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Creative Commons License by Nick Humphries

Nein ich steht nicht auf Krustentiere, ich stelle mir nur gerade das Geräusch des Motors vor, das der Hummer H1 macht, wenn ich mit dem Teil eine Stunde durch den Dreck walze – hummmmm-hummmm-eeeeeer ….

Die Stunde habe ich nämlich gewonnen, beim pkw.de-Gewinnspiel, dass ich vor Kurzem hier im Blog beworben habe. Somit habe ich nicht nur ein ferngesteuertes Auto bekommen, sondern auch einen Gutschein zum Hummer-Fahren für ganze 189 Euro.

Endlich habe ich auch mal was gewonnen! Und das beste ist, ich darf noch zwei Mitfahrer einladen – Platz ist ja genug im  H1. Die Versteigerung der Plätze hat -JETZT- begonnen, wer mir glaubhaft erklären kann, warum ich ihn oder sie mitnehmen soll, der darf mitfahren :D

Aber letztlich hängt es auch ab, wo ich den Gutschein einlöse, da bin ich mir noch nicht sicher. Berlin oder Ingolstadt?

Klingelt es gerade ganz unvermittelt an der Tür, der Postbote steht vor mir und überreicht mir in der wortlosen Augsburger Art ein Päckchen – sogar an mich adressiert. Bestellt hatte ich nix, aber als ich das Päckchen vorsichtig öffne (könnte ja eine Bombe sein) dämmert es mir langsam.

Im Päckchen ist erstmal nichts zu sehen, ich hab es natürlich falsch herum geöffnet und sehe nach einigem Wühlen eine kleine bunte Schachtel mit einem Modellauto drin. Nach genauerem Hinsehen entpuppt es sich allerdings als kleines ferngesteuertes Auto. Dann fällt der Groschen.

Schließlich ist es kein neues Phänomen, dass Blogger unaufgefordert Päckchen bekommen. Je nach Bekanntheit der Blogger gibt’s Probeexemplare von Büchern, Alben, Software oder sogar Handys, über das der dann im Blog berichtet werden soll.

Tja und scheinbar bin ich inzwischen eine so große Berühmtheit in der Blogosphäre, dass ich auch ein Päckchen bekommen habe! Was das jetzt über den Zustand der deutschen Blogosphäre aussagt, das könnt ihr euch selbst denken.

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Ich habe – ganz die Werbehure, die ich bin – beschlossen, auch genau das zu tun, was die Versender des Päckchens gerne von mir sehen würde: Ich mache mal Werbung. Nach weiterer Wühlerei kam nämlich eine Broschüre zum Vorschein, auf der mir nicht unbedingt unaufdringlich erklärt wird, dass ich doch mal die Werbetrommel für das Automobilportal pkw.de setzen soll. Weil es so richtig gut und toll sein soll, bzw. besser als die oder die hier.

Noch besser wäre es allerdings, wenn ich folgende Links setzen würde: Gebrauchtwagen bei pkw.de , Geschenkideen bei jollydays.de, Pauschalreisen & Last Minute Urlaub bei weg.de. Dann könnte ich nämlich auch noch was gewinnen, zusätzlich zu meinem coolen neuen Auto, z.B. eine Ferrari oder Hummer-Fahrt bei jollydays.de oder – was mir definitiv besser und nützlicher scheint – einen 100-Euro-Reisegutschein von Weg.de.

Das würde mich gerade als Student wesentlich weiter bringen. Mit diesem – ich finde überaus doppeldeutigen Satz – beende ich meine Aktivitäten als Werbehure und melde mich spätestens wenn ich gewonnen habe noch mal. Ich bin schließlich überaus käuflich …

Stell dir vor, du stehst an einem S-Bahnhof und das Werbeplakat von schräg gegenüber ruft dich an, um dir brandheiße Infos zu neuen Schnäppchen zu übermitteln. Die Zukunft der Werbung? Nein, die Gegenwart!

Den ersten erfolgreichen Versuch solcher Werbung gab‘s vor kurzem in Köln zu bestaunen. Mitte März gab es dort an verschiedenen Standorten Nelly-Furtado-Plakate mit integriertem Bluetooth-Sender. Der bot jedem Passanten mit eingeschalteten Bluetooth am Handy den Song „Say it Right“ kostenlos zum Download an.

Solche Bluetooth-Werbung wird inzwischen in mehreren Deutschen Großstädten angeboten, u.a. natürlich auch in Berlin. Leider gibt es hier keine Musik zum Download, sondern nur eine schnöde SMS, aber dabei sein ist alles. Beworben wird, mit einem wirklich schlechten Plakat, die ZDF-Sendung Giganten. Am 8. April wird Alexander von Humboldt Thema der Reihe sein.

