An diesem Wochenende sorgte RTL ja wieder für ganz große Unterhaltung bei der Liveshow „Typisch Frau – Typisch Mann“. Günther Jauch zeigte mit Unterstützung von Prominenten wie Mario Barth, Barbara Schöneberger und Schalke-Manager Rudi Assauer samt Anhang allerhand Beiträge aus dem ewigen Kampf der Geschlechter. Das war recht amüsant, was weniger an den nicht wirklich neuen Erkenntnissen, als viel mehr an Gästen und den gut aufgelegten Jauch lag.
Zu häufig wurden wieder alte Klischees bedient, wie „Männer sind die schlechteren Beifahrer“ oder „Frauen schleppen immer ihren ganzen Hausrat in ihrer Handtasche umher.“

Vorurteile über Vorurteile gibt’s da also, woher die eigentlich kommen, darauf wurde bei der Sendung natürlich weniger eingegangen, die unterschiede sollten ja herausgestellt werden.
Dabei ist das gar nicht so schwer herauszufinden. Allein bei der Betrachtung der Werbespots bei den privaten Fernsehsendern wird das schon ersichtlich. Frauen scheinen in Werbewelt nämlich nur 4 Probleme zu haben.


Das Einzige worüber sie demnach sorgen ist,

  • dass sie zu dick sind.
  • dass sie faltig, schlecht geschminkt und eine schlechte Haarfarbe haben.
  • dass sie sich ständig um die Sauberkeit ihrer Wäsche sorgen.
  • dass sie nicht ins Fitnesscenter oder zum Shoppen gehen können, weil sie ihre Tage haben.

Und da in unseren medialen Zeiten das Frauenbild natürlich über das Fernsehen geprägt wird, was sollen die Männer denn nun für ein Bild bekommen, wenn sie sich diese Werbung ansehen? Frauen scheinen sich ja demnach mit sehr „weltbewegenden“ Themen auseinanderzusetzen.

Wie sieht es denn im Gegenzug bei dem Männerbild aus? Die treten derzeit überproportional häufig in Fußballwerbespots auf, der Fußball-WM sei Dank. Es kann schon mal vorkommen, dass ein ganzer Werbeblock mit diesen Spots gefüllt ist. Bei Männern dominieren nun mal die Themen Fußball, Bier und Autos. Ausnahme ist da Johannes B. Kerner, der macht ja inzwischen für alles Werbung. Tagtäglich wird man bombardiert mit Klischees und Stereotypen. Kein Wunder also, dass sich die Fronten da immer weiter verhärten?

Aber eigentlich ist es doch völlig egal, heutzutage sollte Mann oder Frau sich doch nicht mehr in irgendwelche Rollen stecken lassen. Sendungen wie „Typisch Frau – Typisch Mann“, sind da dann eher kontraproduktiv, zeigen sie doch, wie man sich als echte Frau bzw. Kerl zu verhalten hat. Vergessen wir doch langsam mal die alten Rollenbilder, die sind einfach nicht mehr Zeitgemäß und kaum noch haltbar.

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