi, die grüne Schwalbe hat auf ihren Kopf einen stilisierten Flugdrachen, wie sie ihn China gern genutzt werden. Die heimliche Hauptstadt des Drachenbaus in China ist Weifang in der Shandong-Provinz. Genau dort ereignete sich am 28. April das schlimmste Zugunglück der letzten Jahrzehnte.

Als Zweites folgt die Tibet-Antilope YingYing und was dieses Frühjahr in Tibet passierte, sollte ja noch jeden in Erinnerung sein.

HuanHuan symbolisiert die Olympische Flamme und eine große Schande für die Chinesen war dann auch der völlig missglückte Fackellaufe, mit seinen massiven Protesten in den westlichen Ländern.

JingJing steht für die Katastrophe Nummer vier, die bisher Schlimmste. JingJing ist ein Panda und die berühmteste Pandaaufzucht der Welt ist das Wolong Panda Reservat. Das liegt rein zufällig nur ein paar Kilometer vom Epizentrum des verheerenden Erdbebens der vergangen Jahrzehnte.

Ein Maskottchen ist jetzt noch übrig und das soll für die schlimmste Katastrophe von allen stehen, da sind sich abergläubische Chinesen sicher. BeiBei ist ein stilisierter Fisch, der im Jangtse lebt, demnach gehen die “Experten” von einer gewaltigen Flut aus, die das Land heimsuchen wird. Ob es jetzt ein Fluss sein wird oder ein Tsunami, darüber wird noch gestritten. Es wird jedoch gewarnt sich in Küstenregionen aufzuhalten.

Und fürwahr, es könnte was dran sein an der Geschichte. Vielleicht kommt ja keine Flutwelle, aber die schlimmste Katastrophe, die drohend über Peking schwebt, ist die, dass im regenreichen Monat August die Olympischen Spiele ins Wasser fallen könnten.

“Ost trifft West” ist das Motto eines kleinen aber feinen Buches, dass sich visuell mit den Unterschieden zwischen der chinesischen und deutschen Kultur beschäftigt. Auf 100 Seiten beschäftigt sich das Buch mit den kleinen Dingen des Alltags und den großen gesellschaftlichen Zusammenhängen. Das bringt einen häufig zum Lachen aber auch das ein oder andere mal zum Nachdenken – nicht nur für Chinakenner zu empfehlen.


Geschaffen wurden diese wirklich tollen Bilder von der jungen Künstlerin Yang Liu, die schon so einige internationale Auszeichnungen abstauben konnte. Ein wirklich tolles Buch, dass man auf jeden Fall mal durchblättern sollte. Gerade, wenn man eine Chinareise plant, hilft es ungemein einige chinesischen Eigenarten zu kennen.

Dass in Peking alles andere als gesunde Luftverhältnisse herrschen, muss ich gerade jeden Tag leidvoll erleben. An manchen Tagen kommt ich sehr schnell außer Atem und an an manchen plagen mich extreme Kopfschmerzen. Bin ich einfach nur einfach ein besonders empfindlicher Mensch oder ist die Luft hier in Peking einfach so schmutzig, dass selbst junge Menschen damit zu kämpfen haben?

Der BeijingAirblog versucht diese Frage zu beantworten, indem dort regelmäßig die offiziellen Verschmutzungswerte von Peking interpretiert. Die Regierung misst nämlich jeden Tag die Luft nach Schadstoffen ab und veröffentlicht die Daten. Dieser Air Pollution Index (API) sollte im Olympia-Jahr endlich signifikant sinken. Was laut BeijingAirblog nicht so ganz gelungen ist. Dabei hatte man extra ein paar Messstationen aus der Innenstadt ins saubere Umland verlegt.

Dafür verantwortlich ist der Feinstaub, der durch die Sandstürme aus der Wüste Gobi verstärkt wird. Denn der API zeigt grundsätzlich den höchsten Wert von fünf unterschiedlichen Messsubstanzen und das ist in Peking eigentlich immer der Feinstaubwert.