Das erklärt dann wohl, warum auf dem Plakat eine schlechte Fotocollage von Humboldt zu sehen ist. Warum allerdings Humboldt lebt, wie auf dem Plakat prangert, wird nicht erklärt – vielleicht ja in der Sendung am 8. Das Plakat bietet aber neben der schlechten Photoshop-Arbeit auch den oben erwähnten Zusatznutzen an: Infos per Bluetooth aufs Handy. Da den Service ja viele nutzen sollen, geht man beim ZDF einfach mit der Holzhammermethode vor: Sex Sells. „Seine Meinung über Viagra hier aufs Handy laden“ wird hier RTL-like angepriesen.

Da mich schon immer interessiert hat, was das große Genie Humboldt zu Potenz steigernden Mitteln zu sagen hat, hab ich, trotz der plumpen Anmache, meine Bluetooth-Verbindung aktiviert. Nach einigen Bestätigungen landete dann auch schon Humboldts Expertenmeinung auf meinem Handy:

„Ich finde das Alter nicht arm an Freuden; Farben und Quellen dieser Freuden sind nur anders.“

Wow – der Spruch passt allerdings auch zu den 3. Zähnen und nicht nur zu Viagra. Schade um die schöne Idee, aber was will man erwarten von einem Provinzsender, wie dem ZDF mit ihren winzigen Etat – beruhigend zu wissen, dass meine Gebühren gut angelegt sind.

Wenn das nun also die Zukunft der Werbung sein soll und das Handy damit zugespammt wird, dann werde ich auch diese neue Form komplett Ignorieren und meine Aufmerksamkeit lieber dem nächsten Baum oder Vogel widmen – Humboldt hätte es genauso gemacht, wenn er noch Leben würde…

So ein Bürojob kann schon ziemlich langweilig werden, immer nur derselbe doofe Computer auf demselben doofen Tisch und ein vertrockneter Gummibaum in der Ecke. Vor Langeweile schickt man dann meistens irgendwelche dummen Ketten-E-Mails durch die Gegend oder postet dummes Zeug in sein Blog.

Was aber für kreative Potenziale in den Büros dieser Welt liegen zeigen die Büroausstatter Viking und M3 in wirklich witziger und eindrucksvoller Weise. Bei Viking’s Stationery Movies werden mit ganz normalen Büroutensilien wie Post-It, Tesafilm, Scheren, Lochern oder Stiften bekannte Filme hinter teilweise recht abgefahrenen Bilderrätseln versteckt. Mein Favorit ist übrigens das hier:

Viking Bilderrätsel

Inzwischen haben Stephan, der mir das Rätsel geschickt hat und ich 19 der 20 Bilderrätsel erraten, aber wir kommen einfach nicht auf den Film der mit dem Lautstärkenregler (8. Pärchen) gemeint ist. Wir sind für alle Vorschläge offen und nein wir wollen keine Schummeleien!

Im übrigen ist mir bekannt, dass ich gerade Werbung für Büroartikelhersteller gemacht habe, aber so ist das mit Viral Marketing

Für die Lösung einfach auf weiterlesen klicken.
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Eine wunderbare Werbekampagne, nicht wirklich aktuell, aber gestern bei surfgarden gefunden: Meet the World vom portugiesischem Magazin Grande Reportagem. Die mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete Werbung von Icaro Doria und seinem Team zeigt ganz normale Flaggen mit außergewöhnlicher Botschaft:

Flaggen neu gedeutet

Die Kampagne fand schon 2005 statt und schwappt seit dem in mehreren Wellen durch die Blog-Sphäre. Ich kannte sie noch nicht, finde sie aber wirklich brillant und erwähnenswert. Weitere 7 Flaggen und eine kurze Erklärung der Kampagne gibt’s auf dieser Webseite.

Weils gerade so gut zum Thema passt, thematisier ich heute eine Situation, die ich leider bei jedem Kinobesuch der letzten Zeit durchleben muss. Ich sitze dabei in freudiger Erwartung im Kino, voller Vorfreude auf die nächste Enttäuschung. Im dunklen Kinosaal sind alle Augen gespannt nach vorn gerichtet. Es laufen die obligatorischen Trailer und die noch zulässige Zigarettenwerbung. Kurz bevor der ältere Teil des Publikums einschläft kommt der ominöse letzte Spot: Und genau an diesem Punkt stellt sich bei mir der Brechreiz ein…

Wie der Kinokenner jetzt natürlich weiß, läuft im Multiplex ihrer Wahl als letzter Spot immer die Eiswerbung. Die war früher ja noch ganz witzig. Dicke, dünne, schwarze oder weiße Menschen liefen lustig durch die Gegend und hatten ein Eis in der Hand. Dazu spielte eine mehr oder weniger freche Musik und alles wirkte sommerlich leicht und frisch. Kurz um, es machte Lust auf Eis.

