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Lange hat es gedauert, aber gut zwei Jahre nachdem wir in einem kleinen Team um Professor Dr. Christiane Eilders angefangen hatten deutsche Politikblogs zu untersuchen, ist der daraus resultierende Fachartikel nun tatsächlich hochoffiziell erschienen.
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Zivilgesellschaftliche Konstruktionen politischer Realität – Eine vergleichende Analyse zu Themen und Nachrichtenfaktoren in politischen Weblogs und professionellem Journalismus heißt das gute Stück und ist in der aktuellen M&K – Medien & Kommunikationswissenschaft zu lesen.

Die Arbeit mit Professor Eilders und dem Team war eine hochinteressante Erfahrung und zeigte mir auch, wie langwierig Forschung doch ist. Im Grunde ist der Artikel nämlich schon fast veraltet und kommt vielleicht ein Jahr zu spät. Trotzdem ist er ein tolles Beispiel, wohin Lehrforschungsprojekte führen können. Entstanden war die Idee nämlich aus einem Seminar heraus.

So viel Erfahrungen ich dabei auch sammeln konnte, hat mir das Projekt allerdings auch gezeigt, dass dieses rein wissenschaftliche Arbeiten nicht so ganz mein Fall ist – jedenfalls nicht auf Dauer. Das wäre mir dann wohl doch etwas zu trocken.

Wer den Artikel lesen möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Die M&K gibts nur im Abo und das ist nicht ganz billig. Als Mitautor habe ich die aktuelle Ausgabe inklusiver dreier Sonderdrucke des Artikels kostenlos vom Verlag erhalten. So kann ich wenigstens beweisen, dass der Artikel erschienen ist und meinen Eltern ein Ostergeschenk machen – ist schließlich meine erste richtige Veröffentlichung.

Dann muss ich im Grunde jetzt nur noch meine Masterarbeit fertigstellen – das allerdings dauert aber noch ein bisschen…

Sind Kinder eigentlich so blöd oder stehen die einfach auf den Adrenalin-Kick oder warum rennen die gerade da draußen auf dem auftauenden See des Uni-Campus herum?

Nicht nur dass, sie stampfen auch extra auf und springen herum, um zu sehen, ob das Eis fest genug ist. Normale Menschen würden das in Ufernähe machen, die beiden Klopsköpfe springen aber genau in der Mitte des Sees auf und ab.

Also mich haben als Kind riesige Pfützen auf der Eisfläche eines Sees eigentlich immer am Betreten der Eisfläche gehindert.

Inzwischen haben die beiden Jungs es wohl auch kapiert und sind langsam wieder von der Eisfläche heruntergeschliddert. Ich glaube aber das lag eher an den Passanten, die gestikulierend am Wegesrand standen und den Kindern zu verstehen gaben, dass es irgendwie total bescheuert ist, aufs Eis zu gehen …

Wie vor Kurzem angekündigt, besuchte ich heute den Gastvortrag von Dr. Jan Schmidt an der Uni Augsburg. Thema des Vortrages: “Persönliche Öffentlichkeiten im Web 2.0. Merkmale und Konsequenzen des onlinegestützten Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagements” Mir war es leider etwas zu sehr aus der Sicht von Social Networks betrachtet, interessant war es trotzdem.

Vor allem ein neuer Ansatz zur Systematisierung vom Web2.0 in publizistische und kommunikatorische Netzwerke. Weblogs wären demnach publizistisch und damit mehr an die Massenmedien angelehnt, Social Networks hingegen seien mehr für die Kommunikation gedacht.

Ein in meinen Augen ein interessanter Ansatz, der vielleicht ein wenig Struktur in das unstrukturierte Web2.0 bringen könnte. So ganz überzeugt bin ich leider trotzdem nicht, da beide Netzwerke eigentlich grundsätzlich ähnliche Funktionen bieten, nur in unterschiedlichem Rahmen.

Der Weblog dient in meinen Augen grundsätzlich immer noch der Selbstdarstellung – und auch wenn ein wichtiger Punkt im Blog das Publizieren von Beiträgen ist, zielen die Beiträge immer darauf, Kommentare zu erzeugen. Der Dialog mit anderen steht also auch hier im Mittelpunkt, Kommunikation durch Blogbeiträge also. Weiterhin entstehen in vielen Blogs, auch in meinem, viele Beiträge im Hinblick auf meine Stammleser, mein soziales Blognetz sozusagen.

Weblogs und Soziale Netzwerke haben hier also ganz klar Gemeinsamkeiten: Man stellt sich dar, Unterschiede gibt es nur in der Art und Weise, wie das geschieht. Die publizistischen Beiträge sind in Facebook oder StudiVZ wesentlich kleiner: Ein Foto hier, ein Video da garniert mit einem Gästebucheintrag.

