09.
März
2008
Ja gibt’s das?! Da hab ich es doch tatsächlich nicht geschafft eine kleine Zusammenfassung des Donots-Konzerts vom vergangenen Donnerstag zu schreiben. Das wird natürlich genau jetzt nachgeholt.
Open-Air-Konzerte sind ja schon ziemlich cool, so cool wie letzten Donnerstag allerdings war noch keins, was allerdings vor allem an den ziemlich niedrigen Temperaturen lag. Gut eingepackt mit Schals und Mützen fanden sich doch eine ganz ansehnliche Masse an Menschen auf den Elias-Holl-Platz hinter dem Rathaus ein, um dem kostenlosen Musikvergnügen in Form der Donots zu frönen.
Die ließen die frierenden Fans nicht lange warten, erklimmten kurz nach 19 Uhr den Tourbus und begannen vor historischer Kulisse zu spielen. Trotz eisiger Kälte und rockiger Klänge dauerte es einige Zeit, bis das Publikum warm wurde. Dank der teilweise wirklich guten Comedy-Einlagen zwischen den Songs wurde das Publikum aber dann doch lockerer und das lustige Rumschubsen konnte beginnen. Da merkte man sehr schnell, dass die Donots schon alte Hasen im Musikgeschäft sind, die das Publikum ein ums andere Mal zum Tanzen animieren konnten.
Einen kleinen Lapsus leistete sich allerdings der Schlagzeuger, als er statt Augsburg mit Regensburg verwechselte. “Lyncht ihn!” skandierte Leadsänger Ingo Knollmann daraufhin. Für mich waren die kleinen Einlagen zwischen den Songs tatsächlich schon fast das Beste an dem Konzert. Bisher konnte ich mit den Donots nicht wirklich warm werden, was sich wohl auch mit dem neuen Album Coma Chameleon nicht ändern wird. Die Songs, die ich auf dem Konzert hören konnte, waren zwar nicht schlecht, aber auch nicht zum Ausrasten. Ein zweites Reinhören haben die Jungs sich aber schon verdient.
Allein schon für den Spruch: “Ihr habt ja jetzt gerade Wahlkampf hier. Sagt mal: Wie scheiße sieht der Typ von der CSU eigentlich aus?!” hatte sich der Besuch des Konzertes gelohnt. Ingo Knollmann stellte sich dann, immer noch beeindruckt von dem riesigen Rathaus im Rücken, spontan zur Bürgermeister-Wahl, auch wenn er spätestens im nächsten Jahr mit nem Koffer voll Geld in der Karibik geflüchtet sei.
Als die obligatorische Zugabe gegen 20 Uhr gegeben wurde, gaben nicht nur die Band sondern auch die Fans noch mal alles, tanzten, pogten und sangen aus voller Kehle mit. Ein gelungener Abschluss eines gelungen Konzertes. Ich bin zwar immer noch kein überzeugter Donots-Fan geworden, aber die Jungs sind wahrlich sympathisch und allein für die Show zwischen den Songs hat sich der Abstecher hinter das Rathaus gelohnt. Dass dann doch noch der ein oder andere Song für reflexartige Tanz- und Springbewegungen gesorgt hat, rundete den Abend dann doch noch sehr schön ab.
Fazit: Gerne wieder! Die Location hinter dem Rathaus eignet sich hervorragend für Konzerte, der Sound ist grandios. Die Donots waren es fast. Was allerdings nicht an der Band, als viel mehr an mir als “Nicht-Fan” lag. Aber auch mir wurde eine tolle Show geliefert. Also Danke für das tolle kostenlose Konzert – nächstes mal will ich aber besseres Wetter!