Ja, das ist wieder so ein Fall von „Früher war alles besser“. Denn was da heute in biederen Brauntönen auf der Leinwand flimmert, ist eine Werbung, die genau das Gegenteil bewirkt, was ihr eigentlich angedacht war. Sie macht absolut keine Lust auf Eis. Mehr noch, durch sie entwickelt sich gar eine gewisse Unlust den Eisgenuss betreffend.
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An diesem Wochenende sorgte RTL ja wieder für ganz große Unterhaltung bei der Liveshow „Typisch Frau – Typisch Mann“. Günther Jauch zeigte mit Unterstützung von Prominenten wie Mario Barth, Barbara Schöneberger und Schalke-Manager Rudi Assauer samt Anhang allerhand Beiträge aus dem ewigen Kampf der Geschlechter. Das war recht amüsant, was weniger an den nicht wirklich neuen Erkenntnissen, als viel mehr an Gästen und den gut aufgelegten Jauch lag.
Zu häufig wurden wieder alte Klischees bedient, wie „Männer sind die schlechteren Beifahrer“ oder „Frauen schleppen immer ihren ganzen Hausrat in ihrer Handtasche umher.“

Vorurteile über Vorurteile gibt’s da also, woher die eigentlich kommen, darauf wurde bei der Sendung natürlich weniger eingegangen, die unterschiede sollten ja herausgestellt werden.
Dabei ist das gar nicht so schwer herauszufinden. Allein bei der Betrachtung der Werbespots bei den privaten Fernsehsendern wird das schon ersichtlich. Frauen scheinen in Werbewelt nämlich nur 4 Probleme zu haben.

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Hart ist das Los der Werbemacher. Wer sagt, dass Werbung einfach ist? Immer wieder müssen sie sich neue tolle Slogans oder in Werbesprache “Claims” ausdenken.
Das sich mit der Produktion von teilweise recht sinnfreien Sprüchen sehr viel Geld verdienen lässt ist schon mehr als verwunderlich, vor allem wenn man sich so die Werbespots im Rundfunk ansieht und hört. Sie kennen Keine Gnade. Kein Respekt, für den anspruchsvollen Zuschauer und -hörer.
Dass die Werbung mitten ins Gesicht des Konsumenten schlägt und er diesen medialen Müll auch noch mitfinanziert, ist eigentlich schon fast eine Beleidigung und sollte zum sofortigen Boykott der betroffenen Firmen führen. Da ich auf der anderen Seite aber die heimische Wirtschaft fördern will, ist das wohl keine gute Idee. Das Fundament von Wirtschaft, Wohlstand und Fortschritt ist nun mal der Einzelhandel.

Mehr Intelligenz in der Werbung wäre eine Alternative, wenn das nicht ein Widerspruch in sich ist wäre. Das Wort Slogan kommt nämlich vom schottisch-gälischen sluagh-ghairm, was so viel wie Kriegsschrei oder Schlachtruf bedeutet.
Vor kurzem stieß ich aber auf Die preiswerte Internetlösung zu diesem verzwickten Problem.

Auf sloganizer.net, wird um einen selbst eingegebenen Begriff ganz schnell und vor allem kostenlos ein Slogan generiert. Kleines Beispiel gefällig?

generiert von Sloganizer

Warum also den Werbetextern Geld in den Rachen werfen, die verkoksen das doch sowieso nur! Ja ja ich weiß, Drogen. Nur lustig, wenn man sie nicht selbst nimmt, aber ist doch so!

Die Macher von Sloganizer, Die helfen und sparen Geld, unser Geld! Also mein Aufruf an die Wirtschaft, spart euch einen Werbeetat nutzt Sloganizer! Die Werber sitzen dann zwar alle auf der Straße, aber wie sagte die FDP schon: Hirnlosigkeit heute – Arbeitslosigkeit morgen.

Die rosa Links sind allesamt Werbesprüche und verweisen auf slogans.de eine wunderbare Datenbank der Werbesprüche.

Ja es ist schon kompliziert mit den Zielgruppen. Mal ist es gut zu einer zu gehören, weil man an Vergünstigungen kommt, die andere nicht bekommen. Mal ist es schlecht, weil man für andere nicht mehr existent zu sein scheint und überhaupt ist es ja völlig unethisch, Menschen in Kategorien einzuteilen.

Als Student gehöre ich ja zu der Gruppe “hoffnungsvolle Großverdiener der Zukunft”, was bedeutet, dass ich unglaublich viele Produktproben, Billig-Abos und andere Vergünstigungen bekomme. Ich find es gut, weil ich etwas umsonst bekomme. Ich gehöre also so gesehen zu einer Zielgruppe.

Da Viele es nicht schön finden, als Konsumschafe zu gelten und in eben solche Gruppen eingeteilt zu werden, gibt es immer mehr Menschen, die ganz offen gegen das böse imperialistisch-kapitalistische Bollwerk der Industrie und Werbung vorgehen.
Eine ganz lustige Stilblüte, die sich im Internet gebildet hat ist eine Seite, die man durch das klicken auf diese Logo Keine Zielgruppe besuchen kann.

Man gelangt auf eine 12 Punkte umfassende Liste, warum derjenige mit dem Button auf der Homepage keiner Zielgruppe angehört.Lustig ist das ganze, weil das ganze schon nach dem ersten Punkt scheitert. Dort wird das Kategoriendenken zwar ablehnt, gleichzeitig jedoch eine neue schafft, die Keine-Zielgruppe-Gruppe. weiterlesen…