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Fast hätte ich es vergessen, wo ich eigentlich lebe, bei all der Arbeit mit Uni, Kind und Kegel. So ist es kein Wunder, dass man anfängt zu glauben, man lebe in einer richtigen Stadt, mit kompetenten Frauen und Männern an der Spitze, die besonnen Entscheidungen treffen.

Aber dann schaffen sie es einem immer wieder mit voller Wucht brachial klar zu machen, was für ein Provinzkaff Augsburg eigentlich ist und sein möchte – es kommt ja nicht von ungefähr das mein Blog Provinzblog heißt.

Wie sonst ist zu erklären, dass die Stadt Augsburg doch tatsächlich einen Blogger abgemahnt hat, weil sie bei Domain augsburgR.de das Namensrecht der Stadt verletzt sieht. Michael Fleischmann, hatte zuvor die Domain registriert und bei der Stadt nachgefragt, ob das so in Ordnung sei. Die Antwort darauf war nicht einfach nur „Ja, geht klar“ oder „Nein, das geht so nicht“, sondern eine Abmahnung mit einer Kostennote von knapp 1900 Euro.

Und die Stadt ist sogar noch stolz drauf, dass es nur so wenig ist. Eigentlich sind viel höhere Kosten üblich – wie mildtätig! Wo bei einer frisch registrierten Domain überhaupt ein Schaden ist, können Nicht-Juristen wohl sowieso nicht beantworten. Warum die Stadt Augsburg überhaupt zu der Methode Abmahnung gegriffen hat, obwohl sich Fleischmann extra noch erkundigt hatte, bleibt mir allerdings auch ein Rätsel.

Vielleicht sagte man sich bei der Stadt, dass auch schlechte Presse, wenigstens Presse sei und es solle ja nicht der Eindruck entstehen man mache nichts im Rathaus. Deswegen holt man jetzt auch zum ganz großen Schlag aus. Schließlich gibt es noch ganz viele Domains, die Augsburg im Namen tragen, da könnte man doch jetzt auch prüfen, ob da Namensverletzungen vorliegen. So könnte man doch prima seinen Ruf als völlige Internet-Autist zementieren – soll ja keiner sagen man hätte im Rathaus Menschen, die sich mit den Neuen Medien auskennen. Lieber versteckt man sich hinter Paragraphen, statt mit seinen Bürgern konstruktiv ins Gespräch zu kommen.

So unterstreicht Augsburg mal wieder in unnachahmlicher Weise, wie provinziell es doch ist und wie sehr man sich doch schämen muss für manche Leute hier. Sollte Augsburg je den Ruf gehabt haben eine weltoffene, moderne Stadt zu sein, hat sich das jetzt erst mal erledigt. Außer natürlich irgendjemand in der Stadtverwaltung hat den nötigen Grips und versucht jetzt Schlimmeres zu verhindern – ich kann‘s mir aber kaum vorstellen.

Das Blogger unter welcher Domain auch immer durchaus zum kulturellen Kapital der Stadt gehören und für Augsburg in der ganzen Welt kostenlos Werbung machen können, das hat sich wohl noch nicht rumgesprochen bei den Damen und Herren in der Stadtverwaltung.

Spätestens wenn die halbe deutsche Blogosphäre und tausende Tweets von der Rückständigkeit Augsburgs berichten, wird sich das vielleicht ändern. Aber was soll man den von einer Regierung erwarten, bei der sich die Webseite des Oberbürgermeisters seit seiner Wahl im Wartungsmodus befindet?

Ich bin jedenfalls wieder bestätigt worden, dass ich die richtige Domain für meinen Blog gewählt habe und Augsburg, immer auch Provinz sein wird.

Nachtrag:
Spiegel-Online berichtet jetzt auch.

Eine Anfrage von SPIEGEL ONLINE beim Oberbürgermeister-Referat der Stadt Augsburg wurde bis zur Veröffentlichung dieses Artikels nicht beantwortet.

