Ach ja, was wäre das Leben ohne Bild, doch seit sich diese “Zeitung” mit T-Online zusammengetan hat um einen Online-Ableger zu etablieren ist es im WWW doch viel lustiger. Diese, George W. Bush würde sagen, “Achse des Bösen” bescherte uns nicht nur vergnügliche Internetseiten, wie den BildBlog, nein, die vier Buchstaben und das Magenta T sind ausgezogen, uns mit lebenswichtigen Gütern auszustatten.

Und da es sich um Produkte handelt, die für alle sein sollen und vor allem für alle erschwinglich, wurde die Idee der Volksprodukte geboren. Ok, die Idee ist schon älter, nicht erst im Dritten Reich wurde die schon genutzt, mit Volksempfänger, Volkswagen und anderen Produkten, die mehr oder weniger gut liefen.

Also warum das Ganze nicht wieder aufnehmen?

So kam zuerst, welch kluger Schachzug, der Volks-PC, damit auch alle die tolle Bild-Webseite im Internet besuchen können und da die ganze Kraft der Propaganda Werbung zu spüren bekommen. Denn nach dem Volks-PC war noch nicht Schluss, da waren noch Volksfernseher, Volkshandys, Volksdrucker oder das Volksnotebook. Und da sich die Produkte ja richtig gut verkaufen müssen, werben “Promis” für die Volksprodukte, welch Freude zu hören, das sich auch die ganz Großen, wie Dieter Bohlen, Kai Ebel, Peter Imhof oder Jürgen Drews sich zum Volk zählen.

Das die Kommentare der Promis da manchmal etwas seltsam wirken ist ja egal, Kai Pflaume meint zum Volksrechner: „Der Volks-PC ist nicht nur schnell, sondern sieht auch noch gut aus. Flirt-Faktor 10!“ Ich werd meinen Rechner demnächst auch zu Rendezvous mitnehmen, danke Kai!

Aber mit den Elektronikartikeln war ja noch lange nicht Schluss, weit gefehlt, jetzt warf bild.t-online.de die richtig tollen Sachen auf den Markt.

Den Volksschuh, den Volkstrainer, das Volksfahrrad und für alle die keinen Sport mögen sogar ein Volks-Auto, nein natürlich kein Volkswagen, ein Volks-SEAT. Laut Christina Surer, wer immer das sein mag, ein sportliches Unisex-Auto. Seit Ally McBeal ist ja selbst dem völkischsten Volk bewusst was das bedeutet, aber der Seat Ibiza ein Unisex-Auto? Was weiß ich.

So langsam aber sicher wird’s eng, wenn man jedes Volksprodukt eingekauft hat. Aber glücklicherweise bietet bild.t-online einen Volkskredit an und ich hoffe, dass bald ein Volksfertighaus zu kaufen sein wird, damit ich meine Volksspühlmaschine und den Volkskaffeeautomaten in meine Küche stellen kann. In meiner Volksgarage steht dann mein Uni-Sex Seat, den brauche ich aber kaum. Ich schlafe nämlich immer sehr lange in meinem warmen Volksbett mit Volksmatratze. Mein bestimmt bald erscheinender Volksbutler bringt mir mein Frühstück ans Bett. Dank des Volkskredites hab ich ja noch jedemenge Geld, daher kann ich auch alle KDF-Fahrten Volksreisen mitmachen, die angeboten werden.

Das Leben ist schön seit es die Volksprodukte gibt, besser geht’s nicht! Ach doch, Volksarbeit wäre noch cool, damit ich auch weiter die Volksprodukte kaufen.

Dies ist eine “Klassiker”, eine Beitrags aus meinen alten Blog. Veröffentlicht am 12.04.2005.
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