Alle Beiträge mit dem Tag: Fahrrad


Da ich immer wieder Suchanfragen nach gebrauchten Fahrrädern in Augsburg bekomme und Blogsburg so schön drauf hingewiesen hat, hier ein kleine, allerdings kurzfristigen Tipp für alle die ein gebrauchten Drahtesel suchen in Augsburg suchen.

Das Leihamt der Stadt Augsburg versteigert in regelmäßigen Abständen nicht ausgelöste Pfänder sowie nicht abgeholte Fundsachen und Fahrräder. Nächste Termine sind:
Mittwoch, 11.02.
Donnerstag, 12.02.

  • Die Versteigerungen (außer Fundräderversteigerungen) werden im Pfarrsaal der Pfarrgemeinde St. Max, Franziskanergasse 4, 86152 Augsburg (Nähe Vincentinum) in der Zeit von 9.00 Uhr bis ca.12.00 Uhr und bei Bedarf von 13.00 Uhr bis ca. 15.00 Uhr durchgeführt.
  • Die Versteigerung von Fundrädern findet im Hof des alten Hauptkrankenhauses (Zugang Pulvergäßchen) jeweils ab 9.00 Uhr statt.
  • Pfänder, die an den Versteigerungstagen nicht abgesetzt werden konnten, sind am darauf folgenden Dienstag im Leihamt der Stadt Augsburg im Freiverkauf erhältlich.

Heut und morgen gibt’s also das ein oder andere Schnäppchen zu machen. Wem das alles zu kurzfristig ist, dem seien die weiteren Versteigerungstermine der Stadt Augsburg zu empfehlen. Die nächsten Termine 2009 sind dann Ende April.

Heute habe ich doch tatsächlich das erste Mal das Augsburger Fahrradparkhaus entdeckt, dabei gibt es das Ding schon seit gut einem Jahr. Genutzt wird es auch schon: “Wir sind fast voll” verkündet der Betreiber sogar stolz.

Am Fahrradchaos vorm Bahnhof hat sich freilich nichts geändert, denn wer rechnen kann, wird schnell erkennen, dass ein Parkhaus mit 380 Stellplätzen die über 1500 Fahrräder vorm Bahnhof kaum fassen kann. Zudem hat nicht jeder Lust für einen Fahrradstellplatz zu bezahlen (7€ im Monat/70€ im Jahr), sei er noch so schön bewacht und sicher.

Trotzdem will die Stadt im Frühjahr 2009 härter durchgreifen, maximal 600 Fahrradstellplätze werden vor dem Bahnhof noch bestehen bleiben. Wo die übrigen 700-800 Räder stehen sollen, ist dabei noch nicht ganz raus. Fahrradfahrer zieht euch warm an, die Zeiten werden härter!

Auch bei den Parkplätzen für Autos gibt es ja dank des neuen Augsburger Bürgermeisters wieder Bewegung und zwar ziemlich viel, so hofft OB Gribl, durch die neu eingeführte “Semmeltaste” an den Parkautomaten “die Belegung der Plätze zu erhöhen”.

Er vergisst allerdings dabei, dass die Augsburger Innenstadt bisher eigentlich nicht mit verwaisten Parkplätzen zu kämpfen hatte. In der nächsten Zeit werden also noch mehr Autos die Maximilianstraße auf- und abfahren, auf der Suche nach einer Parklücke.

Manchmal ärgert es mich dann halt doch, dass wir einen Bürgermeister haben, der mit dumpfen, Populismus an die Macht gekommen ist. Vor allem in den Momenten, in denen ich den Kinderwagen die Treppen zum Bahnsteig hinauf- und hinabschleppen muss. Die Fahrräder stören mich nun wirklich nicht Kurt, aber das dieser runtergekommene Bahnhof immer noch keine Aufzüge hat, das geht mir mächtig auf den Geist!

Augsburg bewegt sich. Überall wird gebaut, auf- und abgerissen, zugeschmiert und neu gemacht. Es entstehen neue Umgehungsstraßen, das Kopfsteinpflaster am Rathausplatz wird erneuert und die Arbeiten für die neuen Straßenbahnlinien kommen so langsam in die Gänge überall rattert und knattert es. Schwerpunkt ist der öffentliche Personennahverkehr. Sehr löblich das Ganze, Augsburg ist eh eine sehr grüne Stadt.

Neben den funktionierenden ÖPNV bin ich tagtäglich am liebsten mit dem Rad unterwegs. Alle wichtigen Ziele sind von meiner Wohnung in maximal 15 Minuten zu erreichen, schneller ist der Bus oder die Tram auch nicht. Leider ist Fahrrad fahren in Augsburg nicht so komfortabel, wie das Tram fahren. Der heimische Drahtesel-Besitzer kann da nur neidisch nach Fahrradmetropolen wie Münster oder Kiel schielen.