Der wirklich entscheidende Unterschied zwischen Blog und Freundenetzwerk liegt in meinen Augen in der Zugänglichkeit. Bei Weblogs ziehe ich zusätzlich zu meinem bereits bestehenden sozialen Netzwerk, dass ich erreichen möchte, noch eine anonyme Masse hinzu – grundsätzlich um mein soziales Netzwerk auf diese Weise zu erweitern. Im Freundenetzwerk hat es sich inzwischen eingebürgert, Profile und andere Inhalte nur seinen Freunden zu öffnen.

Mein Nutzungsverhalten der Web2.0-Tools ist Schmidts Gedanken also genau entgegengesetzt, ich kommuniziere mehr über Blogs, vielleicht auch Microblogs, als über Freundenetzwerke, die für mich mehr zu einer Repräsentationsplattform verkommen sind, auf der ich mich selbst publiziere :)

Interessant war’s allemal.

Ich hoffe der HSV gewinnt heute, damit Jan Schmidt Augsburg in guter Erinnerung behält…

Alle Web2.0-Interessierten im Raum Augsburg sollten sich den nächsten Freitag (30.01.) dick im Kalender anstreichen. Ab 13.15 Uhr hält der Guido Knopp der Blogforschung Dr. Jan Schmidt einen Gastvortrag im Raum 2118 der Uni Augsburg ab.

Thema: “Persönliche Öffentlichkeiten im Web 2.0. Merkmale und Konsequenzen des onlinegestützten Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagements”. Ich hab zwar schon einiges zum Thema gelesen – auch von Jan Schmidt höchstselbst – aber es wird sicherlich trotzdem interessant.

Ich bin jedenfalls da, vielleicht sieht man sich ja ;)

Um mal zu zeigen, dass ich nicht völlig untätig rumsitze und meinen Blog brachliegen lasse, hier mal ein Grund für meine derzeitige Blog-Abstinenz.

Diese Woche hieß/heißt es 5 Tage – 3 Referate. Morgen Vormittag steht ein Referat in “Neue Methoden der PR” an und nächste Woche ein Kooperationsprojekt der Uni mit DHL. Fulltime-Job Uni halt.

Im zweiten Referat diese Woche ging es um Podcasts, dazu haben zwei Kommilitonen und ich einen virtuellen Podcast zum Thema Begleitstudium an der Uni Augsburg entwickel und eine Pilotfolge gedreht – Thema: Kanal C, dass Studentenradio in Augsburg.

Trotz nicht ganz so gutem Equipment und fehlendem Mikrofon ist es doch ganz gut geworden. Ich bin zwar nicht zu sehen, aber Kamera und Schnitt gehen auf meine Kappe.

Wer jetzt Lust hat, beim Radio mitzumachen, der wende sich vertrauensvoll an Kanal C. Nächste Woche nach den Referaten sollte es hier im Blog dann auch wieder in normalen Bahnen laufen.

Warum lerne ich eigentlich nie, schon während des Semesters Hausarbeiten zu schreiben? Jedes Mal sammelt sich gegen Ende der vorlesungsfreien Zeit ein Stapel Arbeit auf meinem Tisch und ich hab nicht die geringste Lust ihn zu bearbeiten. Dieses Semester kam noch hinzu, dass ich in der letzten Woche drei Referate halten musste und nebenbei eine Bewerbung für ein Praktikum zu basteln. Weiterhin muss ich noch ein Referat zum nächsten Montag fertig haben – ich sollte also so langsam anfangen – und eine Hausarbeit muss gar schon nächste Woche fertig sein.

Und da das alles noch nicht reicht, gebe ich mir noch die volle Ladung deutscher Bürokratie und Wühle mich durch Anträge, Fragebögen und Formularen, um studentische Hilfskraft an unserer KW-Professur zu werden. Es steht nämlich eine interessante Blogstudie ins Haus, an der ich fleißig mitcodieren und nebenbei meinen Semesterbeitrag finanzieren will.

Jetzt brauch ich plötzlich beglaubigte Kopien von allem möglichen Zeug, muss Büroschlüssel organisieren, meine BA-Arbeit scheint auch endlich kontrolliert zu sein und wartet auf Einsicht und irgendwo dazwischen schreib ich eben an meinen Hausarbeiten und dem ausstehenden Referat. Und warum der Stress? Weil ich mir während des bisherigen Semesters doch ab und an nur den Wanst gekrault habe. So langsam müsste ich meinen Vorsatz: “Dieses Semester schreib ich meine Hausarbeiten schon in der Vorlesungszeit” auch mal umsetzen.

Dieses Semester wird das allerdings nichts mehr – im nächsten wird hoffentlich alles besser…

Ach, da hatte ich es gelassen…

War ja eigentlich klar, wenn ich mir mal einen Vormittag vom Praktikum frei nehme, um meine BA-Arbeit mal offiziell in die Wege zu leiten, klappt das natürlich nicht auf normalem Wege. Wie ich mich erst durch Bastie erinnerte, war ja heute der große Streiktag an der Universität.