Wie unterschiedlich die Ansichten übrigens bei der Bewertung des API ist, kann man aus folgender Tabelle entnehmen, die ich von BeijingAirblog übernommen habe.

API/AQI Werte
Auslegung in China Auslegung in Hong Kong Auslegung in den USA
0-50
exellent wenig bis mittlere Verschmutzung gut
51-100
gut hohe Verschmutzung moderat
101-150
etwas Verschmutzung sehr hohe Verschmutzung ungesund für empfindliche Personen
151-200
leichte Verschmutzung sehr hohe Verschmutung ungesund

In China legt man die Werte insgesamt also etwas laxer aus. Hier liegt er im Schnitt bei etwa 100. Wenn man jetzt bedenkt, dass der API eigentlich immer der Feinstaubwert ist, dann liegt Peking an fast allen Tagen des Jahres deutlich über dem zulässigen Höchstwert der Europäischen Union. Derzeit ist er sogar doppelt so hoch!

Und ich wundere mich über Atemnot. Allerdings muss ich gestehen, dass die Kollegen, die ich hier bereits getroffen habe, keine solche Probleme hatten und haben. Scheinbar bin ich doch nur ein Sensibelchen. Selbst die Lebenserwartung ist hier trotz fast toxischer Bedinungen eigentlich relativ hoch. Für Frauen liegt sie bei 78, für Männer bei 74. Vielleicht ist der Staub ja doch gesund, mein Kopf allerdings sagt da was anderes.

Einkaufen ist in China echt manchmal ein einziger Krampf. Ich war heute im Wonderful Supermarkt, eine Art Kaufland, wie sie in Augsburg so vorkommen. Also so ein klein wenig schmutzig und nicht mehr ganz so modern. Dabei ist er aber wesentlich besser, als mein Wu-Markt hier um die Ecke.

Der Wonderful-Markt hat jedenfalls alles, was die moderne chinesische Hausfrau bzw. der Hausmann braucht. Vom hypermodernen Reiskocher für Sie bis zum Flachbildschirm für Ihn. Also irgendwie so, wie bei uns in den großen Supermärkten auch. Man zottelt sich am Anfang einen Einkaufswagen aus der Schlange und rollert durch den Markt – so auch ich.

Ich wollte mir ein paar Stifte und einen Block besorgen und bieg in die Schreibwarenabteilung ein. Ein gewaltiges Paket mit 20 Stiften hat es mir angetan, denn der Preis ist mit 9,9 Yuan ziemlich gut – nicht mal ein Euro wollen sie dafür. Nun ist es allerdings so, dass man nicht einfach die Stifte in den Wagen schmeißt und weiter rollert. Da wären ja viel zu wenig Angestellte nötig. Nein, jede Abteilung im Wonderful-Markt – und zwar wirklich jede – hat eine eigene kleine Kasse. Also Elektro-, Schreib-, Haushaltswaren, Drogerie usw. Bevor du also weiter rollerst, hast du dich an die kleine Abteilungskasse zu stellen und zu bezahlen. Dann bekommst du einen kleinen Kassenzettel mit einem roten Stempel drauf und kannst weiter rollern.

An der Hauptkasse wird dann nur noch mal geschaut, ob du die jeweiligen Abteilungsartikel auch wirklich bezahlt hast und auf dem Kassenzettel kommt noch mal ein roter Stempel. Auf Stempel stehen Chinesen einfach. Alles, was bezahlt wurde, wird abgestempelt. So kann man seine Zeit auch totschlagen.

Es gibt natürlich auch Supermärkte, in denen man alles an einer Kasse bezahlt, aber die chinesische Variante ist verbreiteter. Vor allem Kaufhäuser funktionieren nach genau diesem Prinzip. So kann man viele, viele chinesische Angestellte einstellen, damit die Wirtschaft auch brummt.

Meine 20 Stifte schreiben übrigens sogar und das nicht mal schlecht – obwohl ich immer das Gefühl habe, sie brechen mir gleich auseinander.

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