17.
April
2008
Boing, das sitzt aber! Die Süddeutsche Zeitung hat heute mal zum Rundumschlag gegen den gegenwärtigen Stand der Augsburger Mobilitätsdrehscheibe ausgeholt.
Schuld trägt aus Sicht des Autors eindeutig die CSU, “die sich aus wahltaktischen Gründen dazu hatte hinreißen lassen, [...] einen Bürgerentscheid gegen den Umbau des Augsburger Königsplatzes massiv zu unterstützen.”
Auch die Beteuerungen der Augsburger CSU und Erwin Hubers , die Finanzierung des Bahnhofsumbaus sei sicher auch ohne Kö-Umbau, wird als breit angelegte Wählertäuschung gegeißelt.
“Wie man hört, sollen die für den Nahverkehr zuständigen Beamten im Münchner Verkehrsministerium nach Hubers Äußerungen jedes Mal die Hände überm Kopf zusammengeschlagen haben.”
Von Anfang an war also klar, dass mit Scheitern des Kö-Umbaus, auch die Finanzierung des Bahnhofsumbaus scheitern würde.
Solche breit angelegten Betrügereien sollten eigentlich durch die “vierte Gewalt” im Staat aufgedeckt werden. Die Augsburger Presse hüllte sich vor der Wahl allerdings in Schweigen. Nur in einigen Foren und Blogs überhaupt verbreitet worden, wie es um die Finanzierung des Bahnhofs steht.
In einer Stadt mit einer wachen Lokalredaktion hätte Gribl im Kommunalwahlkampf dieses Täuschungsmanöver wohl nicht durchhalten können. Doch in Augsburg hatte der CSU-Kandidat diesbezüglich nichts zu befürchten – er wurde sogar zum Oberbürgermeister gewählt.
Jetzt, wo alles vorbei ist, mahnt die Staatsregierung plötzlich zur Eile beim Aus- und Umbau. Das kann für den Autor nur eins bedeuten: Die Pläne für den Königsplatzumbau werden trotz Bürgerentscheid kaum anders aussehen als ursprünglich geplant.
Am liebsten würde ich manchem Augsburger diesen Artikel um die Ohren hauen. Ob des Umfangs der Süddeutschen Zeitung, würde das dann wohl als versuchter Mord gelten.
Für den ganzen Artikel empfehle ich den immer wieder lesenswerten Blog zum Bürgerbegehren Mobilitätsdrehscheibe.