Ich kann mir gut vorstellen, wie gerade alle panisch im Rathaus auf- und ablaufen :)

Nachtrag 22:00 Uhr: Der OB hat gesprochen und zwar zugunsten des Bloggers. Gribel sagt, dass rechtlich zwar alles richtig gelaufen sei, er sich aber mehr Fingerspitzengefühl gewünscht hätte. Michael Fleischmann muss nach bekunden des OB die Kostennote von 1900 Euro nicht bezahlen. Das der Ruf der Stadt heute gelitten hat, kann der OB damit allerdings nicht mehr verhindern.

Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr. Cleverer Spruch will man meinen, obwohl auch das Elternwerden durchaus schwer sein kann.

Dennoch ist das Elternsein etwas komplizierter. Vor allem Eltern, die ihr erstes Kind bekommen haben, sind extrem unsicher, was die “Instandhaltung” des Kindes angeht. Wir sind ja bekanntlicherweise mit einem extrem pflegeleichten Modell gesegnet und haben zwei kompetente Großmütter zur Hand, die sich auch vornehm zurückhalten.

Andere Eltern sind da weniger gesegnet und haben etwas kompliziertere Kinder oder nervende Schwiegereltern. Woher also wichtiges Faktenwissen zur Pflege und Handhabung von Babys finden? Bei Google?

Davon möchte ich an dieser Stelle mal aus ganzer Überzeugung abraten. Ich hab inzwischen schon einige Male nach den typischen Babyfragen gesucht, von wegen “Baby hustet, was tun?” oder “Darf man Muttermilch einfrieren?” und ganz ehrlich: Die Antworten waren bei einigen Suchanfragen wirklich erschreckend. Die Foren sind voll von Eltern, die ernsthaft erklären, man sollte Kinder nicht Impfen oder Tabletten geben, weil die Krankheiten nur von den Pharmakonzernen erfunden worden sind. Früher hätte man so was ja auch nicht gebraucht, so die Devise.

So viel hanebüchenes Halbwissen auf einem Haufen ist eigentlich immer erschreckend, aber wenn’s dann noch um die eigenen Babys geht, dann wird es fahrlässig. Ich kann also nur davon abraten, sich bei medizinischen Fragen an irgendwelche Eltern-Foren zu wenden – das verursacht nur Magenkrämpfe.

Dann lieber den Arzt fragen oder – wie eine Mutter heute in der Straßenbahn – einfach ein gutes Fachbuch lesen. Das sollte tatsächlich mehr bringen, als Google.

Hört sich komisch an, ist aber so.

Ein Kommilitone von mir ist mit einer kleinen Bitte nach Verlinkung an mich herangetreten. Dessen Bruder schreibt gerade eine Masterarbeit zum Thema “Was bloggst du?” und da ich weiß, wie schwer es manchmal ist mit solchen Umfragen, komme ich der Bitte natürlich gerne nach.

Die Umfrage richtet sich vor allem an aktive Blogger und fragt nach deren Themenauswahl und Motivation. Wer also einen armen Studenten bei seiner harten Arbeit unterstützen möchte, der kann auf das unten stehende Bildchen klicken.

Wenn Chris das Thema Suchmaschinen schon mal aufgreift, dann klink ich mich doch direkt mal ein, denn das brennt mir schon lange unter den Nägeln.

Aktuell gibt es nämlich eine häufige Suchanfrage, die eine grobe Verzerrung der Realität darstellt und dass muss ich hier richtig stellen! Ich geh nämlich nicht lieber zum Segmüller, wie die Google-Suche der Welt weiß machen will! Grund ist die dämliche Möbelhaus-Werbung mit Willi Astor in der versucht wird dem neuen IKEA in Augsburg die Luft aus den Segeln zu nehmen. Bloß, weil der Wortspielakrobat Astor meint, “I-geh-ja lieber zum Segmüller“ und der werte Herr Schwade (a.k.a schubidu) meinte er müsse das unbedingt hier in den Kommentaren schreiben tauche ich jetzt so weit oben in der Suche auf.

