Alle Beiträge mit dem Tag: Semestergebühren


“Kein Mensch nimmt guten Rat an, aber jeder nimmt gern Geld; also ist Geld besser als guter Rat.”

Jonathan Swift beschreibt eigentlich recht gut, was mir in den Sinn kommt, wenn ich die Stilblüten sehe, für die meine Studiengebühren so verwendet werden.

Ich war auch schon etwas verwundert, bisher hat sich der Service an der Dienstleistungsuniversität Augsburg tatsächlich gegenüber uns Kunden gebessert. Die Bibliothek ist außer Sonntag bis 24 Uhr geöffnet. Studenten, deren Tag erst um 15 Uhr beginnt, freuen sich drüber.

Was auch auffällt: In den Büros der Dozenten und Professoren sind erstaunlicherweise Menschen anzutreffen, die einen weiterhelfen können und irgendwie scheinen derzeit alle viel entspannter zu seien. Eigentlich fehlt nur noch, dass die Mensa endlich Essen bereitstellt, dann wäre ich glücklich.

Was mich dann doch etwas wundert, ist jedoch der Defibrillator, der seit Neuestem im Hörsaalzentrum hängt. So alt kamen mir die Profs jetzt eigentlich nicht vor. Die Verantwortlichen sehen das wohl etwas anders. Also lieber vorgesorgt.

Vielleicht bereiten sich die Unis auch nur auf die Generation 50plus vor, bei Rentnern ist ja studieren derzeit voll angesagt. Für die sind dann vielleicht auch die neuen Standortpläne an vielen Türen. Das sind zwar nur DIN-A4 Kopien von irgendwelchen Blättern, aber vor den Studienbeiträgen, scheint für so was Simples kein Geld da gewesen zu sein.

Insgesamt geht’s also bergauf mit der Uni, an der ein oder anderen Stelle ist die Universitätsleitung vielleicht doch etwas zu motiviert. Aber ich will nicht meckern, schauen wir mal, wie’s weitergeht.

Es gibt Menschen an der Universität, die sind einfach dreist. Da gibt es doch Studierende, die Hausarbeiten unverändert bei unterschiedlichen Seminaren abgeben. Noch dreister sind sie, wenn sie die Arbeit dann noch zu großen Teilen aus dem Internet übernommen haben. Als gewissenhafter Student mach ich so etwas selbstverständlich nicht! Schließlich will ich was lernen und nicht nur Studenten-Partys feiern.

So ganz unfehlbar bin ich aber natürlich auch nicht. Es gibt sicherlich Leute, die behaupten werden es wäre dreist in der Mensa sein Tablett nicht ordnungsgemäß wegzuräumen. Das ist mir z.B. schon ein oder zweimal „aus Versehen“ passiert. Bei all der Hektik wird man mir das aber sicherlich nachsehen.

Dreist ist es Seminare oder Vorlesungen zu belegen, einfach nicht hinzugehen und trotzdem die Klausuren und Hausarbeiten zu schreiben. Darf man nicht, macht man aber. Wird ja beim europäischen Parlament auch so gehandhabt, nur bekommen die dafür Geld-Scheine.

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe das als Student so zu handhaben. Einerseits könnte man es aus Faulheit machen, das ist dann wirklich dreist oder aber man macht es, weil die Terminlage es nicht anders zulässt. Dennoch ist es immer die Schuld des Studierenden, faul und träge, wie sie nun mal sind.
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