Ab 8 Uhr sollte es nach Angaben des Aktionsbündnisses losgehen, also brach ich etwas früher zur Uni auf. Dort angekommen stand ich aber buchstäblich vor verschlossenen Türen. In einer Nacht- und Nebelaktion hatten die Aktivisten mit Stühlen und Vorhängeschlössern viele Eingänge verrammelt.

Ich muss gestehen, war ich bisher doch Sympathisant der Aktionen, war ich heute durchaus etwas angepisst. Schließlich kann ich mir nicht jeden Tag frei nehmen. Aber irgendwie ging’s an manchen Stellen in die Uni und tatsächlich waren auch die ganzen Verwaltungsfachangestellten vor Ort anzutreffen.

Am Ende war die Mission erfüllt, meine BA-Arbeit angemeldet und ich im nächsten Zug nach München. Jetzt interessiert mich eigentlich nur noch, wie viele Studierende am Nachmittag auf den Rathausplatz demonstriert haben.

Es steht ja außer Frage, dass die Teilbibliothek Sozialwissenschaften der Uni Augsburg der schönste Teil unserer Bibliothek ist. Ein Traum aus Glas, Stahl und Beton, mit Wasser und viel Grün drumherum.

Innen ist alles ebenso modern: ein luftiges Innenleben, hell erleuchtet und mit viel Platz. Ganz anders also als die dunkle, altmodische Zentral-Bib oder die Teil-Bib für Geisteswissenschaften mit ihren verwinkelten Gängen.

Ich muss in diesen Tage allerdings feststellen, dass diese schöne moderne Bibliothek auch ihre Nachteile hat. Dank kompletter Glasfront ist es nicht nur hell, es ist auch schön warm in den Räumen. Die schwachbrüstige Klimaanlage flüstert zwar vor sich hin, aber wirklich kühl wird es nicht. Fast befürchte ich eine spontane Selbstentzündung der Bücher, wenn ich in meinem eigenen Schweiß badend über den Wälzern brüte.

Für Abhilfe gegen übermäßige Sonne sollen wohl die vollautomatischen Rollladen an den Fenstern sorgen. Leider sind sie nur ein Tropfen auf dem brennendheißen Stein und noch dazu sehr belastend mit ihrem Automatismus. Denn kaum schiebt sich mal eine kleine Wolke in selbstmörderischer Absicht vor die Sonne, rattern die Rollladen nach oben. Strahlt die Sonne wieder, rattern sie wieder nach unten. Ein ständiges hin und her, dass nach dem dritten Mal, dann doch anfängt zu nerven.

Nein, dann sitze ich doch lieber im Hochbunker der Zentralbib im kühlem Dunkel. Schwitzen in der Bib ist schließlich unsozial…

“Kein Mensch nimmt guten Rat an, aber jeder nimmt gern Geld; also ist Geld besser als guter Rat.”

Jonathan Swift beschreibt eigentlich recht gut, was mir in den Sinn kommt, wenn ich die Stilblüten sehe, für die meine Studiengebühren so verwendet werden.

Ich war auch schon etwas verwundert, bisher hat sich der Service an der Dienstleistungsuniversität Augsburg tatsächlich gegenüber uns Kunden gebessert. Die Bibliothek ist außer Sonntag bis 24 Uhr geöffnet. Studenten, deren Tag erst um 15 Uhr beginnt, freuen sich drüber.

Was auch auffällt: In den Büros der Dozenten und Professoren sind erstaunlicherweise Menschen anzutreffen, die einen weiterhelfen können und irgendwie scheinen derzeit alle viel entspannter zu seien. Eigentlich fehlt nur noch, dass die Mensa endlich Essen bereitstellt, dann wäre ich glücklich.

Was mich dann doch etwas wundert, ist jedoch der Defibrillator, der seit Neuestem im Hörsaalzentrum hängt. So alt kamen mir die Profs jetzt eigentlich nicht vor. Die Verantwortlichen sehen das wohl etwas anders. Also lieber vorgesorgt.

Vielleicht bereiten sich die Unis auch nur auf die Generation 50plus vor, bei Rentnern ist ja studieren derzeit voll angesagt. Für die sind dann vielleicht auch die neuen Standortpläne an vielen Türen. Das sind zwar nur DIN-A4 Kopien von irgendwelchen Blättern, aber vor den Studienbeiträgen, scheint für so was Simples kein Geld da gewesen zu sein.

Insgesamt geht’s also bergauf mit der Uni, an der ein oder anderen Stelle ist die Universitätsleitung vielleicht doch etwas zu motiviert. Aber ich will nicht meckern, schauen wir mal, wie’s weitergeht.

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