28.
Juli
2008
Huch. Das war sie also, meine erste chinesische Polizeikontrolle. Gerade in tiefster Arbeit in meinem “Home-Office” vertieft klingelte es an der Tür. Ziemlich energisch sogar – es klingelte drei mal bis ich an der Tür war und das sind nur 10 Meter.
Und da standen sie vor mir, fünf, sechs oder vielleicht auch mehr Polizisten standen in dem kleinen Flur vor meiner Wohnung. Der am freundlichsten guckende ergriff das Wort und erklärte mir, dass er nur kurz meine Temporary Residence Registration, also meine polizeiliche Anmeldung und meinen Pass sehen wolle.
Kurze Zeit später standen drei Polizisten über meinen Pass gebeugt und überprüften ob alles stimmte, in dem Moment sah ich, dass auch eine verschüchterte junge Dame vom Chateau Glory zwischen den Blauhemden stand. Mein Gott wie viele Leute passen denn in diesen winzigen Flur?! dachte ich mir, als ich meinen Pass wieder entgegen nahm.
Das war’s dann auch schon, der freundliche Polizist entschuldigte sich nochmals für die Störung und dann trabten alle los und ich hörte sie an den anderen Türen in meiner Etage klingeln – dabei wohnt da gar keiner.
Das war sie also, meine erste Polizeikontrolle in China, dabei dachte ich bisher immer, die würden das eher in der Nacht machen, schließlich sind bis auf die Home-Office-Angestellten (also ich) kaum Anwohner zu Hause. Bis auf diesen fiesen Typen der hier irgendwo Spaghetti Bolognese kocht und das so, dass man es im ganzen Haus riecht. Ich geh jetzt essen…
