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Jo wo luagt er denn hi?

Jo wo luagt er denn hi?

Gestern war Premiere der “Comedian Harmonists” in der heuer 80 Jahre alt werdenden Augsburger Freilichtbühne. Nicht nur dass man zu Vorstellungszeiten wunderbar auf den Straßen rund um die Freilichtbühne flanieren kann – die sind nämlich weiträumig abgesperrt – man kann der Vorstellung auch ganz ohne Ticket lauschen. Schließlich macht der Schall nicht hinter dem Sichtschutz am Zaun der Freilichtbühne halt. So konnten wir gestern beim Abendspaziergang auch beschwingt “Mein kleiner grüner Kaktus”-pfeifend den Eserwall entlanglaufen.

Wem das nicht genug ist, der kann es ja dem Herren auf dem Bild gleichtun und durch die zahlreichen Ritzen in den Holzwänden einen Blick riskieren. Heute gibts auf der Bühne übrigens “Land des Lächelns”, wer mal hören oder schmuen will, der kann das ab 20.30 Uhr tun, lasst euch aber nicht erwischen …

Jaja, letztens erst über sie gemeckert und dann einfach hingehen! So was von inkonsequent der Typ, denkt ihr euch gleich, aber ich war trotzdem in der Freilichtbühne. Gegeben wurde Jesus Christ Superstar von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice. Da meine Freundin Geburstag hatte, wurde sie natürlich eingeladen.

Die Meteorologen hatten zwar Gewitter vorhergesagt, aber Petrus, der ja auch eine tragende Rolle im Stück spielt sorgte für einen trockenen Abend. Somit war mein erster Besuch in einer der schönsten Freilichtbühnen Deutschlands (O-Ton Veranstalter) gerettet.

Gleich zu beginn, kam der Augsburger noch-Theater-Intendant Ulrich Peters auf die Bühne und rief zusammen mit dem gesamten Ensemble zu einer Schweigeminute für den überraschend verstorbenen Christian Kowald auf. Er hätte an diesem Tag den Pilatus gespielt. Für kurze Zeit herrschte also bedrückende Stille in der Freilichtbühne. Aber wie heißt es so schön: „The show must go on!“. Also begann das Stück dann auch, nicht ohne die Vorstellung jedoch dem Verstorbenen zu widmen.
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