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Zum Weltfrauentag muss ich das jetzt mal nachfragen: Welches System benutzen Frauen eigentlich beim Zappen?

Mir fällt es bei den regelmäßigen Fernsehabenden mit meiner Freundin immer wieder auf, dass Männer und Frauen scheinbar andere Techniken beim Kanal-Zappen anwenden – wobei ich die Frauen-Technik definitiv nicht nachvollziehen kann.

Ich zappe noch auf die altertümliche Art: Kanal kurz ansehen, um zu sehen was läuft, dann weiterschalten. Das wiederhole ich, bis ich irgendwas Sinnvolles (oder grundlegend Sinnloses) gefunden habe.

Wenn meine Freundin die Fernbedienung in ihre Hände bekommen hat, dann wird es allerdings etwas hektischer. Sie schaltet einfach so schnell durch die Kanäle, dass ich nicht mal ansatzweise erraten kann, was da gerade läuft. Also entweder sie schafft es innerhalb von einer Zehntelsekunde das Programm zu erkennen oder ihr ist eigentlich egal, was gesendet wird. Beides wäre irgendwie unheimlich.

Dass dies kein Einzelfall ist, habe ich schon von verschiedenen anderen betroffenen Herren gehört. Frauen scheinen also entweder über faszinierende übersinnliche Fähigkeiten zu verfügen oder sie kennen einfach das TV-Programm auswendig – ich find’s jedenfalls seltsam.

Hallo, ich bin der neue Provinzblog-Praktikant Steppo. In der Abwesenheit des gottgleichen Provinzblog-Herrschers, habe ich die Erlaubnis erhalten, hier ein paar Gedanken niederzulegen. Die ersten dieser Mental-Notizen beschäftigen sich mit der Sache, die Frauen am meisten beschäftigt: dem brauen Gold. Frauen vernaschen lieber Schokolade als Kerle, sagt die “Elle”. Kein Wunder: Die süße Droge macht nicht nur glücklich, sondern auch high…

Erzähle ich Frauen in meinem Freundeskreis von Arbeitsstress oder Beziehungsproblemen, bekomme ich immer wieder denselben ausgesprochen praktischen Tipp: „Mach dir doch ‘ne Schoki auf. Das hilft.“ Ach, wirklich? Es ist stets derselbe Ratschlag. Schokolade hilft demnach auch bei Schlaflosigkeit, Schluckauf und Reifenpannen.

Aber warum glauben Frauen eigentlich, alle Probleme ließen sich mit Schokolade lösen?

Jaja, ich weiß – viele Damen werden jetzt sagen: „Aber in Schoki ist doch ein Glückshormon!“ Serotonin, der Botenstoff der guten Laune. Der Mr. Big der Zungenspitze. Der Gärtner aller Geschmacksknospen. Aber, liebe Frauen, wo ist euer Glückshormon, wenn ihr zwei Tage später auf der Waage steht und fragt: „Schatz, findest du mich zu dick?“ Soviel Serotonin kann Mann da gar nicht im Blut haben, um in solchen Situationen nicht das Falsche zu sagen.

Trotzdem: Das schmelzzarte Gold ist überaus beliebt bei der Damenwelt. Besonders positiv wirkt Schokolade während der paar Tage im Monat aus. Denn das Östrogen verstärkt die stimmungs- aufhellende Wirkung der Schokolade. Schuld sind also wieder mal die Hormone. Das erklärt Sätze wie: „Lass das Schatz, heute nicht – aber gib mir doch mal die Amicelli rüber.“ Szenen wie diese führen die Männerwelt zu der bitteren Frage: Ist Schokolade besser im Bett als wir? Was hat sie, was wir nicht haben? Die Bettwäsche sauen wir beide ein. Und dick machen wir auch. Okay, mit ein paar Monaten Verzögerung – aber dafür dann gleich so richtig. Ja gut, sie schmeckt besser, die doofe Schokolade. Verdammt! Wenn sie nicht weiblich wäre, würde ich ihr alle Riegel brechen.

Denn der zartbittere Verdacht bestätigt sich: Laut der Zeitschrift „Elle“ verzichten 50% aller Frauen lieber auf Sex als auf Schokolade. Statt einem süßen Typen wird dann eben eine Tafel aufgerissen. Wer hätte das gedacht? Frauen ist Schokolade wichtiger als Sex. Mit anderen Worten – wenn der Sarotti-Mohr um die Ecke kommt, zieht Mann den Kürzeren. In jeder Hinsicht. Frauen lieben ihre Schoki. Kein Wunder: Schokolade enthält Phenylethylamin, eine Substanz, die bei Verliebten verstärkt ausgeschüttet wird. Ich denke da nur an die kichernde “Celebrations”-Clique aus der Werbung:
„Und wen vernaschen wir als nächstes?“

Ich glaube, wenn Frauen könnten, würden sie Willy Wonka aus „Charlie und die Schokoladenfabik“ heiraten: Johnny Depp in der Rolle des besten Schokoladen-Fabrikanten der Welt – besser geht’s doch gar nicht, oder? Davon abgesehen scheint es fast, als müsste es im Filmtitel nur um Schoki gehen, und schon kommt der Streifen bei Frauen super an. Man denke nur an Filme wie „Chocolat“ (auch mit Johnny), „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ oder auch „Die Ritter der Tafelrunde“.