Augsburgs Fahrradwege, wenn denn vorhanden, sind stellenweise in desolatem Zustand, was mir immer wieder durch mein schmerzendes Gesäß in Erinnerung gerufen wird. Es gibt viel zu wenig Fahrradstellplätze, wie jeder beipflichten wird, der mal an einem der Bahnhöfe sein Rad abstellen wollte. Und wo wir schon bei zu wenig Platz sind, auch auf den Straßen ist häufig zu wenig Platz für die Radfahrer. Ich hab immer etwas Bedenken, wenn ich den Milchberg runter schieße, denn dank Straßenbahnschienen hat der Radler nicht mal einen halben Meter für die Talfahrt. Diese schmale Schneise ist dann auch noch mit Schlaglöchern übersät – jedes Mal ein Abenteuer dort zu radeln.

Eigentlich ist es immer abenteuerlich, durch Augsburg zu radeln. Allein heute wurde mir sicherlich an die 10 Mal die Vorfahrt genommen, meine Fahrbahn durch abbiegende oder parkende Autos versperrt oder einfach nur gefährlich dicht vorbeigefahren.
Aber nicht nur die Autofahrer bestechen durch ihre Ignoranz, auch die Radfahrer hier fallen immer wieder mit haarsträubenden Aktionen auf. Zwei schnatternde Rad fahrende Damen nahmen mir bei Tempo 30 die Vorfahrt. Dank Vollbremsung konnte ich Schlimmeres verhindern, was die zwei „Augschburgerinnen“ überhaupt nicht wahrnahmen. Genauso wenig wie ein Großteil der Radler die neuen Fahrradspuren auf der Haunstetter Straße zwischen Rote-Torwall-Straße und Inverness-Allee zu ignorieren scheint. Da investiert die Stadt viel Geld für uns Radfahrer und wie wird’s gedankt? Mit stoischer Ignoranz – typisch. Ich radle jedenfalls grundsätzlich allein auf der Spur, der Rest nutzt die inzwischen offiziell ausgewiesenen Gehwege. Die Stadt muss jetzt noch mehr Geld investieren, um die Radfahrer auf den Radweg zu bringen.

Auch wenn es sich bisher nicht so liest, ich fahre gern Rad in Augsburg. Vielleicht liegt das allerdings daran, dass ich stark befahrene Straßen meide und zur Uni sowieso durch die Siebentisch-Anlage fahre. Die neuen Radwege und die weiteren Planungen der Stadt, die auch ein Fahrradparkhaus am Bahnhof enthalten, lassen auch eine durchaus positive Entwicklung erkennen. Um wirklich eine fahrradfreundliche Stadt zu werden, bleibt noch viel zu tun – auch bei der Verkehrserziehung der Bürger. Trotzdem: Augsburg bewegt sich.

Allein mit meinen Fahrrad radel ich gemütlich durch die nächtlichen Straßen der ruhenden Stadt. Es ist kalt – endlich mal um die 0 Grad. Ich genieße die eisige Luft auf meinem Gesicht.

Als ich gerade den Schwung einer Bahnunterführung nutzen möchte, nach vorne gebeugt und voll konzentriert, rumpel ich plötzlich über irgendetwas rüber. Es knackt einiges, meine Fahrradkette scheppert und über meine Lippen fähr ein leißer Fluch: Was zum Teufel war das denn?! Nach einer Vollbremsung inspiziere ich zuallererst mein Fahrrad, was glücklicherweise keine Verletzungserscheinungen aufweißt, genauso wie ich selbst. Doch welche arme Kreatur hab ich mit meiner Amokfahrt aus dem Leben gerissen?!
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An der Uni sind ja alle Menschen wahnsinnig gescheit und können vor lauter Intelligenz kaum laufen. Das sie aber dennoch Gefühle haben und diese manchmal sogar kreativ äußern, ist wohl so gut wie niemanden bekannt.

Wer’s nicht glaubt, hier ein kleiner Beweis (auf klick wird’s größer):

Wie fange ich einen Fahrraddieb?

Das Plakat hängt jetzt schon seit ein paar Tagen, aber zurückgebracht hat der böse Bub (oder Mädel) das Fahrrad noch nicht.

Apropos Fahrrad: langsam wird’s mir mit dem ÖPNV der Stadt Augsburg (VGA, AVG oder Stadtwerke, wer weiß schon wie die gerade heißen) zu bunt. Jeden Tag warte ich länger als 10 Minuten auf den Bus und das, obwohl auf meiner Strecke zwei verschiedenen Buslinien fahren.

In mir wächst nun der Beschluss entweder extrem billig ein Fahrrad zu besorgen, bzw. käuflich zu erweben oder das alte Schrottteil von meinem Bruder wieder fitt zu machen. Wo in Augsburg gebrauchte Fahrräder verschachert werden, weiß ich leider nicht. eBay gibt auch nix her, vielleicht sollt ich neben das obige Plakat einfach noch eins hängen:

Wenn du es mir bringst, gebe ich dir 10 Euro dafür.

Ist doch als Fahrraddieb wesentlich angenehmer so etwas zu lesen und nicht so bedrohlich…