Ich finde aber die Werbung doof, Willi Astor sowieso und Segmüller erst recht!!

Also möchte ich in dem Zusammenhang da nicht mehr gefunden werden! Kann doch nicht sein! So eine Frechheit! Wer das toll findet, kann sich hier umsehen. Jedem seine Meinung, aber bei mir ist Segmüllerfreie Zone!

Und jetzt möchte ich noch wissen wer ich hasse menschen +sebastian bei Google sucht und warum ich da auftauche! Ich liebe Menschen und vor allem meinen Namen! Irgendwann verklag ich Google noch. Was sollen denn die Leute von mir denken?!

Die Mitarbeiter von Google haben es gut, da sitzen sie in ihrem Hauptquartier, auch Googleplex genannt in Mountain View USA und haben den ganzen Tag nichts zu tun als Welteroberungspläne zu schmieden.

Ab und an, lassen sie, um die treuen Anhänger zu beruhigen und von ihrem eigentlichen Plänen betreffend der Welteroberung abzulenken, lustige Tools oder irgendeinen “revolutionären” Service vom Stapel laufen. Das Manche dieser Google-Gimmicks eigentlich nichts besonderes Darstellen, keinen Sinn machen oder von der breiten Masse eh nicht genutzt werden, scheint dabei unerheblich. Bei jedem neuen Produkt ist sicher, dass die Server fast in die Knie gehen und sie sich vor Anmeldungen kaum retten können.Die Google-Gimmicks sind meisten aber so wunderbar verspielt und simpel, dass sie einfach jeder mal ausprobieren will, wenn auch nicht wirklich nutzen.

Die neuste Errungenschaft auf dem Google-Labs ist Google-Trends. Damit ist es möglich die Suchhäufigkeit von eingegebenen Begriffen zu ermitteln . Bis zu 5 Begriffe können hierbei verglichen und nach Sprache, Region oder Stadt sortiert werden. Für Marktanalysten und Trendscouts sicherlich ein nicht zu verachtendes Hilfsmittel. Für den Endanwender ist es höchstens eine hübsche Spielerei.
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Google tastet sich Schritt für Schritt an die Weltherrschaft heran. Erstmal aber unterwerfen sie das Internet (wahrscheinlich heißt das bald Googlenet). Ein weiterer Nagel im Thron des Weltherrschers ist nun also der google page creator.

Google haut hier ganz nebenbei mal 100mb Webspace für die eigene Webseite raus, kostenlos und ohne Werbung versteht sich.
Der Google-User ist nun aber nicht dumm und fragt sich: „Was soll ich denn mit Webspace? Ich hab doch gar keine Ahnung, wie man eine Webseite erstellt!“

Da die Google-Mitarbeiter jedoch viel schlauer sind als die Google-User, haben die gleich eine schicke Ajax-Oberfläche in den Service integriert. Die erlaubt den völlig unbedarften Google-User nun, einfach aus einer Vielzahl bis jetzt noch recht hässlicher Oberflächen zu wählen und ein Layout festzulegen. Mit wenigen Klicks noch Inhalte einfügen und veröffentlichen. Der Ganze Vorgang finde im Browserfenster statt. Gut, Browser heißt für Google schon mal nicht Safari und KHTML, aber wer benutzt die schon nicht war?
Wie toll das Ganze aber trotzdem geht, kann der geneigte Leser hier, bei meiner ersten Googleseite bewundern.
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Das Delirium der letzten Tage hinter mir lasse ich mich heute mal zu einen meiner äußerst raren Surftipps hinreißen.