Aber es kommt noch dicker: In Schokolade befindet sich auch Anandamid – ein THC ähnelnder Rauschstoff. Das ist es also… Frauen naschen sich high! Sie knuspern sich das Gehirn weg! Ich sehe es vor mir: Langhaarige Schokijunkies treffen sich zu GilmoreGirls-DVD-Abenden, den heimlichen Jointrunden, bei denen die Tafel rumgeht.
„Hey Mädels, ich hab 100 Gramm feinstes Lindt hier. Frische Kakao-Ernte aus Kolumbien. Ein Schokisplitter – und du drehst ab.“
„Woah geil, lass uns mal nen Riegel durchziehen.“

Unglaublich, was Schokolade alles bewirkt: Glücksempfinden, Rauschzustände und das Gefühl, verliebt zu sein. Schoki-Junkies müssten also glücklich und völlig bekifft auf Wolke 7 schweben – zumindest, wenn die Wolke sie nach all den Schokoladen noch tragen könnte.

In einer amerikanischen Umfrage erklären sich 39 Prozent der Frauen für schokoladensüchtig. Wer weiß, wie hoch die Dunkelziffer liegt? Die Sucht greift um sich. Die Schokoladen-Zigaretten in der Kindheit waren doch nur der Anfang. Es wird höchste Zeit, dass alle schokolade-haltigen Produkte einen Aufdruck bekommen: „Schokolade macht high, dick und glücklich.“ „Naschende haben weniger Sex.“ „Passivnaschen fördert den Speichelfluß.“ Wir müssen dem einen Riegel vorschieben, bevor es zu spät ist. Bleibt nur die Frage: Mars delight oder Amicelli?

Steppo

An diesem Wochenende sorgte RTL ja wieder für ganz große Unterhaltung bei der Liveshow „Typisch Frau – Typisch Mann“. Günther Jauch zeigte mit Unterstützung von Prominenten wie Mario Barth, Barbara Schöneberger und Schalke-Manager Rudi Assauer samt Anhang allerhand Beiträge aus dem ewigen Kampf der Geschlechter. Das war recht amüsant, was weniger an den nicht wirklich neuen Erkenntnissen, als viel mehr an Gästen und den gut aufgelegten Jauch lag.
Zu häufig wurden wieder alte Klischees bedient, wie „Männer sind die schlechteren Beifahrer“ oder „Frauen schleppen immer ihren ganzen Hausrat in ihrer Handtasche umher.“

Vorurteile über Vorurteile gibt’s da also, woher die eigentlich kommen, darauf wurde bei der Sendung natürlich weniger eingegangen, die unterschiede sollten ja herausgestellt werden.
Dabei ist das gar nicht so schwer herauszufinden. Allein bei der Betrachtung der Werbespots bei den privaten Fernsehsendern wird das schon ersichtlich. Frauen scheinen in Werbewelt nämlich nur 4 Probleme zu haben.

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Ich möchte ja niemanden etwas unterstellen, aber manchmal kommt es mir vor, als könnten Frauen in jeder Situation essen. Wie kommt es sonst, dass ich während jedem Seminar mindestens ein Mädel sehe, die sich grad eine Banane oder Mandarine schält, einen Joghurt aufmacht und diesen dann genüsslich löffelt?
Zu dieser Jahreszeit sind selbstgebackene Plätzchen übrigens sehr beliebt in den Seminaren.
Die Thermoskanne ist ja noch verständlich:

  • 1. der Kaffee in der Uni schmeckt beschissen und
  • 2. ist er für Koffeinjunkies auf Dauer zu teuer.

Doch diese Picknickmentalität mancher Frauen (es sind zu 98 Prozent Frauen!) erstaunt doch immer wieder. Mich würde es nicht wundern, wenn ich demnächst in ein Seminar komme und dann einen schön gedeckten Kaffeetisch mit Adventskranz, Plätzchen und Stollen vorfinde.
Also ich finde es ja nun wirklich nicht schlimm, wenn in den Seminarräumen gegessen wird, aber Frauen sind in diesem Fall einfach Schweine. Das Zeug bleibt häufig liegen und wer mag schon Joghurtbecher mit einer angegammelt braunen Bananenschale darin?

Bananenschale