10.
Oktober
2008
Es gibt nichts Besseres als ein Schläfchen nach getaner Arbeit und die ersten Tage in so einem Menschenleben sind schon echt ganz schön anstrengend. Dabei spreche ich nicht mal unbedingt von mir, denn vom Arbeitsaufwand hält sich Mina bisher ziemlich zurück. Solange wir die drei großen Grundbedürfnisse Essen, Schlafen und Windeln wechseln erfüllen, ist sie ganz umgänglich. Selbst das nächtliche Aufstehen ist eigentlich gar nicht so belastend.
Mina hat im Grunde viel mehr zu tun als wir, ständig gibt’s neue Sachen zu erkunden, wie die eigenen Hände, die man plötzlich erstaunt beobachtet. Dauernd gucken irgendwelche Wildfremden ins Bettchen und grinsen einen an und dann fällt auch noch die Nabelschnur ab. Kein Wunder, dass man da erst mal ein Nickerchen machen muss.
Und selbst dann arbeitet sie noch, schließlich müssen alle Gesichtsausdrücke, die man am Tage bei anderen beobachtet hat, im Schlaf nachgemacht werden. Für uns ein heiteres Vergnügen für Mina aber wieder harte Arbeit. Ist schon spannend, so ein kleines Ding. Hauptsache sie bekommt keinen Muskelkater im Gesicht.

