02.
März
2008
Überraschung in Augsburg, das Gribl liegt nach der heutigen Kommunal- bzw. Bürgermeisterwahl vorm Amtsinhaber Wengert. Woran das wohl gelegen hat? Vielleicht an der wirklich peinlich niedrigen Wahlbeteiligung von etwa 48% wie Wengert behauptet? Sind die Augsburger einfach zu faul, um zur Wahl zu gehen?
Das könnte durchaus sein, ähnlich hatte sich das ja schon beim Bürgerentscheid zum Königsplatz abgespielt. Damals waren nur 25% der Augsburger in die Wahllokale geströmt. Die CSU scheint wohl die disziplinierteren Wähler zu besitzen. Die scheuten sich heute jedenfalls nicht vor dem nass-kalten Wetter und stapften zur Wahl. Setzt die SPD also auf Schönwetterwähler? Sollte man in dem Fall die Wahlen nicht lieber auf den Sommer legen?
Ganz so einfach ist es wohl nicht, aber dass die niedrige Wahlbeteiligung natürlich Auswirkungen auf das Ergebnis hat, scheint nachvollziehbar. Was nutzt es dem Bürger, wenn nicht mal die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben? Selbst schuld möchte man da sagen, wenn die Augsburger ihre Chance nicht nutzen, sich an der Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen. Da kann man dann auch nur Bärbel Wengert zustimmen, wenn sie Gribls Erfolg mit den Worten “Jeder kriegt das, was er verdient. Und wenn die Augsburger den wollen, sollen sie ihn haben.” kommentiert.
Aber noch wirft Wengert die Flinte nicht ins Korn, kämpferisch verkündet er “… abgerechnet wird am 16. März!” Ich kann nur hoffen, dass dann eine höhere Wahlbeteiligung erreicht wird. Wer will schon einen Bürgermeister, der vielleicht nur von einem Viertel der Bürger gewählt wird?
Dass nicht alle Augsburger uninteressiert an den Wahlen sind, sieht man allerdings an den Problemen derzeit auf die Seiten der Stadt Augsburg und der Augsburger Allgemeinen zu kommen – die sind am Zusammenbrechen.