Mindestens Haltbar nennt sich das Online-Magazin, dass neue Wege einschlagen will. Monat für Monat erscheint eine neue Ausgabe zu einem bestimmten Schwerpunkt, diesen Monat heißt das Motto „Verspielt“.
Die einzelnen Artikel stammen teilweise aus deutschen Blogs oder sind gar von „echten“ Journalisten verfasst und so unterschiedlich die Autoren sind, so unterschiedlich auch die Herangehensweise zum monatlichen Thema. Sie sind immer bewusst subjektiv und immer völlig anders, mindestens haltbar bis zur nächsten Ausgabe eben.
Das Ganze ist umso erstaunlicher, wenn man beachtet, dass die deutsche Blogsphäre ja häufig schlecht geredet wird. Wer sich aber durch dieses „Best Of“ der deutsprachigen Blogautoren ließt, wird eines Besseren belehrt werden.

Aufgemacht ist das Magazin wie ein „echtes“ Hochglanzmagazin. So gibt es ein Cover auf den die Artikel kurz angerissen und mit schönen Bildern unterlegt werden. Einzelne recht kreative Ressorts bilden einen innovativen Rahmen für die Beiträge.
Als zusätzliches Schmankerl gibt es zu manchen Artikeln noch Podcasts, falls das Lesen mal schwer fallen sollte.

Für mich ganz klar ein Surfitpp für euch, tut euch was Gutes!

mindestens haltbar - magazin für meinungen

Ich bin eine Zielgruppe, wie einige schon wissen. Seit Neustem gehöre ich zu Last.FM, einem Webradio/Sozialen-Netzwerk.

Was ist Last.FM in einem Satz: Ein Radiosender, die sich meinem Geschmack anpasst und mir Musik vorschlägt, die mir gefallen könnte.

Woher die das wissen? Nach der Anmeldung wird ein kleiner Webplayer, mit dem die einzelnen Sender aus dem Internet gestreamt werden können runtergeladen. Dieser Player hat im Grunde nur ein paar wenige Knöpfe und ist leicht zu bedienen. Hier wird gesagt, welcher Sender gehört werden soll und es gibt die Möglichkeit vorgefertigte Sender auf der Last.FM-Seite zu hören oder eine Musikrichtung vorzugeben. Da heißt es dann zum Beispiel: spiele mir die Musik die sich anhört wie Hot Hot Heat. weiterlesen…

Zu früher Stunde erreichte mich eine Nachricht von meinem Bruder mit folgendem Inhalt:

http://www.angryalien.com/
voll lustig!

Und nach dem Besuch der Seit kann man nur sagen, ja es stimmt!
Die Seite beschäftigt sich mit so genannten re-enactings von Filmen, also das Nachstellen von Filmen. Gut, der Seiten gibt es viele im Internet, aber hier hat sich eine motivierte Gruppe von Hasen zusammengefunden um Blockbuster der Hollywoodgeschichte nachzustellen.
Was die da abliefern ist eine wunderbare und vorallem kurze Zusammenfassung der Filme, kurz deshalb weil jeder Film maximal 30 Sekunden Länge hat. Also die beste Möglichkeit sich über die Kulthits der letzten Jahrzehnte zu informieren, die man -Schande, Schande- vielleicht noch nicht gesehen hat.
Als Highlight gibt’s noch ein Interview mit dem Star-Hasen, er plaudert unter anderem über die Schwierigkeiten am Set und seine Freizeit.
Vorbeisurfen lohnt sich.
angryalien.com

Langsam wird es für mich zur Gewissheit, Unternehmenswebseiten aus Augsburg zeichnen sich durch eine wirklich schlechte Usability (dt: Gebrauchstauglichkeit) aus.

Die Seiten, die ich so in den letzten Tagen angesurft bin:

stadtwerke-augsburg.de
An die Seite hab ich mich ja langsam gewöhnt. Wenn ich mal wieder wissen will, wann ich am besten zur Bushaltestelle laufe, um den Bus zu verpassen, verklick ich mich tausend Mal und ich komme so zu spät zur Haltestelle. Somit sehe ich iden Bus also nicht vor meiner Nase wegfahren, wie sonst immer, sondern gar nicht.
Ich weiß auch nicht, warum man erst 3-mal klicken muss, um zur elektronischen Fahrplanauskunft zu gelangen.
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