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„Roneeeeeyyy“, ein Ruf der wach macht. Es braucht schon einen Moment, bis ich weiß, wo ich mich gerade befinde. Die Nacht war lang, der Schlaf ziemlich kurz. Was auffällt, ist die Hitze im Zelt, die Morgensonne kennt keine Gnade. Es wird Zeit aus der Sauna zu kommen. Während wir uns aus dem Vier-Mann-Zelt quälen, gibt es weitere „Rooooneeeyyy“-Rufe. Neben uns campen zwei Engländer, die haben es sich um 9 Uhr morgens schon gemütlich gemacht, mit Bier und anderen alkoholischen Getränken. Vielleicht etwas zu gemütlich. Der eine beginnt ohne Vorwarnung sein essen von Gestern auf sein Zelt zu verteilen. Er übergibt sich erstmal in mehreren Zügen. Willkommen auf dem Hurricane!

Drei meiner Kommilitonen und ich wagten in diesem Jahr das Abenteuer Hurricane, eines der größten Musikfestivals Deutschlands. Zum Glück hatten wir uns schon früh Karten sichern lassen, denn das Festival war schon 2 Monate vorher komplett ausverkauft. Dass hieß 50.000 Wahnsinnige verteilt auf zwei Zeltplätze und wir mittendrin.
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So! Die Arbeit ist soweit erledigt, die Sachen sind gepackt, das Auto vollgetankt und die Kumpels in bester Feierlaune. Es ist Zeit aufzubrechen! Auf zum Hurricane! Eines der größten Musikfestivals in Deutschland.

Warum nicht das Southside, wird sich jetzt der geografiekundige Festivalkenner fragen. Das Schwesterfestival zum Hurricane liegt doch viel näher an Augsburg. Richtig. Das Hurricane findet in Niedersachsen nahe dem beschaulichen Scheeßel statt und weil das die Heimatstadt eines Kumpels ist, fahren wir natürlich dahin. Wir wollen bei seinen Eltern mal einen bleibenden Eindruck hinterlassen1). Außerdem nutze ich jede Gelegenheit, mal ein Wochenende außerhalb Bayerns zu verbringen.

Heut wird also losgefahren und schonmal aufgecampt und eingetrunken, damit wir am Freitag direkt losfeiern können. Richtig interessant wird es eigentlich erst ab kurz vor 9 Uhr, bei den Arctic Monkeys. Bis dahin werden wir aber sicherlich einiges zu sehen bekommen.

Der Samstag ist traditionsgemäß dann natürlich gespickt mit großen Namen, da wird die Wahl der Bühne zur Qual. Die Bands, die dann zur besten Länderspielzeit zwischen 17 und 19 Uhr spielen, tun mir jetzt schon leid. Hoffen wir, das Deutschland nicht in die Verlängerung muss, ich will um 19 Uhr Death Cab for Cutie sehen.

Nun gut – spätestens Montag gibt’s dann einen Erlebnisbericht. Mit Fotos, Videos und vielen mehr. Freut euch.

1) keine Angst Stephan, wir sind brav!